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10 Tipps für den perfekten Roadtrip

Road Trip: Cabrio - Sonnenuntrgang

Ihr wollt eine der schönsten Routen der Welt oder euer Urlaubsland auf einer ausgiebigen Rundreise erkunden? Dann solltet ihr euch kurz ein paar Gedanken machen, bevor ihr losfahrt. Denn jede noch so schöne oder spektakuläre Route kann zum grandiosen Fiasko werden, wenn die Vorbereitung nicht stimmt. Damit ihr euren Roadtrip in vollen Zügen genießen könnt, haben wir zehn unverzichtbare Tipps für euch.t

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Rechnen lohnt sich

Eigenes Auto oder Mietwagen
Spanien: Kanaren - Teneriffa - Strasse

Wollt ihr auf der Route 66 durch die USA cruisen oder das australische Outback erkunden, stellt sich die Frage meist nicht, doch bei Reisen innerhalb Europas wirkt die Fahrt mit dem eigenen Auto auf viele zunächst verlockend. Immerhin spart man viel Geld, für Flugtickets oder einen Mietwagen, und muss die Spritkosten berappen.

Doch Vorsicht: Das ist meist eine Milchmädchenrechnung. Denn neben den offensichtlichen Posten wie Kraftstoff und Mautgebühren gehen Tausende Kilometer lange (Tor-)Touren eurem Wagen gehörig auf die Substanz. Verschleißteile werden extrem beansprucht und mit jedem gefahrenen Kilometer sinkt auch der Wert eures Autos. Inklusive Kraftstoff kommt der ADAC dabei auf Kosten von circa 40 bis 60 Cent pro Kilometer.


Beispielrechnung für -eine Reise von Frankfurt nach Kroatien
 

      Mit dem eigenen Auto

  • Strecke: 1.145 km + 500 km vor Ort
  • An- und Abreisezeit: 24 Stunden (je ca. 12 Stunden)
  • Kosten: 0,40 Cent/km + Maut (Österreich 25,90 €, Slowenien 30 €, Kroatien 16 €)
  • Summe: 1116 € + 71,90 € = 1.187,90 €

     

    Mit Flug und Mietwagen

  • Strecke: 1.145 km + 500 km vor Ort
  • An- und Abreisezeit: 3 Stunden (je ca. 90 Minuten)
  • Kosten: Flugtickets, Mietwagen für eine Wochen, Benzin vor Ort
  • Summe: 370 € + 44 € + 55 € = 469 €
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Gut schlafen

Hotel, Zelt oder Auto?
Road Trip: Schlafen - Kofferraum

Es klingt total banal, doch von der Frage wie ihr übernachten wollt, hängt sowohl die Wahl des Fahrzeugs als auch des Reiselands ab! Denn nicht überall dürft ihr einfach eure Zelte aufschlagen oder im Fahrzeug übernachten. Die Regelungen sind von Land zu Land verschieden und häufig etwas undurchsichtig. Komplett frei steht einem die Wahl des Schlafplatzes in Europa fast nirgendwo mehr. Zudem gibt es Unterschiede, ob ihr mit eurem Fahrzeug nur eine Nacht irgendwo steht oder mehrere Tage dort kampiert.


Wo könnt ihr wild Campen und wo nicht?
Road Trip: Übersicht Wildes campen© CHECK24
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Es muss passen

Das richtige Auto wählen
Mietwagen: Verschiedene Autos

Nachdem ihr geklärt habt, wo und vor allem wie ihr übernachten wollt, solltet ihr genau festmachen, welches Auto für eure Pläne das richtige ist. Wollt ihr nur Tagesausflüge unternehmen, allein oder zu zweit von Hotel zu Hotel fahren, dann reicht auch ein Kleinwagen aus. Je nach Gepäckmenge könnt ihr auch problemlos ein Cabrio mieten. (Hier sind die besten Tipps rund ums Oben-ohne-Fahren). Habt Ihr jedoch viel Gepäck oder seid drei oder mehr Personen, bietet sich mindestens ein Kombi der Kompaktklasse (z.B. Ford Focus oder VW Golf) oder ein mittelgroßes SUV (z.B. Nissan Qashqai oder Ford Kuga) an. Auch Camper sollten auf ausreichend Stauraum für Zelte, Schlafsäcke und Ähnliches achten. Wollt ihr im Wagen schlafen, ist meist ein Mittelklassewagen die beste Wahl, damit ihr hinten drin bequem liegen und vorne das ganze Gepäck verstauen könnt.

Achtet bei eurer Wahl (wenn möglich) auf einen Kombi, bei dem sich die Rücksitzbank zu einer ebenen Ladefläche umklappen lässt. Denn nichts ist unangenehmer, als die ganze Nacht eine Kante im Kreuz zu spüren. Zudem sollte zwischen Kofferraum und Rücksitz(lehne) keine größere Lücke sein. Bestens geeignet sind unter anderem der Ford Mondeo Turnier (’13) oder der Hyundai Grand Santa Fe. Könnt ihr kein konkretes Modell reservieren, hinterlegt einen Fahrzeugwunsch bereits bei der Buchung, fragt telefonisch oder am Schalter bei der Abholung nach.

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Grenzenloser Spaß

Regeln für Fahrten ins Ausland beachten
Mietwagen: Cabrio - Sitzen

Wollt ihr mit einem Mietwagen auf große Fahrt durch mehrere Länder gehen, solltet ihr die Mietbedingungen der Anbieter vorher prüfen. Denn nicht Jeder erlaubt, dass die Leihfahrzeuge auch im Ausland benutzt werden. Innerhalb der EU solltet ihr mit den meisten Fahrzeugen keinerlei Probleme haben. Nur besonders teure Autos – wie Sportwagen oder Luxuslimousinen – unterliegen oft Beschränkungen. Diese beziehen sich meist auf Osteuropa. In den USA sind Fahrten nach Mexiko fast immer ausgeschlossen oder erfordern eine Zusatzversicherung. Ignoriert ihr diese Verbote, kann es schnell teuer werden. Ihr verliert nämlich nicht nur jeglichen Versicherungsschutz, sondern der Anbieter darf euren Mietvertrag dann auch fristlos kündigen, den Wagen vor Ort einziehen und die Kaution als Schadensersatz einbehalten. Fragt also besser vorher beim Vermieter nach, auch wenn ihr nur sehr kurze Auslandsaufenthalte plant. Etwa, wenn ihr auf eurer Andalusien Rundreise auch Gibraltar besuchen wollt, oder beim Urlaub an der Côte d’Azur in Frankreich einen Tagesausflug ins italienische San Remo plant.

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So weit die Räder tragen

Auf die Freikilometer achten
USA: Utha - Monument Valley

Achtet bei der Buchung eines Mietwagens unbedingt auf die Freikilometer, die im Angebot bereits enthalten sind. Während bei einem Pauschalurlaub mit festem Hotel 400 bis 750 Kilometer mehr als genug für Ausflüge in die Region sind, bekommt ihr bei längeren Roadtrips hier deutlich mehr zusammen. Allein die Tour von San Francisco nach Los Angeles beträgt schon 730 Kilometer. Auf einer Rundreise zu den größten Städten Andalusiens müsst ihr bereits 1014 Kilometer zurücklegen und wer eine Tour rund um Island plant, hat eine 1.300 Kilometer lange Fahrt vor sich. Wer hier mit Kilometerlimit losfährt, muss schnell horrende Zusatzgebühren fürchten. Jeden Kilometer, den ihr über das Limit hinaus fahrt, berechnen euch die Anbieter mit stolzen 40 bis 50 Cent. Bei 600 Freikilometern und einer Route von 1.300 Kilometern kommen bereits Kosten von 280 bis 350 Euro auf euch zu!

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Spritpreise prüfen

Lohnt sich ein Diesel?
Sonstiges: Auto - Tankstelle

Eine alte Faustregel besagt: Wer viel fährt, kauft einen Diesel. Dies hat zwei Gründe. Zum einen waren – spätestens mit der Einführung des Turbodiesels (TDI) – die Selbstzünder tatsächlich deutlich sparsamer als Benzinmodelle. Doch seit auch beim Benziner moderne Turbomotoren zum Alltag gehören, unterscheidet sich der Verbrauch von Diesel und Benzinern nur noch marginal. Bei Reisen im Ausland kommt hinzu, dass dort der Diesel oftmals nicht steuerlich begünstigt wird, wie in Deutschland. Während hierzulande pro Liter Benzin nämlich 65,45 Cent Mineralölsteuer fällig werden, verlangt der Staat beim Diesel nur 47,04 Cent. Wenn ihre eine längere Tour vor euch habt, solltet ihr also nicht blind die Option „Diesel“ anklicken. Prüft vielmehr, wie hoch die Mehrkosten sind, und stellt dem die Spritpreise vor Ort gegenüber. In Großbritannien oder der Schweiz ist der Diesel häufig sogar teurer als Benzin. In anderen Staaten fällt der Unterschied verschwindend gering aus, darunter zählen Bulgarien, Kannada, Schweden oder auch Zypern.

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Vorsicht Fallen

Mit den Verkehrsregeln vertraut machen
Road Trip: Polizist Verkehrskontrolle

Habt ihr die Wahl des perfekten Mietwagens für euren Roadtrip endlich hinter euch, solltet ihr als nächstes die Verkehrsregeln studieren. Achtet bei langen Touren über Landesgrenzen hinweg darauf, dass ihr euch mit allen Regeln vertraut macht. Wichtige Fragen, die zu klären wären, sind:

  • Wie hoch liegt das Tempolimit innerorts, auf Landstraßen oder Autobahnen?
  • Gibt es Mautstraßen?
  • Herrscht Warnwestenpflicht?
  • Wie sind die Notrufnummern?
  • Gibt es eine Winterreifenpflicht?
  • Wie hoch ist die Promillegrenze?

Die meisten dieser Informationen findet ihr auf den Mietwagenseiten von CHECK24 zu den einzelnen Ländern, etwa für Italien, Spanien oder die USA.

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Die Frage nach dem Lappen

Nationaler oder auch Internationaler Führerschein?
Road Trip: Frau - Auto- Schlüssel

Vergesst vor Reiseantritt nicht zu prüfen, ob ihr einen Internationalen Führerschein benötigt, den ihr bei der örtlichen Führerscheinstelle und den Straßenverkehrsämtern für 15 bis 20 Euro beantragen könnt. In den meisten  europäischen Ländern reicht eure Fahrerlaubnis im Scheckkarten-Format. Häufig (aber eben nicht immer) werden auch ältere „Lappen“ akzeptiert. In einigen wenigen Ländern wie Albanien, Moldawien, Russland und der Ukraine wird jedoch das zusätzliche Mitführen eines Internationalen Führerscheins empfohlen. Dieser ist übrigens generell nur ein Zusatzdokument und nur in Verbindung eurer nationalen Fahrerlaubnis gültig. In den USA akzeptieren einige Bundesstaaten den EU-Führerschein, andere nicht (etwa in Georgia). Erforderlich ist die Internationale Fahrerlaubnis in Australien, Neuseeland, Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika sowie einigen Karibikinseln wie Barbados.

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Ich packe meinen Kofferraum

Equipment für’s Auto
Sonstiges: Auto - Pause - Picknick

Sind alle Formalitäten erledigt, geht’s ans Packen. Denkt dabei jedoch zuerst an euer Gefährt. Was benötigt ihr auf eurer Reise, um den Mietwagen oder das eigene Auto zum gemütlichen Schlafwagen umzufunktionieren? Eine Matte oder dicke Decke eignet sich hervorragend, um die Liegefläche im Wagen zu polstern. Außerdem könnt ihr diese auf gleich für ein Picknick nutzen. Da es in vielen Ländern nachts empfindlich kalt werden kann, denkt unbedingt an einen gut isolierten Thermo-Schlafsack. Damit eurer Wagen tagsüber von der Sonne in einen Backofen verwandelt wird, empfehlen sich Sonnenblenden oder ein Überzug, der die Scheiben verdeckt. Nachts könnt ihr damit auch für etwas Privatsphäre sorgen. Wenn ihr im Auto Licht, Radio oder Klimaanlage verwendet, solltet ihr für alle Fälle eine Ersatzbatterie einpacken oder zumindest Überbrückungskabel zur Starthilfe dabei haben.

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Nützliches und Notwendiges

Was unbedingt in den Koffer sollte
Road Trip: Auto - Nacht - Sterne - Equipment_GI_625888616

Damit auch ihre eine gute Zeit beim Wildcampen habt, braucht auch ihr das richtige Equipment. Sehr nützlich ist ein Stromadapter für den Zigarettenanzünder. Nutzt diesen jedoch möglichst nur während der Fahrt, damit euch nicht tatsächlich mitten im Nirgendwo der Saft ausgeht und der Wagen nicht mehr startet. Damit ihr euch auch im dunklen im und ums Auto zurechtfindet, sind Taschen- oder Stirnlampen Gold wert. Wer auf eine ständige Verbindung in die Außenwelt nicht verzichten will, kann einen Mifi-Router kaufen. Diesen einfach mit einer (im Idealfall nationalen) SIM-Karte füttern und die Internetverbindung per WLAN mit allen teilen.

Zu guter Letzt gehört auch immer etwas Proviant in euren Road-Trip-Wagen. Je nach Land und Route könnt ihr ja nicht immer nachkaufen. Zudem seit ihr flexibel und könnt auch spontan einen Stopp einlegen, wenn es euch irgendwo gefällt. Denkt für Verderbliches oder Getränke an eine Kühlbox, zum Erwärmen von Speisen ist ein Campingkocher ideal. Häufig ist es zudem nicht ratsam, Nahrungsmittel außerhalb des Autos aufzubewahren. Gerade in den Wäldern Skandinaviens, der USA oder Kanadas, lockt dies gerne Mal einen hungrigen Bären an.

Hinweis: CHECK24 übernimmt keine Garantie für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Die Inhalte unserer Artikel sind sorgfältig und nach bestem Wissen ausgesucht und zusammengestellt. Sie dienen als Inspiration für unsere Leser und stellen Empfehlungen der Redaktion dar.

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Über den Autor

Holger Zehden

Egal ob neue Flugroute, skurrile Verkehrsregeln im Ausland oder Tipps für einen gelungenen Urlaub: Als Online-Redakteur im Reisebereich von CHECK24 bin ich für News und Blogbeiträge rund um die Themen Mietwagen, Urlaub, Flug und Hotel verantwortlich. Da ich privat wie beruflich bereits kreuz und quer durch Europa und die Welt reisen durfte, kann ich vieles aus persönlicher Erfahrung berichten.