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Andalusien Rundreisen - Routen, Tipps und mehr für Ihren Roadtrip

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Mietwagen Rundreisen Andalusien

Andalusien gilt für viele als eine der schönsten, weil facettenreichsten Regionen Spaniens! Nur wenige Kilometer Meer trennen Europa hier am südlichsten Teil europäischen Festlandes vom afrikanischen Kontinent. Das Land birgt auf einer Fläche von fast 90.000 Quadratkilometer ein Paradies für Entdecker in sich. Wo einer der Größten unter ihnen, Christoph Kolumbus, begraben liegt, geben einzigartige Bauwerke Einblick in Geschichte des Landes und unverfälschte Naturkulissen Raum zum Wandern. Kulturinteressierte tummeln sich in lebhaften Städten wie Granada oder Málaga, während unzählige Traumstrände zum Sonnenbaden ans Mittelmeer oder an den Atlantik bitten. Ob entlang der Küste oder inmitten der wildromantischen Naturräume im Landesinneren – entdecken Sie jetzt die Schönheit von Andalusien mit unseren Mietwagentipps!

  • Historisches Andalusien
  • Familienroute
  • Städtetour
  • Küstentour

Andalusiens Geschichte hautnah erleben


Malerische Strände, Wein, Flamenco und köstliche Tapas gibt es hier soweit das Auge reicht, aber wussten Sie, dass Andalusien noch weitaus mehr Schätze aufbewahrt? In der sonnenreichsten Region des ohnehin warmen Spaniens haben es sich nämlich schon damals die Königinnen und Könige gutgehen lassen. Mächtige Burgen, prachtvolle Schlösser und Paläste sind es daher, die neben den ebenso imposanten Kathedralen und den historischen Stadtbildern die Seele Andalusiens ausmachen. Das Beste: der Großteil davon ist obendrein top erhalten! Maurische Einflüsse vermischen sich mit abendländischen Baustilen, schillernde Paläste folgen auf Mittelalterburgen. Begeben Sie sich mit CHECK24 auf eine geschichtserfüllte Route, auf der Sie vielleicht sogar ihr eigenes Herrscherpotential entdecken – wir geben Ihnen die Anleitung dazu.


Ihre Route auf einen Blick

Startpunkt
Huelva
Reine Wegzeit
ca. 8h 45min
Stationen
10 Stationen
Distanz
725 Kilometer

01

Huelva

Prinzessin, Priester oder Prinz?
Rundreise Spanien: Andalusien - Huelva

Unsere Tour schickt Sie auf eine Reise, die Sie zu gut gehüteten Geheimnissen Andalusiens führt und Ihnen trotzdem die Freiheit lässt, den Weg nach Ihrem eigenen Geschmack mitzugestalten. Los geht’s in der Provinz Huelva, wo sich Prachtbauten mit älteren Festungsanlagen abwechseln. Die nächstgelegensten Flughäfen befinden sich im portugiesischen Faro und in Sevilla. Später entführt Sie diese Route auch noch in die Geschichte der andalusischen Hauptstadt.

Doch zunächst versetzt das Castillo de Cortegana Reisende zurück ins 16. Jahrhundert, wo die Burg zu einer stabilen Festung ausgebaut wurde. Den Grundstein für ihr heutiges Erscheinungsbild legte 1293 wohl bereits König Sancho der Vierte. So können Entdeckernaturen nun seine zinnenreichen Mauern erklimmen, in der Waffenkammer Ritter spielen oder in der kleinen Kapelle ein Gebet sprechen. Unvergleichlich macht den Ausflug dann die einzige vollständig erhaltene Moschee im ländlichen Spanien, Almonaster La Real. Sie vereint gotische, romanische und maurische Elemente zu einem beeindruckenden Stilmix. Allein schon, weil sich der Bau aus dem zehnten Jahrhundert erfrischend von den zahlreichen Kathedralen absetzt, lohnt sich der Besuch.

Dem Gespann historischer Burgen stehen die prunkvollen Palastgebäude in der Stadt Huelva gegenüber – dem Zentrum der gleichnamigen Region, das gute eineinhalb Autostunden weiter südlich liegt. Nicht nur bei der Entdeckung der Neuen Welt hat Huelva eine entscheidende Rolle gespielt, Schlösser wie der Palacio de las Conchas sorgen für eine herrschaftliche Atmosphäre. Seine helle, neoklassizistische Außenfassade schmücken Muschelverzierungen, die bezaubernd aussehen und ihm gleichzeitig seinen Namen verleihen.


Tipp
  • Must-See: Castillo de Cortegana, Almonaster La Real, Palacio de las Conchas, Catedral de Huelva
  • Restaurant-Empfehlung: Leckere Croquetas und mehr regionale Köstlichkeiten gibt’s im Azabache
  • Hotel-Tipp: Mitten im Zentrum Huelvas bietet das Senator Huelva Komfort und Top-Service

02

Niebla

Der Nebel des Vergangenen
Rundreise Spanien: Andalusien - Niebla

Die Autobahn A-49 führt östlich weiter nach Sevilla. Auf dem Weg dorthin kommen Sie allerdings noch an zwei Zielen vorbei, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Als Erstes an Niebla, spanisch für „Nebel“, das einst ein mächtiges Teilreich im maurischen Spanien darstellte. Bis heute sind diese Wurzeln spürbar.

Die Stadtmauer aus dem 12. Jahrhundert atmet diesen Geist der Vergangenheit am stärksten aus. Lassen Sie sich von dem rund zwei Kilometer langen Schutzwall, der samt unzähliger Wehrtürme bestens erhalten ist, ins Staunen versetzen. Ein einmaliges Zeitzeugnis, dass den Ortskern komplett einschließt.

Generell besitzt Niebla eine abwechslungsreiche Geschichte: Goten und Römer haben sich hier ebenfalls verewigt. Am stärksten spürbar macht das die Festung Castillo de los Guzmanes, die sich frei bei all diesen Stilrichtungen bedient hat. Kein Wunder – ließ ein katholischer Herzog sie schließlich erst nach der Reconquista erbauen.


Tipp
  • Must-See: Castillo de los Guzmanes, Stadtmauer
  • Restaurant-Empfehlung: Authentische Küche wird in der Bar Casa Ramos SL geschlemmt

03

Almonte

Speisen wie die Könige und Königinnen Spaniens
Rundreise Spanien: Andalusien - Almonte

Gönnen Sie sich ruhig erstmal eine Stärkung in den vielen Tapas-Bars und Restaurants von Almonte, bevor die Geschichtsreise weitergeht. Aber was als Erstes probieren? Zu den hiesigen Favoriten gehören zweifelsohne Calderata de Cordero, ein traditioneller Lammeintopf, sowie Adlerfisch in Mandelsoße, Corvinata en Salsa de Almendras. Der Nachtisch Alfajor, ein keksartiges Mürbeteiggebäck, komplettiert das Geschmackserlebnis.

Ein typisches Mittagessen in Spanien besteht aus 2 Gängen plus Nachtisch, dazu gibt es meist eine Flasche Rotwein und gratis Brot. Doch auch das Abendbrot in den Restaurants gestaltet sich ähnlich. Wenn Sie zur Essenszeit durch die Innenstadtgassen Almontes schlendern, werden Sie vor den Restaurants bereits Tafeln mit den jeweiligen Tagesmenüs erblicken – sodass Sie lediglich Ihren Favoriten wählen brauchen. Empfehlenswerte Restaurants für Unentschlossene sind zum Beispiel Los Juncos, Los Olivos und Restaurante Toruno.

Gerade die Mittagmenüs sind preislich und mengenmäßig oft unschlagbar, was eine anschließende Siesta unausweichlich macht. Aber halt! Lieber lassen Sie sich als Besucher noch einen doppelten Espresso auf Eis geben, um das eigentliche Highlight nicht zu verpassen: das Schloss Palacio del Acebrón.

Dafür fahren Sie eine gute Dreiviertelstunde südlich in den Doñana-Nationalpark, wo es sich inmitten einer wunderschönen Naturlandschaft erstreckt. Hier lernen Sie die Geschichte des Gebiets kennen, anschließend machen sich Frischluftfans selbst auf in das Marschland, seine Sandstrände, Wälder, Vogelnistgebiete, Dünen und mehr. Mit etwas Glück erspähen aufmerksame Beobachter sogar den seltenen Pardelluchs. Erkundungsmöglichkeiten gibt‘s ebenfalls verschiedene, ob per Rad, zu Fuß, Pferd oder auf geführten Touren kann jeder selbst entscheiden. Üblicher Startpunkt ist El Rocío, wo der Zutritt und die Anmeldungen für weitere Angebote stattfinden.


Tipp
  • Must-See: Palacio del Acebrón, El Rocío, Parque Nacional de Doñana
  • Restaurant-Empfehlung: Klassische Tapas, kreativ aufgepeppt genießen Sie im Los Olivos
  • Hotel-Tipp: In El Rocío zeigt sich das super gelegene Hostal Rural La Fonda Del Rocio schlicht, aber gemütlich

04

Sevilla

Tropische Opulenz und Orangen, soweit das Auge reicht
Rundreise Spanien: Andalusien - Sevila

Schon in jedem der vorherigen Ziele lässt sich mindestens ein Tag verbringen, da macht die andalusische Hauptstadt natürlich keine Ausnahme. Im Gegenteil, Sevilla schafft es, den Erlebnisfaktor zu potenzieren.

Beginnen wir mit dem bedeutendsten Wahrzeichen neben der Kathedrale – der Königliche Alcázar von Sevilla. Wer ihn komplett bestaunen möchte, sollte wenigstens drei Stunden einplanen, denn der Komplex ist gigantisch groß. Beeindruckend sind dabei nicht nur die verschiedenen Teile des Palastes im maurischen Stil, noch atemberaubender sind die zugehörigen, riesigen Gärten.

Mitten in der Stadt fühlen sich Besucher hier trotzdem wie in einem Tropenparadies, wobei die Pflanzenvielfalt gleichsam vor Abwechslung sprüht: englische Gärten neben Palmen und Orangenbäumen, orientalische Springbrunnen, kleine Badehäuser und farbenfrohe, vergnügt zwitschernde Vögel. Dieser Ort fühlt sich so fremdartig-paradiesisch an, dass er der Fernsehserie Game of Thrones nahezu unverändert als Kulisse diente.

Gleichzeitig hat der Alcázar eine immense realhistorische Bedeutung, weil Sevilla als Zentrale der Entdeckungsfahrten Columbus‘ diente. Das mag zunächst abwegig erscheinen, aufgrund ihrer geschützten Lage, ohne Anschluss ans Meer, erkor Königin Isabel I. allerdings bewusst die Stadt dafür aus. Später – und bis heute – diente das Schloss als Residenz für Herrscher wie Carlos dem Fünften, die es weiter ausbauen ließen. Die Gebeine Columbus‘ finden sich in der hiesigen Kathedrale, während das Grab Isabels in der Capilla Real von Granada anzutreffen ist. Lediglich ein Grund, weshalb ebenjene Stadt eine der nächsten Destinationen darstellt – die Geschichtsfahrt geht also weiter.

Kosten Sie vorher ruhig die Spezialität Flamenquín, die ein wenig an Cordon bleu erinnert, und spazieren Sie durch die häufig von blühenden Orangenbäumen gesäumten Straßen. Pflücken und Essen ist ebenso erlaubt, jedoch schmecken die frischen Apfelsinen bitter-säuerlich anstatt fruchtig-süß - hübsch sind sie jedoch allemal anzusehen!


Tipp
  • Must-See: Real Alcázar de Sevilla, La Giralda, Torre del Oro, Plaza de España
  • Restaurant-Empfehlung: Günstiger Geheimtipp: In der Cerveceria Sinai – etwas vom Zentrum entfernt – ist Genuss vorprogrammiert
  • Hotel-Tipp: Für einen schmalen Taler gibt’s im Hostal Jentoft komfortable Zimmer in zentraler Lage

05

Olvera

Symbol des Wandels
Rundreise Spanien: Andalusien - Olvera

Jetzt geht’s wieder zurück ins spanisch-kastilische Mittelalter – genauer gesagt nach Olvera, das knapp anderthalb Autostunden von Sevilla und zwei von Granada entfernt liegt. Ergo der perfekte Durchreise-Stopp, um sich zu stärken und die Reise in die Vergangenheit Andalusiens fortzusetzen.

Die Burg von Olvera ist indes auch schwer zu übersehen, da sie märchenhaft auf einem Hügel im Westen der Gemeinde thront. Ihre Ursprünge finden sich derweil ebenso im maurischen Spanien – im siebten Jahrhundert nämlich, wo sie als Verteidigungsanlage zum granadischen Nazarí-Königreich zählte – ganz zum Leidwesen der Kastellanen, die es nach der Reconquista ihrem Stil und Geschmack anpassten. Diese Burg ist ein kleiner, aber feiner Geheimtipp, der erneut die wechselhafte Geschichte Andalusiens repräsentiert.


Tipp
  • Must-See: Castillo de Olvera
  • Restaurant-Empfehlung: Andalusische Leckereien bereitet das Meson Sabor Andaluz mit Sorgfalt und Liebe zu
  • Hotel-Tipp: Ein zauberhafter Ausblick gepaart mit familiärem Flair macht das Hostal Vía Verde de la Sierra zum Rückzugsort für Erholungsuchende

06

Granada

Königs- und Kalifenparadies
Rundreise_Spanien: Andalusien - Granada

Die Alhambra ist selbstverständlich der Hauptanlaufpunkt eines jeden Granada-Besuchs, wenn Sie nicht gerade eine spontane Flamencoshow bewundern – besonders schön im Sonnenschein auf dem Plaza Nueva – oder gratis Tapas in einer der unzähligen Bars genießen. Ja, Sie haben richtig gehört, gratis Tapas! Denn im maurischen Teil Andalusiens und vor allem in Granada ist diese Tradition noch durchaus üblich, mit Portionen, die einer vollen Mahlzeit in kaum etwas nachstehen. Einfach ein, zwei Bier bestellen und sich dazu super günstig sattessen.

Planen Sie mindestens einen halben, besser einen kompletten Tag für die Alhambra ein und kaufen Sie die Tickets unbedingt im Voraus. Entweder auf der offiziellen Webseite oder Sie erwerben alternativ die Granada-Card am Kiosk-Stand auf dem Plaza Nueva, die den Eintritt zu zusätzlichen Sehenswürdigkeiten enthält. Granada lohnt ohnehin einen Aufenthalt von mehreren Tagen und so lernen Sie nicht zuletzt zwei einzigartige Attraktionen mehr kennen.

In der „Königskapelle“, der Capilla Real, befinden sich die Überreste Isabels I. von Kastilien und Fernando II. von Aragón, die eine immense Bedeutung für Spanien innewohnt. Ihre Heirat 1469 führte de facto ein gesamtspanisches Königreich herbei. Zudem finanzierte Isabella I. in ihrer Funktion als Königin die Entdeckungsfahrten Columbus‘ und schaffte somit die Grundlage für Spaniens Kolonialreich. Neben deren Grabstätte sind hier ihre Nachkommen Juana I. und Felipe I. beigesetzt. Die Grabdenkmäler beider Paare sind prachtvoll-filigran gestaltet, wobei sich ein monumentaler, gewaltiger Altar über die Szenerie erhebt. Krone, Gewänder, Insignien und Gemälde der Königin komplettieren die Capilla Real. Noch näher kommen Sie spanischer Royalität nur am Königsgrab des Palastes von El Escorial bei Madrid.


Tipp
  • Must-See: Alhambra, Capilla Real, Catedral de Granada, Albaicín, La Cartuja, Guadix, Sierra Nevada
  • Restaurant-Empfehlung: Um preiswert und lecker zu frühstücken, ist das Rincón del Chapiz perfekt
  • Hotel-Tipp: Unweit der Alhambra besticht die 4-Sterne-Anlage Hotel Alixares mit einer stilvollen Einrichtung nach maurischem Vorbild

07

Jaén

Olivenbäume und Mittelalterstimmung
Rundreise Spanien: Andalusien - Jaen

Wer jetzt meint, das meiste gesehen zu haben, der irrt. Naturfreunde können gut und gerne einen Abstecher nach Sierra Nevada westlich von Granada machen, ehe es zum nächsten Ziel geht. Im höchsten Gebirge der Iberischen Halbinsel ist Wandern und selbst Skifahren angesagt. Geschichtlich wartet dagegen einiges Richtung Norden, eine Stunde die A44 entlang, in Jaén.

Die Provinz beherbergt insgesamt die meisten Festungen und Burgen ganz Europas, ein Traum für Märchen- und Mittelalterfans. Den Anfang bildet die gleichnamige Hauptstadt mit der Castillo de Santa Catalina, das auf einem Berg in 820 Metern Höhe Jaén überblickt. Der Ausblick allein ist es also bereits wert, weil sich herum ein traumhaftes Gebirge erstreckt. 

Zunächst mag die Castillo de Santa Catalina wie eine Burg unter vielen scheinen. Im Inneren offenbart sich jedoch, wieso sie derart wichtig ist: eine Ausstellung der andalusischen Geschichte. 1491 begann an exakt dieser Stelle der Sturm auf Granada, der in der endgültigen christlichen Rückeroberung Spaniens gipfelte. Bis ins 13. Jahrhundert stand auch Jaén unter maurischer Herrschaft. Die massiven Befestigungsmauern sind bis heute erhalten geblieben, im darin befindlichen Restaurant genießen Feinschmecker köstliche Oliven aus den Hainen der Umgebung.


Tipp
  • Must-See: Castillo de Santa Catalina, Catedral de Jaén
  • Restaurant-Empfehlung: Panaceite ist eine gemütliche, empfehlenswerte Tapas-Bar
  • Hotel-Tipp: Freundlichkeit, ein schmackhaftes Frühstück und Komfort sind im Hotel Europa günstig zu haben

08

Baeza, Úbeda, Canena

Die Blüten der Aufklärung
Rundreise Spanien: Andalusien - Baeza

Ob nun mehr Burgbesichtigungen oder eher ein wenig Abwechslung ansteht, entscheiden Sie selbst: Das Ortsdreieck aus Baeza, Úbeda und Canena ist ein kulturhistorischer Schatz, der weniger als eine Autostunde von Jaén entfernt liegt.

Statt Ritterfeeling stechen Baeza und Úbeda besonders durch ihren erfrischenden Renaissancestil heraus, inspiriert durch italienische Bauten. Als Wegbereiter dieser Architektur in Spanien, den das Stadtbild widerspiegelt, stehen sie auf der UNESCO-Weltkulturerbe-Liste. Hervorragend erkennen lässt sich das an der schönen renaissancistischen Außenfassade der Kathedrale von Baeza, die gleichzeitig andere Einflüsse zeigt. Das sogenannte Tor des Mondes wurde etwa im 13. Jahrhundert gebaut.

Bauvielfalt steckt zugleich im Palacio del Jabalquinto, mit Renaissance-, Gotik- sowie Barockelementen. Das geht los beim Eingangstor, das Besucher trotz seiner Imposanz mit filigranen Verzierungen begrüßt. Im Innenhof setzt sich das Schema fort, wo zwischen Säulen und doppelten Rundbögen aus Marmor ein kleiner Brunnen vor sich hin sprudelt. Aus Steinen gepflasterte Symbole in Schwarz-Weiß umgeben die Quelle und schaffen eine beschaulich-mystische Aura. Spannend –  dieser Idyllbau dient heutzutage als Universität.

Als spanische Toskana macht Canena keine Ausnahme und besticht mit einer Burg aus ebenjener Epoche der Aufklärung. Die ist nicht nur außerordentlich gut erhalten und prächtig anzusehen, sondern bietet außerdem exzellentes Olivenöl, das denselben Namen trägt. Dadurch wird die Besichtigung zugleich zur kulinarischen Geschmacksprobe und ein Top-Mitbringsel für Freunde und Familie ergattern Sie auf diesem Weg ebenfalls.


Tipp
  • Must-See: Palacio del Jabalquinto, Castillo de Canena, Palacio del Deán Ortega
  • Restaurant-Empfehlung: Ein feines Café für die Pause zwischendurch ist das Nazaríes
  • Hotel-Tipp: Unverfälschter Palast-Luxus lässt Sie im 4-Sterne-Hotel Palacio de los Salcedo royal entspannen

09

Baños de la Encina

Wo Märchen zu Hause sind
Rundreise Spanien: Andalusien - Baños de la Encina

Langsam nähert sich die Tour ihrem Ende, vorher kommen Naturliebhaber jedoch noch einmal voll auf ihre Kosten. Ein Abstecher nach Baños de La Encina, ein beschauliches Städtchen in malerischer Umgebung, schafft innere Ruhe. Hier erwachen Disney-Märchen-Träume zum Leben, blühen Geschichten aus längst vergangenen Zeiten wieder auf.

Eine alte Getreidemühle, die Burg, Kirche und Badeseen – wo anfangen? Folgen Sie am besten Ihrem eigenen Gefühl und den verschlungenen Straßen, um die zauberhafte Atmosphäre aufzusaugen. Irgendwann landen Schlenderer dann im Castillo de Burgalimar, denn mit sage und schreibe 14 Wehrtürmen ist es eine kaum übersehbare Verteidigungsanlage. Als eines der besterhaltenen andalusischen Monumente, hat es seine ursprüngliche Form beibehalten und weist keine launenhaften Umbauten oder Stilbrüche auf. Zwischen den Mauern begeben Sie sich in der zweitältesten Burg Europas auf eine Zeitreise ins zehnte Jahrhundert, als das Kalifat von Córdoba in voller Blüte stand.


Tipp
  • Must-See: Castillo de Burgalimar, Peñalosa, Iglesia de San Mateo
  • Restaurant-Empfehlung: Tortilla de Patata, Gazpacho und mehr Gaumenfreuden beschert das Andamur
  • Hotel-Tipp: Bei Charme und Eleganz lassen Sie es sich im Hotel Palacio Guzmanes gutgehen

10

Almodóvar del Río

Ein königliches Finale
Rundreise Spanien: Andalusien - Almodóvar del Río

Wenn Sie möchten, können Sie jetzt den Rückflug vom Flughafen Granada aus antreten, wir empfehlen allerdings den Weg zurück nach Sevilla. So bekommen Sie die Chance, zwei letzte Attraktionen zu sehen, an denen Sie vorbeikommen.

Einer der historischsten Orte Spaniens darf da auf keinen Fall fehlen: Córdoba. Im Gegensatz zur sonstigen Kathedralen- und Kirchenvielfalt überrascht die Stadt mit einer echten Moschee aus maurischen Zeiten, der Mezquita-Catedral. Diese wurde, wie viele andere, nach der Reconquista zu einer Kathedrale umgebaut und erweitert.

Knapp 30 Minuten westlich die A-431 entlang, wartet der krönende Abschluss: Das Castillo de Almodóvar del Río bringt nochmal sämtliche Elemente zusammen, die Sie auf diesem Trip hautnah kennenlernen durften. Infolge etlicher Restaurierungen und Überarbeitungen im Laufe von über 800 Jahren, erscheint die Burg jetzt direkt wie aus einer Saga oder Legende in die Wirklichkeit transportiert. Wenig verwunderlich, dass sie gleichermaßen als Drehort für die Serie Game of Thrones diente. Auf einem Hügel überblickt die Festung den Fluss Guadalquivir, der sich durch eine Ebene dahinschlängelt, und richtet tatsächlich weiterhin traditionelle Ritteressen aus. Verschiedene Führungen nehmen Sie ein letztes Mal mit auf die Reise durch die Geschichte des Landes – ob Sie anschließend Ihre eigene schreiben oder nach Hause zurückkehren, liegt in Ihren Händen.


Tipp
  • Must-See: Mezquita-Catedral, Castillo de Almodóvar del Río, Puente Romano, Alcázar de los Reyes Cristianos
  • Restaurant-Empfehlung: Eine Mittagspause legen Sie am besten im Taberna Luque ein
  • Hotel-Tipp: Für eine Übernachtung auf der Durchreise eignet sich das Al-Mudawar, maurisch-behaglich eingerichtet, hervorragend

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