An warmen Tagen zieht es alle Welt an die Küsten. Die meisten fahren zum Strandbad von Cabourg, welches mit seiner königlichen Promenadenfront und seinem weiten Strand trotz des Tourismus einen mondänen Charme versprüht. Die entspannteste Strecke mit dem Leihwagen führt über die D513 gen Norden. Wesentlich ruhiger und ein sehr besonderer Ort ist das etwas weiter westlich gelegene Arromanches. Das kleine Dorf liegt in einer weiten Bucht, umschlossen von sandsteinfarbenen Steilküsten und weiten Wiesen. Ein alter Bunker, Friedhöfe und diverse Gedenkstätten erinnern an den legendären D-Day, an dem die Alliierten im 2. Weltkrieg zum ersten Mal französischen Boden betraten.
Einmal am Meer angelangt, lohnt sich ein Abstecher ins östlich gelegene Hafenstädtchen Honfleur. Dieser geschichtsträchtige Ort wirkt fast surreal oder, besser gesagt, wie ein einziges mittelalterliches Museum. Am Hafen liegen uralte Segelboote, kleine Fachwerkhäuschen beherbergen liebevoll gestaltete kleine Cafés und die etwas windschiefe Architektur erinnert an alte Märchen. Und ganz im Sinne französischer Esskultur sitzen Reisende am Wasser, essen Galette und trinken Cider. Die Liste an attraktiven Städten und Sehenswürdigkeiten der Normandie ist endlos.
Urlauber, die einiges an Zeit haben und ihren Mietwagen sinnvoll nutzen wollen, sollten auf jeden Fall die Altstadt von Rouen und den Samstagsmarkt von Bayeux besichtigen. Abseits des städtischen Lebens ist es nahezu schon die Pflicht eines jeden Besuchers, in der Normandie die träumerischen Gärten Monets zu besuchen. Wo heute Menschen aus aller Welt umherspazieren, studierte einst der Begründer des Impressionismus die Farbnuancen seiner geliebten Seerosen, rauchte Pfeife und betrachtete den Wind in den Wolken.