Die Kykladen – das ist eine Gruppe von über 30 Inseln in der südlichen Ägäis. Entdeckt beim Inselhopping neben den bekannten Namen auch den einen oder anderen Geheimtipp und lasst euch vom Charme der griechischen Inselwelt verzaubern.
Um eines gleich zu Beginn klarzustellen: Das "anti" im Namen von Antiparos steht für "vor" und nicht für "gegen". Denn die Miniinsel liegt direkt vor Paros und ist von dessen Hafen in Pounda mit der Fähre in nur 15 Minuten erreicht. Das Highlight auf Antiparos ist nicht einmal die Tatsache, dass Tom Hanks hier ein Häuschen hat und man ihm also theoretisch über den Weg laufen könnte – es sind vielmehr die naturbelassenen, ruhigen Strände und die traditionellen Tavernen, welche die zahlreichen Stammgäste von Antiparos begeistern. Nicht selten gesellen sich die freundlichen Bewohnerinnen und Bewohner, denen die Gelassenheit ins Gesicht geschrieben steht, auf einen Plausch mit an den Tisch. Antiparos ist im Frühjahr und Herbst das erklärte Ziel von Naturliebhabeinnen und Naturliebhabern und Fans des Nacktbadens. So klein, dass der Mietwagen hier getrost gegen ein Fahrrad ausgetauscht werden kann, eignet sich Antiparos ideal für aktive Reisende.
Einen Ausflug wert ist vor allem die berühmte Höhle von Antiparos, wo eine Treppe vorbei an eindrucksvollen Stalagmiten und Stalaktiten tief in den Fels hinunterführt. Zurück aus dem Dunklen der Höhle, wartet die unaufgeregte, bäuerliche Landschaft mit ihren Schafherden und sanften Hügeln darauf, erkundet zu werden. In der kleinen Inselhauptstadt Antiparos herrscht eine angenehme Stimmung und die authentischen Tavernen laden, ebenso wie die charmanten Unterkünfte, zum Längerbleiben ein.
Um von Antiparos nach Santorin – oder überhaupt irgendwohin zu gelangen – nehmen Reisende zunächst die Fähre zurück nach Paros. Im Anschluss verbringen Urlauberinnen und Urlauber etwa dreieinhalb Stunden auf dem Wasser, bis der Anblick von Thira die Passagiere auf das Oberdeck lockt. Die meisten staunen nicht schlecht, ob der 300 Meter hohen Calderawand, die sich dem Betrachter zwischen der glitzernden Ägäis und der strahlend weißen Klippenstadt auftut. Am Hafen warten bereits zahlreiche Mietwagenanbieter. Die Insel verlangt geradezu nach einem fahrbaren Untersatz, wenn man nicht viel Zeit übrig hat. Denn die Busse nehmen die Fahrpläne eher als grobe Richtlinie denn als Vorgabe.
Santorin ist der Star der Kykladen – und das zurecht. Keine andere kann mit solchen Klippenstädten aufwarten. Aktive Reisende wandern den aussichtsreichen Klippenweg zwischen Oía im Norden und der Hauptstadt Thira (Fira), lassen den Mietwagen aber in einer der beiden Städte stehen. Etwas ursprünglicher und weit weniger überlaufen zeigen sich die Dörfer im Süden sowie Osten von Santorin.
Beispielsweise Emporio mit seiner historischen Festungsaltstadt oder Pyrgos, ein blau-weißes Idyll am Fuße des Berges Messa Vouno. Auch diese beiden Dörfer sind über einen wunderschönen Wanderweg miteinander verbunden. Beide bieten – ebenso wie andere unscheinbare Dörfer im Landesinneren – traditionelle Tavernen mit griechischen Normalpreisen. Denn in den touristischen Orten von Santorin kostet die Lage meist extra. Die schwarzen Strände von Kamala und Perissa sowie der FKK-Strand Vilchada bieten sich für eine Abkühlung in traumhafter Natur an, während die umliegenden Weingüter zu Verkostungen laden.
Etwa drei Stunden benötigt die Autofähre von Thira nach Heraklion, der charmanten kretischen Hauptstadt. Die größte der griechischen Inseln gehört zwar nicht zu den Kykladen, bietet sich aber nach einem Besuchs Santorins für einen längeren Aufenthalt und eine ganz eigene Rundreise an. Den passenden Leihwagen gibt es hier direkt am Hafen. Kreta ist so vielfältig wie groß: Von verschlafenen Dörfern und Tavernen im Süden und Osten bis zu lebhaften All-inclusive-Ferienanlagen im Norden sowie von naturbelassenen und menschenleeren Kiesstränden bis zu verträumten Altstädten und weitläufigen Hochebenen reicht der Facettenreichtum Kretas. Hier kommen Natur- und Strandliebhaberinnen und -liebhaber ebenso auf ihre Kosten wie Ruhesuchende, Aktive oder Verliebte.
Bei zahlreichen Attraktionen weiß man gar nicht, wo man anfangen soll. Die Altstadt von Rethymnon ist aber auf jeden Fall einen Ausflug wert: Durch die romantischen Gassen der multikulturellen und geschichtsträchtigen Stadt zu laufen, stimmt bestens auf den ganz besonderen Charme Kretas ein. Doch auch der Traumstrand von Elafonissi oder die Küstenorte Paleochora und Ierapetra dürfen im Kreta-Urlaub nicht fehlen. Bei Wanderinnen und Wanderern beliebt sind zudem die Schlucht von Anidri und die Samaria-Schlucht.
Sollte der Urlaub auf den Kykladen nun hier enden, nutzen Reisende das gut ausgebaute Streckennetz zahlreicher Airlines, um von Irakleo (HER) nach Deutschland zu fliegen. Ansonsten geht es per Fähre oder Inlandsflug zurück nach Athen. Vom Flughafen Athen Eleftherios-Venizelos (ATH) gibt es unzählige Verbindungen in viele deutsche Städte.