
Der Inselflughafen Aeropuerto de Menorca (MAH) gehört zu den mittelgroßen Airports in Spanien. Er wird jedoch besonders in den Sommermonaten regelmäßig von verschiedenen Airlines aus dem deutschsprachigen Raum angeflogen. Der Flughafen liegt im Süden Menorcas, nur ca. fünf Kilometer westlich der Hauptstadt Maó (Mahón). Über die nahe verlaufende Me-1 sind nahezu alle wichtigen Ziele der Insel bequem mit dem Auto zu erreichen. Einen Mietwagen am Flughafen Menorca können Sie problemlos bei einem der vorhandenen Anbieter leihen. Autovermietungen finden sich darüber hinaus in allen größeren Städten und Touristenzielen.
Nur eine knappe Stunde dauert es, mit dem Mietwagen von der einen bis zur anderen Seite der Insel zu fahren. Wer jedoch zwischendurch in den zahlreichen Naturreservaten und Fischerdörfern Halt machen möchte, sollte für eine entspannte Rundreise mehrere Tage einplanen. Die wichtigste Verkehrsader Menorcas ist die Me-1, welche die Insel einmal der Länge nach durchquert und dabei die größten Zentren Mahón und Ciutadella miteinander verbindet. Nahezu der gesamte Fahrzeugverkehr wird über diese Route abgewickelt. Von der gut ausgebauten Me-1 zweigen regelmäßig Nebenstraßen zu den Küstenorten ab. Querverbindungen zwischen den einzelnen Orten oder Küstenstraßen sind aber kaum vorhanden. Eine Pkw-Maut gib es auf Menorca nicht.
Wie in ganz Spanien gelten auf Menorca die Geschwindigkeitsbegrenzungen von 50 km/h innerorts und 90 km/h außerhalb der Ortschaften. Gelbe Linien am Fahrbahnrand zeigen ein Parkverbot an. Besonders umsichtig sollten Autofahrer in der mittelalterlichen Altstadt von Ciutadella fahren. Unser Tipp: Den Mietwagen außerhalb abstellen und das Zentrum zu Fuß erkunden. In der Regel haben Fahrzeuge im Kreisverkehr auf Menorca Vorfahrt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Vorfahrtsregel durch Verkehrszeichen geändert wird. Die Promillegrenze beträgt 0,5 und es besteht Warnwestenpflicht. Kinder unter 12 Jahren müssen auf der Rückbank sitzen. Das Telefonieren ist nur mit Freisprechanlage erlaubt.
Fährverbindungen nach Mallorca und zum spanischen Festland bieten beispielsweise die Unternehmen Balearia und Trasmediterránea an. Die wichtigsten Häfen Menorcas liegen in Ciutadella und Mahón. Von Ciutadella starten mehrmals täglich Fähren nach Barcelona und Alcúdia auf Mallorca. Das Fährterminal von Mahón bietet regelmäßige Verbindungen nach Barcelona, Valencia sowie Palma de Mallorca. Sprechen Sie sich unbedingt mit Ihrem Vermieter ab, wenn Sie Ihren Mietwagen auf die Fähre mitnehmen möchten. Einige Autovermietungen verbietet Fährfahrten oder verlangen hierfür zusätzliche Gebühren. Weitere Informationen hierzu finden Sie in den Mietbedingungen Ihres Anbieters. Alternativ können Sie am Ankunftsort einen neuen Leihwagen mieten.
Die Hauptstadt Maó (Mahón), die im 18. Jahrhundert lange Zeit unter britischer Herrschaft stand, zeichnet sich heute durch einen überwiegend englischen Baustil und viele kleine Pubs aus. Die zahlreichen Kathedralen und Kapellen der Stadt vereinen unterschiedliche Stilelemente aus Klassizismus, Rokoko und Gotik. Ein mittelalterliches Franziskanerkloster wurde zum Museum "Museo de Menorca" umfunktioniert, in dem vor allem prähistorische Funde zu sehen sind. Maós Hafen ist der zweitgrößte Naturhafen der Welt und ist gesäumt von kleinen Cafés und Geschäften, die zum Bummeln einladen.
Auf der anderen Seite der Insel verzaubert die Kleinstadt Ciutadella mit ihrem einzigartigen Charme: Hier mischt sich das mediterrane Flair enger Gässchen mit dem herrschaftlichen Stil barocker und klassizistischer Prachtbauten. Sehenswert sind die Adelspaläste Palau Torresaura und Palau Salort in der Altstadt sowie der landestypische Fisch- und Fleischmarkt an der Plaça de la Llibertat. Wer nach einer Sightseeingtour Lust auf Tanzen und Feiern hat, sucht sich eine der lebhaften Kneipen und Diskotheken im Hafenviertel aus.
Vom höchsten Berg der Insel aus, dem Monte Toro, haben Urlauber einen hervorragenden Blick auf Menorcas Naturschätze, wie etwa den weitläufigen Nationalpark s'Albufera des Grau. Wer zum Baden auf die Insel kommt, findet im Süden die weißesten und feinsandigsten Strände vor. Für Surfer bietet sich hingegen die windige Nordküste an. An den felsigen Küstenlandschaften lassen sich See- und Raubvögel wie Korallenmöwen und Kormorane beobachten. Als kulturelle Bereicherung oder auch einfach nur zum Entspannen empfiehlt sich ein Ausflug zu den weiß verputzten Häuschen des Fischerdorfs Binibeca Vell.