Der Tucson International Airport (TUS) liegt nur wenige Kilometer südlich des Stadtzentrums und ist hervorragend an das städtische Straßennetz angebunden. Jedoch bietet keine der dort operierenden Airlines Direktverbindungen nach Übersee an. Daher ist es empfehlenswert, einen Zwischenstopp in San Francisco, Los Angeles oder Phoenix einzulegen. Um vom Flughafen Tucson in die Stadt zu gelangen, nutzen Passagiere am besten eine der sieben Autovermietungen am Terminal. Sie befinden sich in einem eigenen Bereich im östlichen Ankunftsbereich. Von der Gepäckausgabe, Band 7, gibt es einen rollenden Fahrsteig bis zum Ticket-Bereich. Hier müssen Mietwagen-Kunden nur noch die Schwelle östlich des United Airlines-Ticket-Schalters hinunter gehen und befinden sich bei den Autovermietern.
Die zwei wichtigsten Verbindungen nach Tucson sind die Interstates 10 und 19. Die I-10 führt von Phoenix über Tucson nach Las Cruces in der Nähe von El Paso. Über die I-19 gelangen Autofahrer Richtung Süden an die mexikanische Grenze in Nogales. Darüber hinaus gibt es mehrere State Routes, die den europäischen Landstraßen ähneln. Die SR 86 führt etwa nach Westen in die Wüste zum Kitt Peak, während die SR 77 zum Oro Valley nach Norden weist.
Die unendliche Weite Arizonas ist mehr als eine Einladung, mit dem Leihwagen die Region zu erkunden. Doch dabei sollten sich Reisende gut vorbereiten, denn wer in der Wüste die Orientierung verliert, kann schnell Probleme bekommen. Da passt es hervorragend, dass Tucson von einem gut erschlossenen und organisierten Naturschutzgebiet umgeben ist. Eine große Vielfalt an Lebensräumen mit zahlreichen Pflanzen- und Tierarten können Besucher im seit 1933 als National Monument geschützten Saguaro-Nationalpark entdecken. Dieser erstreckt sich auf einer 37.000 Hektar großen Fläche, die sich in einen östlichen und westlichen Abschnitt teilt und in nur wenigen Kilometern von der Stadt aus mit dem Leihwagen zu erreichen ist. In beiden gibt es jeweils Informationszentren. Mesquite-Sträucher, Pumas und wie abgestorben wirkende Stämme, die zarte rote Blüten tragen, faszinieren immer wieder Besucher.
Ebenfalls empfehlenswert ist eine Tour mit dem Mietwagen ins Pusch Ridge Wilderness-Gebiet der Sanata Catalina-Berge nördlich von Tucson. Pusch Ridge, benannt nach einem bekannten Farmer, ist einer der letzten Orte in Arizona, an dem noch Wüstendickhornschafe leben. Über die State Route 77 Richtung Norden fahren Interessierte bis zum Oro Valley. Neben kräftigen Kakteen und tierischen Überlebenskünstlern hat die Wüste aber noch ein wahres "High"-Light zu bieten: Das Kitt Peak National Observatory beheimatet die größte Sammlung von Teleskopen auf der Nordhalbkugel! Auf über 2.000 Metern steht das astronomische Beobachtungszentrum unter sternenklarem Himmel und bietet Besuchern sowohl tagsüber als auch nachts besondere Touren an. Über die State Route geht es knapp anderthalb Stunden in westliche Richtung, bis ein grünes Schild Autofahrer nach links weist.