Auf unserem Mietwagen-Roadtrip besucht ihr die sehenswertesten Küstenabschnitte der Algarve und entdeckt gleichzeitig neben Faro und Albufeira die malerischen Städtchen Südportugals.
Eine lohnenswerte Rundreise von Süd nach Nord für Camper und Weltenbummlerinnen: Von der zerklüfteten Felsküste der Algarve im Süden geht es bis in die quirlige Portwein- und Hafenmetropole Porto im Norden.
"Abseits der gewohnten Pfade" erfüllt sich für Weltenbummlerinnen und Weltenbummler in Portugal ein wahrer Kindheitstraum, denn sie durchqueren auf unserem 14-tägigen Roadtrip das traditionsreiche Land von der zerklüfteten Felsküste der Algarve im Süden bis in die quirlige Portwein- und Hafenmetropole Porto im Norden. Um einen authentischen Eindruck vom Land und seinen Menschen zu erhalten, meiden Erlebnissuchende auf der nahezu 900 Kilometer langen Strecke überfüllte Strände und touristische Ecken. Exklusiv für euch haben wir unsere Schatzkiste voller kulinarischer, naturbelassener und besichtigungswürdiger Geheimtipps geöffnet, die so noch auf keinem Reiseblog zu finden sind.
Das Tor zur Algarve betreten Strandliebhabende aus aller Welt über den internationalen Flughafen Faro (FAO) im Westen der Provinzhauptstadt. Nach sieben Kilometern Fahrt mit dem Mietwagen stoßen selbst geübte Fahrkünstlerinnen und Fahrkünstler bei aufwendigen Manövriermanövern in den engen Gassen des Altstadtkerns an ihre Grenzen. Wer einen authentischen Eindruck der charmanten Lagunenstadt gewinnen möchte, der lässt sich zu Fuß durch das verwinkelte Gassenlabyrinth treiben. Während die mächtige Sé Catedral verschiedene Baustile kombiniert, tauchen Besucherinnen und Besucher im Museo Maritimo in die Geschichte der portugiesischen Seefahrt ein. Abseits der touristischen Pfade schlemmen sich Feinschmeckende zwischen Einheimischen im Portas de São Pedro durch die Welt der portugiesischen Tapas. Zwischen gratiniertem Ziegenkäse und Oktopus auf Süßkartoffelpüree nimmt die Rundreise durch Portugal einen kulinarischen Anfang.
Kaum zu glauben, dass direkt vor der Haustür mit dem Naturpark Ria Formosa eines der sieben Naturwunder Portugals auf alle Frischluftfreundinnen und -freunde wartet. Auf 18.000 Hektar tauchen diese nicht nur in die farbenfrohe Vogelwelt aus Flamingos und Purpurhühnern ein, sondern begegnen auch seltenen Reptilien wie dem Chamäleon. Wer bei der Weiterreise über die N125 nach der bilderbuchartigen zerklüfteten Felsküste der Algarve sucht, der verlässt immer wieder die Hauptstraße und folgt schmalen Sandwegen zum tiefblauen Atlantik.
Auf der Weiterreise gen wilden Westen Portugals genießt ihr bei der Wahl des nächsten Stopps die grenzenlose Freiheit eines Roadtrips. In der kosmopolitischen Hafenstadt Lagos verwandeln liebevoll restaurierte Gebäude, Kachelwände aus kunterbunten Azulejos und hippe Street Art die Altstadt in ein einziges Freilichtmuseum. Dramatisch nah am Abhang der zerklüfteten Küste entlang führt ein Spaziergang zum Leuchtturm am Ponta da Piedade. Unterwegs locken vier versteckte Strandbuchten mit türkisgrün-glitzerndem Wasser zum Sprung ins kühle Nass. Um zur schönsten Bucht Praia do Pinhão zu gelangen, klettern Abenteuerlustige die letzten Stufen über eine alte Holztreppe hinab und landen im puderzuckerweichen Sand.
Wer an der Algarve auch abseits der bekannten Touristenpfade nächtigen möchte, der lässt Lagos hinter sich und mietet sich eine gemütliche Unterkunft im nahen Küstenstädtchen Praia da Luz, für alle anderen ruft eine Nacht in den antiken Stadtmauern. Nach 15 Kilometern Fahrt verzaubert das Fischerdorf Praia da Luz auf den ersten Blick mit einer unaufdringlichen Ursprünglichkeit und dem leckersten Eis der Algarve in der Ice Cream Factory. Im ebenso malerischen Fischerdorf Burgau überquert ihr über die M537 die Grenze des gewaltigen Parque Natural do Sudoeste Alentejo e Costa Vicentina.
Auf der Weiterreise nach Arrifana wird der Weg zum Ziel. Die Fahrt führt quer durch den immergrünen Alentejo Nationalpark bis zum südwestlichsten Punkt Kontinentaleuropas. Zwar könnt ihr in der Ferne nicht Amerika erblicken, doch faszinieren am Cabo de São Vicente alleine die rotgefärbten Klippen über dem tosenden Atlantischen Ozean und die berühmte "Letzte Bratwurst vor Amerika".
Mit der Algarve im Rücken verändert sich die Landschaft auf der Fahrt entlang der rauen Westküste. Steile Berge und ein Meer aus grünen Pflanzen ersetzen die roten Kalksteinfelsen. In Carrapateira serviert euch eine ältere portugiesische Dame in der Bar Fernanda Brioche-Croissants samt Café zwischen pausierenden Pilgerinnen und Pilgern. Die letzten Kilometer schlängelt sich die Straße steil bergauf, das Ziel der Etappe ist der malerische Küstenort Arrifana. Hoch oben über den Klippen staunen Surfliebhaberinnen und -liebhaber über das Naturschauspiel der gewaltigen Wellen am Praia do Arrifana. Profis schnappen sich ihr Surfbrett, wandern die Serpentinenstraße hinab und erobern den Atlantischen Ozean.
Vor der Weiterreise führt ein Umweg über Schotterpisten entlang der malerischen Serpentinen in das Fischerörtchen Monte Clérigo. Die bunten Häuser der Einheimischen, die sich in die Felsen schmiegen, machen den Strand zu einem traumhaften Fotomotiv für das selbst gebastelte Album zu Hause.
Nach unzähligen Stunden auf dem Surfbrett im salzigen Ozean sonnengebräunt führt euch die Portugal-Rundreise nach 200 Kilometern mitten in das Herz des trockenen Alentejos. Wer etwas von der Kultur der Portugiesen und Portugiesinnen lernen möchte, der reist ins Landesinnere und entdeckt hier nicht nur eine der ältesten Städte Portugals, sondern erfährt im Beinhaus auch die wahre Bedeutung von "andere Länder, andere Sitten".
Spätestens vor den historischen Stadttoren Evoras empfiehlt es sich, den Mietwagen auf einem der kostenfreien Parkplätze stehen zu lassen und zu Fuß durch die gepflasterten Gassen der Königsstadt zu wandern. Das Weltkulturerbe der UNESCO braucht ihr hier nicht lange zu suchen, hinter jeder Ecke springen denkmalgeschützte Relikte und Kulturschätze aus römischer Zeit ins Auge. Gänsehaut garantiert ein schaurig-schöner Besuch der Barockkirche Capela dos Ossos. In dem gespenstischen "Beinhaus" von Evora zieren hunderte menschliche Knochen die Wände bis zur Decke.
Nach einer letzten Souvenirjagd in Evora führt die Fahrt über Lissabon zurück an die Atlantikküste. Nach 130 Kilometern durch die portugiesische Pampa genießt ihr bei einer Mittagspause in Almada nicht nur frischen Fisch aus dem Tejo, sondern auch den Blick auf die malerische Skyline der Landeshauptstadt.
Nach einem köstlichen kulinarischen Abstecher genießt ihr bei der Überfahrt über die Brücke des 25. April malerische Ausblicke auf Lissabon. Auf der 50-minütigen Fahrt nach Ericeira begeistern die portugiesischen Ingenieurskünste auf den Autobahnen A8 und A21, die sich nahtlos in die bergige Landschaft einfügen.
Zwischen malerischen Surfstränden, authentischen Fischlokalen und hippen Surf-Shops trifft Ericeira den Nerv einer ganzen Generation. Von São Lourenço im Norden bis Foz do Lizandro im Süden warten an acht Kilometern Küste sieben Weltklasse-Surfspots auf Profis und alle, die es werden wollen. Seit 1967 die ersten Surferinnen und Surfer in dem kleinen Fischerdorf auf ihre Bretter stiegen, hat sich vieles verändert. Doch wer sich in den frühen Morgenstunden aus dem Bett schwingt, erlebt Ericeira bei einem nebeligen Spaziergang noch wie in den idyllischen 60er Jahren.
Vom Mekka der Surfenden führt die Reise erneut in das Landesinnere. Die Maut lässt sich zwischen Lissabon und Porto kaum umfahren, wer trotzdem nicht so tief in die Tasche greifen möchte, meidet die A8 und wählt stattdessen die Strecke über die E1.
Studierende aus aller Welt zieht es nicht nach Lissabon oder Porto, sondern nach Zentralportugal. Nach zwei Stunden Fahrt durch die blühende Landschaft des Nordens überquert ihr 50 Kilometer entfernt vom Atlantik den Rio Mondego und erblickt schon von weiter Ferne die majestätisch auf dem Hügel Alcáçova thronende Universität von Coimbra.
Während das Straßenbild der schmucken Unterstadt von Händlern bestimmt wird, gehört die Oberstadt den 30.000 Studierenden der ältesten Universität des Landes. Insbesondere die majestätischen Buchreihen der Biblioteca Joanina locken jährlich 200.000 Besucherinnen und Besucher aus aller Welt herbei. Umgeben von den bunt bepinselten Häusern der Unterstadt fasziniert bei einem Spaziergang über den Hügel die Neue Kathedrale Sé Nova im manieristischen Stil. Harry Potter-Fans begeben sich im Mai bei der Queima das Fitas auf eine magische Zeitreise nach Hogwarts. In langen schwarzen Talaren gekleidet zelebrieren die Studierenden den Abschluss ihrer akademischen Laufbahn durch das Verbrennen von bunten Bändern.
Nur noch 130 Kilometer trennen Coimbra von Porto, der quirligen kleinen Schwester Lissabons im Norden Portugals. Mit dem Mietwagen entlang der IC2 spart ihr euch nicht nur die Mautkosten, sondern erreicht die Herkunftsstadt des Portweins auch noch vor dem Mittagessen.
Über eine von vier majestätischen Bogenbrücken erreichen Ankömmlinge das malerische Porto und lassen dabei zunächst die Portweinhochburg Vila Nova de Gaia am Südufer des Douro Flusses hinter sich. Duftendes Francesinha Toast, unzählige Second Hand-Shops und natürlich randvolle Gläser Portwein warten in den nächsten drei Tagen auf reiselustige Genießerinnen und Genießer.
Erst bei einem ziellosen Spaziergang durch die verschlungenen und dicht bewachsenen Gassen des Stadtteils Ribeira entfaltet Porto sein volles Potential. Belebt von einigen Espressos kommen Besucherinnen und Besucher im Bahnhof São Bento beim Anblick der blauen Kachel-Kunstwerke nicht mehr aus dem Staunen heraus. Den faszinierendsten Blick auf das quirlige und kunterbunte Hafennest erfahren Schwindelfreie von der Bogenbrücke Ponte Dom Luis I. aus luftiger Höhe. Ist der Douro überquert prägen urige Portwein-Kellereien und antike Transportboote das Stadtbild von Vila Nova da Gaia. Traditionell abseits der Touristenpfade endet die Rundreise bei einer aufschlussreichen Führung samt Portweinprobe im Familienbetrieb Augusto's fernab der Massen bei Sandeman.
Nach zwei Wochen Fahrt vorbei an historischen Königsresidenzen, traditionellen Studentenstädten und hippen Surfstränden führt der letzte Weg mit dem Mietwagen zum zwölf Kilometer entfernten Flughafen im Norden Portos.