
Auf El Hierro kommen Reisende meist ohne Auto an. Von Teneriffa und Gran Canaria aus bestehen Flugverbindungen auf die Insel. Der kleine Aeropuerto de El Hierro (VDE) befindet sich im äußersten Nordosten der Kanareninsel zwischen den Ortschaften Tamaduste und La Caleta. Am Flughafen finden sich mehrere Autovermietungen, die unterschiedlichste Mietwagen anbieten. Darüber hinaus können Reisende Leihwagen in Valverde und La Caleta mieten. Ein gültiger deutscher Führerschein ist hierfür ausreichend.
Der Verkehr auf der Insel ist eher geruhsam und die Autofahrer sind allgemein sehr entspannt. Das Straßennetz ist gut ausgebaut und mautfrei. Ein Tunnel verbindet mittlerweile das El Golfo Tal mit dem Norden. Hier befindet sich auch die einzige Ampel auf ganz El Hierro. Urlauber, die viel in den Bergen unterwegs sind, sollten beim Ausleihen eines Mietwagens darauf achten, dass das Fahrzeug auch steile Passagen ohne Probleme meistern kann. Wer sich dagegen auf die Tauchgebiete an der Küste beschränkt, benötigt genügend Stauraum für die Unterwasserausrüstung. Aufgrund der vielen Serpentinen, engen und kurvenreichen Abschnitten sowie des sehr gebirgigen Charakters der Insel sollten Autofahrer eine vorsichtige Fahrweise an den Tag legen. In Spanien haben Fahrzeuge im Kreisverkehr Vorfahrt, es sei denn, die Beschilderung verweist auf eine geänderte Vorfahrtsregel.
Täglich verbindet eine Fahrzeug-Schnellfähre den Hafen von Puerto de La Estaca auf El Hierro mit Los Christianos auf Teneriffa. Die Überfahrt dauert etwa 2,5 Stunden. Der Fährhafen liegt nur wenige Autominuten südöstlich der Inselhauptstadt Valverde, welche über die gut ausgebaute HI-2 erreicht werden kann. Mietwagen können bei lokalen Anbietern direkt am modernen Fährterminal ausgeliehen und zurückgegeben werden.
Da El Hierro in seiner Nord-Süd-Ausdehnung nur etwa 30 Kilometer lang ist, erreichen Urlauber mit einem Mietwagen alle Ziele der Insel in relativ kurzer Zeit. Auf ein wahres Unterwasserparadies stoßen Taucher im Süden bei La Restinga. Das Meeresschutzgebiet rund um das 500-Seelen-Örtchen bietet gleich mehrere Tauchspots. Einzigartige, schillernde Fotomotive im klaren Ozean verzaubern Reisende unter Wasser.
Im Westen der Insel krümmen sich die Wahrzeichen El Hierros. Bei El Sabinar stehen Wacholderbäume, deren Kronen schon den Boden berühren. Der starke Wind hat die Bäume über Jahre hinweg in solche einzigartigen und bizarren Formen gebogen. Besonders wenn Nebel zwischen den Stämmen hindurch zieht, scheint das Märchenland in greifbarer Nähe zu sein. Ebenso beeindruckend ist Charco Azul unterhalb von Los Llanillos. Auch hier war die Natur am Werk und hat ein geschütztes Meeresschwimmbecken mit einer wundervollen Höhlendecke geschaffen. Der Mensch hat mit einer hölzernen Sonnenterrasse noch einige Annehmlichkeiten hinzugefügt.
Einen spektakulären Blick auf das El Golfo Tal genießen Urlauber vom Aussichtspunkt Mirador de la Peña im nordöstlichen Inselteil aus, welchen Autofahrer ideal mit einem Leihwagen erreichen. In aussichtsreicher Höhe speisen Besucher von den lokalen Spezialitäten im Restaurant. Weitläufige Strände sind in El Hierro eher selten, aber der Sandstrand im Osten bei Timijiraque ist relativ flach und damit bei niedrigem Wind und Wellengang auch für Kinder geeignet. Im äußersten Westen sorgt der Playa del Verodal mit seinem rot-schwarzen Sand für eine einmalige Kulisse.