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Sizilien Rundreisen - Routen, Tipps und mehr für Ihren Roadtrip

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Mietwagen Rundreisen Sizilien

An der Stiefelspitze Italiens vereinen sich fruchtbare Ebenen mit mediterranen Gutshäusern, antiken Tempelanlagen sowie barocken Stadtkernen, die bei strahlend blauem Himmel herrlich in der Sonne glitzern. Die größte Insel des Mittelmeeres, so kontrast- und geschichtsreich wie kaum ein anderer Fleck jener Region, bietet vielerlei Facetten des süßen Lebens: Ob Cannoli Siciliani von einer italienischen Nonna oder ein Glas tiefroter Nero d'Avola im sanften Abendlicht machen eine Reise nach Sizilien erst komplett. Aufregende Roadtrips führen vorbei an kargen Felsregionen, üppigen Oliven- wie Zitronenhainen und nicht zuletzt bis ans kobaltblau schimmernde Meer – eine pittoreske Kulisse, wie sie eigentlich nur ein Künstler formen konnte: der über allem thronende Vulkan Ätna.


Als der berühmte Dichter Johann Wolfgang von Goethe Anfang April des Jahres 1787 während seiner Italienischen Reise in Palermo anlandete, faszinierte ihn die sizilianische Landschaft sowie ihr einzigartiges Kulturgut über die Maßen. War seine Reise mit der (Miet-) Kutsche noch lang und beschwerlich, können Sie ganz bequem mit einem Mietwagen in Goethes Fußstapfen treten – zumindest, was dessen Erfahrungen auf Italiens Sonneninsel anbelangt. Dabei folgen Sie so exakt wie möglich der Route, auf der sich unser Nationalheld und Vorbild moderner Reiseblogger fast acht Wochen von Genuss wie Erfahrung treiben ließ. Gänzlich frei von Zwängen erkannte er: „Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele: Hier ist erst der Schlüssel zu allem.“



Startpunkt
Palermo
Reine Wegzeit
ca. 11h
Stationen
9 Stationen
Distanz
787 Kilometer

Rundreise_Italien: Sizilien - Palermo

Nach viertägiger Schiffsreise fuhr Goethe, von der Seekrankheit geplagt, in den malerischen Hafen von Palermo ein. Vom Panorama – rechts der eindrucksvolle Hausberg Monte Pellegrino und links die lang gestreckte Silhouette der Altstadt – konnte er sich gar nicht mehr losreißen. Unsere Route startet dagegen nicht am See-, sondern am Flughafen mit der Auswahl der geeigneten Urlaubskarosserie. Vom Landepunkt nehmen Sie Kurs auf die Inselhauptstadt und erhaschen der Autobahn E90 folgend erste Blicke auf das kobaltblaue Mittelmeer. Nach einer guten halben Stunde erreichen Sie Ihre erste Station. Achten Sie dabei auf etwaige Mautgebühren im Stadtgebiet Palermos, welche sie mit ein wenig Geschick umfahren können. Nutzen Sie dafür zum Beispiel die Navi-Funktion „Mautstrecken vermeiden“.

In seinem Tagebuch zeigte sich Goethe fasziniert von der gradlinig angelegten Stadt; einem Überbleibsel der Römerzeit. Er liebte es, die Menschen auf den Straßen zu beobachten, wie sie in altehrwürdige Kirchen gingen, am Hafen flanierten oder geschäftig auf dem Mercato Vucciria ihre Waren anpriesen. Auch heute hat die Stadt nichts von ihrer Geschäftigkeit verloren: Heute gibt es den fangfrischen Fisch auch bei angesagten Streetfood-Ständen und bei Nacht zeigt sich der Ort nicht (mehr nur) geheimnisvoll dunkel, sondern erstrahlt in lauen Sommernächten dank Beleuchtung von Theatern wie Kathedralen eindrucksvoll.

Tagsüber lohnt ein Spaziergang ans Ufer des Fiume Oreto, wo bereits Goethe Steine als Andenken sammelte. Krönend im herrschaftlichen Sinne ist ein Aufstieg zum Monte Pellegrino. Von hier bietet sich ein unvergleichlicher Ausblick über Palermo und eines ist gewiss: Wenn bereits der Vorläufer aller Reiseblogger mit größter Freude diesen Hausberg erklomm, wird Sie seine schöne Form nicht weniger begeistern. Bei so viel Ausflugsvielfalt sollten Sie an dieser Station durchaus zwei Tage einplanen.


Tipp
  • Must See: Den Monte Pellegrino kennenlernen (von fern betrachten und mutig hinaufwandern), danach shoppen auf der Via Roma oder dem Mercato Vucciria
  • Restaurant-Empfehlung: Im Al Fondaco del Conte bedient ein Geschwisterpaar mit schweizerischen Wurzeln und serviert leckere sizilianische Küche mit den passenden Weinen
  • Hotel-Tipp: Das 4-Sterne-Hotel Porta Felice liegt zentral und damit ideal für ausgiebige Stadterkundungen

Rundreise_Italien: Sizilien - Alcamo

Sie verlassen vorerst das lebhafte Palermo und begeben sich zur zweiten Station unserer Rundreise: Alcamo. Während Goethe zu Pferd ausritt und sich über die Tradition wunderte, Wein mit Wasser zu vermischen, heben Sie sich den Genuss gegorenen Traubensaftes als Belohnung für die angepeilten 46 Kilometer auf. Diese führen Sie, Goethes Route möglichst nachempfunden, auf der Landstraße SS186 Richtung Monreale aus Palermo hinaus. Auf Höhe von Partinico geht es links auf die SS113 direkt auf das Etappenziel zu.

In seinem Tagebuch zeigt Goethe sich begeistert: „Die Lage von Alcamo ist herrlich auf der Höhe in einiger Entfernung zum Meerbusen, die Großheit der Gegend zog uns an. Hohe Felsen, tiefe Täler dabei, aber Weite und Mannigfaltigkeit.“ Ein kurzer Rundgang durch die Stadt offenbart zahlreiche Kirchen sowie ein Schloss – alles Überbleibsel aus dem Mittelalter. Goethe zog es jedoch eher in das Umland, das aufgrund seiner fruchtbaren Böden auch feinsten Wein zur Ernte treibt.

Wenige Fahrminuten auf der SS113 entfernt befinden sich die Tempelanlagen von Segesta. Sie sind nie fertig geworden und dieser Umstand stiftete den Reiseblogger zu vielerlei Vermutungen über die Bauweise wie den Zweck der Anlage an. Rund um die Tempelanlage erstreckt sich ein schönes, ländliches Gebiet, das zu einer kurzen Wanderung einlädt. Das sizilianische Panorama können Sie hier zum ersten Mal in Ruhe genießen. Vielleicht nehmen Sie sich zwei Tage hierfür Zeit.


Tipp
  • Must See: Die Tempelanlagen von Segesta, das Schloss von Alcamo (Castello dei conti di Modica) sowie die Kirche Sant’Oliva
  • Restaurant-Empfehlung: Von der Pizza im Il Gattopardo Di Fratello Onofrio schwärmt manch ein Urlauber noch zu Hause
  • Hotel-Tipp: Das Grand Hotel La Batia liegt etwas außerhalb des Zentrums in einem Klosterbau aus dem Jahre 1810


Rundreise_Italien: Sizilien - Castelvetrano

Nun geht die Reise gen Süden. Auf der SS113 fahren Sie an der schönen Tempelanlage von Segesta vorbei bis etwa auf die Höhe von Calatafimi, um dann auf die SS188 dir A abzubiegen. So gelangen Sie nach Salemi, wo bereits Goethe rastete – mit Ausblick auf die raue Landschaft, durchzogen von – wie er es nannte: „Geschiebe“ – den weißen Sedimentbergen. Es geht nahtlos weiter auf die SS188, von wo Sie alsbald auf die E90 wechseln und Castelvetrano erreichen.

Goethe blieb vor allem die Nacht in Castelvetrano im Gedächtnis: Ihm erschien ein heller Stern im Zimmer, der nach einiger Zeit wieder verschwand. Am nächsten Morgen erkannte er, dass ein Loch im Dach seines Gasthauses zu dieser wunderlichen Erscheinung führte. Doch es gibt noch mehr an Ihrer dritten Station zu entdecken. Die historische Architektur ist stark arabisch geprägt. Ein besonders schönes Exemplar arabisch-normannischen Stils ist die im 12. Jahrhundert erbaute Kirche Santissima Trinità di Delia; etwa vier Kilometer vom Ort entfernt.

Auf der Piazza Garibaldi stehen gleich drei Sehenswürdigkeiten Castelvetranos beisammen: das Rathaus, die Chiesa Madre und der Nymphenbrunnen. Im städtischen Museum können Funde aus Selinunt bestaunt werden, einer archäologischen Fundstätte direkt am Mittelmeer. Ihre griechischem Tempel sowie Siedlungsspuren zählen zu den bedeutendsten Siziliens.


Tipp
  • Must See: Die Piazza Garibaldi sowie die archäologische Fundstätte Selinunt
  • Restaurant-Empfehlung: Direkt im Zentrum der Stadt kehren die Einheimischen gerne bei Giovanni ein. In seinem Restaurant Trattoria Da Giovanni Di Santangelo Massimo gibt es in rustikalem Ambiente leckeren Fisch und Pasta
  • Hotel-Tipp: Ohne Loch im Dach, dafür mit sizilianischem Charme: das Case Di Latomie inmitten von Oliven- wie Zitronenhainen


Rundreise_Italien: Sizilien - Sciacca

Jetzt geht es an die Küste! Die SS115 bringt Sie direkt von Castelventaro nach Sciacca – dem Küstenort mit typisch italienischem Flair. Wer noch mehr Landschaft sehen möchte, kann die längere Route via SP56 und SP79 in Betracht ziehen und noch mehr weite Landschaft sowie Aloen-Pflanzen bewundern. Goethe vermeldete ungerechterweise nur wenig über den Ort, eines erfreute ihn nach der bisher kargen Landschaft nachhaltig: „Endlich auch Pantoffelholz!“

Eine Pause von antiken Tempelanlagen sowie historisch wertvollen Kirchen wird Ihnen am Hafen von Sciacca sicher gut tun. Wunderbar kann man hier flanieren, sich buchstäblich stufenweise in das historische Zentrum vorarbeiten, dem geschäftigen Treiben auf der Piazza beiwohnen. Hier lohnt es sich einmal nach der für die Region typischen Keramik Ausschau zu halten und ein kleines Andenken zu erstehen. Und zur richtigen Zeit kann man die Karnevalshochburg Sciacca noch von einer ganz anderen Seite kennenlernen.

Ein anderes kulturelles Highlight: Im Castello Incantato schuf der einheimische Künstler Filippo Bentivegna einen fantastischen Skulpturengarten, mit dem sich der für verrückt erklärte gewissermaßen selbst therapierte. Zu guter Letzt ist Sciacca seit der Römerzeit für seine Thermalquellen bekannt. Am Monte Kronio und an der Via Agatocle kann heute noch ein Bad im heilenden Wasser genossen werden – bevor die Tour Sie in das frühere Girgenti führt.


Tipp
  • Must See: Der schön gestaltete Hafen und die Thermalbäder
  • Restaurant-Empfehlung: Herzlichkeit und sizilianische Küche werden im La Buona Forchetta groß geschrieben – auch Einheimische fühlen sich hier wohl
  • Hotel-Tipp: Im B&B Porta di Mare kann praktisch direkt am Meer genächtigt werden; zentrale Lage inklusive


Rundreise_Italien: Sizilien - Agrigent

Zu Goethes Zeiten noch Girgenti, heute Agrigent – vom Namen unbeirrt locken verwinkelte Gassen sowie die Aussicht Herkules und Zeus im imposanten Tal der Tempel zu begegnen. Ihre aktuelle Station Sciacca verlassen Sie auf der SS115 und gelangen innerhalb einer guten Stunde an das Ziel. Wer mehr Zeit einplanen möchte, kann mittels eines kleinen Umweges noch näher auf Goethes Spuren wandeln. Von Sciacca aus auf der SP37 gelangen Sie ins bergreiche Caltabellotta – der Reiseblog des deutschen Dichters verrät Ihnen, wie begeistert der Verfasser von der Landschaft und den Ausblicken über halb Sizilien war. Nach einem Zwischenstopp geht es weiter über die SP36, SP47 und SS386, welche Sie wieder zur Anfangsroute über die SS115 zurückführt.

Neben der schönen Barockkirche Chiesa San Lorenzo aus dem 17. oder der Kathedrale San Gerlando aus dem 11. Jahrhundert in der Altstadt Agrigents ist das UNESCO-Weltkulturerbe Tal der Tempel wohl am faszinierendsten. Goethe war gefesselt von der Weite, dem Material sowie der Präsenz der Anlage.

Etwas entfernt von der Altstadt Agrigents versammelt sich das Who’s who der griechischen Götter: Hera, Zeus und mehr haben hier eine Vertretung auf Sizilien. Zeus‘ Tempel wurde allerdings nie fertiggestellt, aber bereits dessen Ruinen sind beeindruckend. Und der Concordiatempel ist nicht nur der am besten erhaltene des Tals, sondern auch einer der hervorragendsten der gesamten griechischen Antike. Doch nicht nur Säulen gibt es hier im antiken Akragas zu entdecken, das eine der größten Städte des Mittelmeers war. Auch Aquädukte, Mosaike wie Stätten des Alltages haben sich bis in die Neuzeit erhalten und dürfen bei keinem Rundgang fehlen.


Tipp
  • Must See: Die Altstadt Agrigents mit der Kathedrale San Gerlando sowie der Concordiatempel
  • Restaurant-Empfehlung: Die Meinungen von der italienischen Küche des La Posata Di Federico II gehen von „fantastisch“ bis „spektakulär“
  • Hotel-Tipp: Das Del Viale ist klein und einfach; das Preis-Leistungs-Verhältnis wird von den Urlaubern positiv bewertet


Rundreise_Italien: Sizilien - Caltanisetta

Zum nächsten Etappenziel führt Sie die SS640. Von Agrigent nach Caltanisetta gelangen Sie in unter einer Stunde. Goethe war begeistert, endlich das fruchtbare Sizilien kennenzulernen, vorbei an nichts außer grünen Feldern. Es lohnt sich also auch hier einen Abstecher in die parallel führenden Straßen zu machen (zum Beispiel entlang der SP15, SP39 oder SS122). Achten Sie auf den interessanten Kontrast zwischen der auch heute noch grünenden Landschaft und dem rötlichen, zunehmend vulkanischen Boden.

Die Region um Caltanisetta ist ein über die Insel hinaus bekanntes Anbaugebiet für Getreide, Artischocken, Mandeln sowie Oliven. Hier hat sich ein Stück Ursprünglichkeit bewahrt – auch heute noch bieten die Händler zweimal wöchentlich die frischesten Feldfrüchte und noch viel mehr auf dem Markt feil. Hier wurde auch bereits Goethe fündig, als er mit seinen Reisebegleitern nach einem Abendessen suchte. Das Grün der Pflanzen und das Blau des Himmels sowie des Meeres werden in dieser Landschaft durch gelbe, rote und violette Erden und Gestein ergänzt. Lassen Sie sich verzaubern von der Farbenpracht sowie den leckeren regionalen Speisen.

Bei einem Rundgang durch die Stadt finden sich noch Spuren aus der Zeit, als in Caltanisettas noch Schwefelhandel betrieben wurde: Der Reichtum der Stadt wurde zur Pflege alter Wahrzeichen wie der Kathedrale Santa Maria la Nova verwendet.


Tipp
  • Must See: Lassen Sie hier einfach die Landschaft auf sich wirken – Anweisung Ihres Vorreiters Goethe
  • Restaurant-Empfehlung: Sizilianisch tafeln im Herzen der Insel geht im Restaurant Sale & Pepe in der Ortsmitte
  • Hotel-Tipp: Das Antichi Ricordi liegt im Zentrum Catalnisettas und nah dem bereits von Goethe erwähnten lokalen Markt


Rundreise_Italien: Sizilien - Catania

Heute schaffen Sie es an die Ostküste Siziliens und können wieder das Mittelmeer sehen sowie bei Bedarf fühlen. Der Weg zum Ziel ist die A19, die Sie nach einer kurzen Fahrt über die bekannte SS640 direkt bis Catania bringt. Nach wenigen Kilometern kommen Sie an dem Ort Enna vorbei (früher Castro Giovanni). Hier rastete Goethe und genoss die Aussicht, auch das Castello di Lombardia ist einen Abstecher wert. Eine alternative Route führt über die SS122, SS117bis und SS288 nach Catania – zeitlich länger, aber auch mit mehr Abenteuer in den fruchtbaren Bergen wie Tälern Siziliens.

Angekommen führt Sie der erste Weg an den Hafen. Hier bietet der traditionelle Fischmarkt allerhand Meeresfrüchte an – frischer geht es kaum. Nach einer solchen Stärkung geht es auf Erkundungstour: Catania ist eine der spätbarocken Städte des Val di Noto und damit Weltkulturerbe. Im Stil des Barock wurde die Siedlung nach einem Vulkanausbruch 1669 wiederaufgebaut. Dabei wurde sehr viel Lavagestein verwendet, was sich auch heute noch im Stadtbild zeigt und den Ort auch als schwarze Tochter des Ätna bekannt machte.

Wahrzeichen ist der Elefantenbrunnen, der – natürlich – aus Lavagestein geformt wurde und einen Obelisken aus wahrscheinlich römischer Zeit trägt. Wer Zeit mitbringt, sollte sich auch mal ins Meer wagen, am besten an einer weniger belebten Felsküste wie dem Strand von Santa Tecla oder Aci Castello. Catania selbst ist mit einem etwa dreißig Kilometer langen Sandstrand ausgestattet.


Tipp
  • Must See: Der Fischmarkt Pescheria di Catania und der Elefantenbrunnen
  • Restaurant-Empfehlung: Hier an der Küste wird es wieder Zeit für ein Fischgericht; zum Beispiel im Canni & Pisci Meat & Fish
  • Hotel-Tipp: im 4-Sterne-Haus Il Principe nächtigen Urlauber in zentraler Innenstadtlage – Parkplatzsorgen ade

Rundreise_Italien: Sizilien - taormina

Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude: an Ihrer heutigen Station sind Sie nun endgültig im Dunstkreis des Ätna angekommen. Während Sie ihn in Catania aus der Ferne betrachtet haben, gelangen Sie auf der A18 Richtung Taormina immer näher an Ihren Lava speienden Freund. Hier können Mautgebühren fällig werden, vermeiden können Sparfüchse das auf der längeren Route über die SS114. Etwa eine Stunde begleitet Sie der Ätna linker Hand auf dem Weg zu unserem vorletzten Routenpunkt.

Taormina zählt bereits seit dem 19. Jahrhundert zu den wichtigsten Touristenzentren Siziliens und auch Sie sollten mindestens zwei Tage für den Ort einplanen. Die malerische Lage am Ionischen Meer, die idyllische Landschaft und das Postkartenpanorama machen dieses Städtchen zu einem ganz besonderen Fleck auf der Insel. Pure Romantik vereint sich mit geschichtsträchtiger Kulisse sowie einzigartigen Buchten. Vom griechischen Theater – dessen Name irreführend ist, da die Römer es erbauten – ist ein wunderbarer Blick auf den Ätna garantiert.

Bereits Goethe schwärmte von der milden Atmosphäre, die den Vulkan entfernter und sanfter erscheinen lässt, als er ist. Nun haben Sie Zeit ausgiebig zu flanieren: vorbei am kunstvoll ausgestalteten Stadtpark im englischen Stil, Palästen und Kirchen aus allen Epochen sowie versteckten Gassen mit reich verzierten Häusern. Dabei sollte unbedingt der für die Region typische Mandelwein probiert werden.

Nachdem Sie jene paradiesischen Zustände genießen konnten, dürfen Sie sich an den Aufstieg zum Ätna wagen – auf dass das Wetter einmalige Ausblicke gewährt. Heute ist der Aufstieg auch um einiges bequemer als zu Goethes Zeiten: Während Sie einen Großteil der Strecke mit dem Mietwagen auf befestigten Straßen zurücklegen können, machte Goethe sich entgegen aller Warnungen zu Fuß auf den gefährlichen Weg über rutschiges Lavagestein.


Tipp
  • Must See: Das griechische Theater mit Ätna-Blick und ein Ausflug zum Ätna
  • Restaurant-Empfehlung: Fantastisches Panorama nebst leckerer Küche bietet das Al Saraceno über Taorminas Dächern
  • Hotel-Tipp: Mit eindrucksvollem Blick auf den Ätna nächtigen Sie im Hotel Bel Soggiorno im Flair von 1900

Rundreise_Italien: Sizilien - Messina

Zur letzten Station Messina gelangen Sie über die A18, sofern etwaigen Mautgebühren in Kauf genommen werden. Alternativ führt Sie die Strecke an der Küste entlang auf der SS114 – die mehr aufgewendete Zeit wird durch den Ausblick auf das kobaltblaue Meer wieder wettgemacht. Und wie es bei Reisen so ist, die sich dem Ende zuneigen, nehmen Sie die Umgebung noch einmal ganz anders wahr als zu Beginn derselben: Mit dem Ätna im Rücken und den kleinen mediterranen Häusern am Straßenrand geht es nun zum Tor Siziliens.

Jetzt gelangen Sie zu der Stadt, die aufgrund ihrer Lage an der nordöstlichen Spitze Siziliens namensgebend für die Meerenge zwischen dem Eiland und italienischem Festland ist. Die Straße von Messina mündet im Ort selbst, welcher daher auch als Tor zur Insel gilt – an der schmalsten Stelle liegen nur drei Kilometer zwischen Insel und Kontinent. Das Stadtbild hat sich im Laufe der Zeit stark gewandelt, da die Natur die Einwohner beständig zur Neugestaltung ihrer Stadt zwang. Umso erfreulicher ist, dass die Unterwasserwelt vor Messina seit Jahrhunderten einen besonderen Artenreichtum sowie interessante Strukturen offenbart, die erst noch erforscht werden wollen.

Nach einem schönen Tag im Schatten der Kathedrale von Messina oder der Madonna delle Grazie sollte ein Spaziergang am Meer unbedingt anschließen. Von hier machte sich Goethe am 13. Mai 1787 auf den (Rück-) Weg gen Neapel. Er drückte sich damit auch vor einem weiteren Essen mit dem cholerischen Konsul der Stadt, welcher ihn am Hafen mit den Worten „Wer absegelt, ist entschuldigt!“ verabschiedete. In diesem Sinne findet eine ereignisreiche Rundreise ihr Ende und Sie machen sich via E90 Richtung Palermo und Flughafen auf, um abzusegeln – pardon – abzufliegen.


Tipp
  • Must See: Die Kathedrale von Messina und das Ufer an der Straße von Messina (schmalste Stelle zwischen Sizilien und italienischem Festland)
  • Restaurant-Empfehlung: Ein Best-Of der sizilianischen Küche gibt es zum Abschluss im I Ruggeri – Ihre gewonnene kulinarische Erfahrung wird bei der Auswahl hilfreich sein
  • Hotel-Tipp: Detailverliebt versüßt das VMaison Boutique Hotel die letzte Nacht auf der Insel; hier können Sie sogar noch letzte, besondere Souvenirs erstehen

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