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10 Tipps für lange Autofahrten

Südafrika: Einsame Straße - Emotion

Egal, ob von Deutschland aus ans Mittelmeer oder im Urlaubsland auf große Fahrt entlang der schönsten Straßen der Welt: Lange Touren mit dem Mietwagen können die Nerven aller Urlauber auf eine harte Probe stellen. Doch das muss nicht so sein. Wir haben für euch zehn nützliche Tipps, mit denen selbst die längste Autoreise zu einem großen Spaß wird!

01

Planung ist die halbe Miete

Route, Maut, Verkehrsregeln
Sonstiges: Handy - Karte

Kaum zu glauben, aber die Frage, ob euer nächster Road-Trip ein Fest oder Fiasko wird, entscheidet sich schon weit vor Reisebeginn. Denn wie bei so vielem im Leben ist Planung alles. Denn bevor ihr alle Sehenswürdigkeiten und vor allem „Geheimtipps“ im Urlaubsland auf eure Route setzt, solltet ihr folgende Punkte beachten:


  • Wird auf Streckenteile Maut fällig?
  • Wie schnell darf ich im Ausland fahren?
  • Kann ich diese bereits im Voraus bezahlen?
  • Gibt es (halbwegs) gut ausgebaute Straßen?
  • Wie weit komme ich an einem Tag?
  • Prüft bei der Angebitssuche auch die Bewertungen der einzelnen Anbieter
  • Wo könnte man eine Rast bzw. Übernachtung einlegen?  
  • Gibt es entlang der Route Sehenswürdigkeiten?

Wenn ihr diese Fragen vorher klärt, bleiben böse Überraschungen aus.

Tipp: Plant bereits den Weg als Teil des Urlaubs ein, und reißt nicht stur Hunderte Kilometer ab. Prüft hingegen, ob es entlang der Strecke bereits sehenswerte Orte gibt. Recherchiert zudem die Spritpreise im Urlaubsland und ob sich der Aufpreis für einen Diesel-Mietwagen lohnt.


02

Nicht reisen, wie die Ölsardinen

Das richtige Auto wählen
Sonstiges: Kleines - Auto - Gepaeck

Steht die Route fest, solltet ihr unbedingt das richtige Auto für die Reise wählen. Natürlich will niemand zu viel Geld ausgeben, doch eine Reise über Hunderte oder gar Tausende Kilometer im bis unters Dach vollbepackten Kleinwagen geht schnell an die Substanz. Wer ein paar Euro mehr in ein größeres Fahrzeug investiert, reist am Ende deutlich entspannter und hat mehr vom Urlaub. Bei CHECK24 ist das ganz einfach möglich; hier könnt ihr die Klasse bei der Mietwagenbuchung einfach auswählen

Achtung: Eine Fahrt mit dem Cabrio entlang der Küste ist zwar etwas Feines, bedenkt aber, dass die offenen Autos sowohl auf der Rückbank als auch (vor allem) im Kofferraum deutlich weniger Platz bieten als herkömmliche Fahrzeuge.


03

Stunden- statt Sekundenschlaf

Gut ausgeruht starten
Sonstiges: Fahrer - Muede

Banal aber besonders wichtig: Schlaft euch vor eurer Reise gut aus. Im Idealfall startet ihr auch in den Morgenstunden, wenn der Körper am fittesten ist, und vermeidet Nachtfahrten. Doch egal wann ihr letztendlich startet, der Fahrzeugführer muss vorher ausreichend Schlaf bekommen haben und auf keinen Fall übermüdet fahren. Eine Pause einlegen solltet ihr, sobald ihr eines der folgenden Symptome bemerkt, mit denen euch euer Körper mitteilt, dass er genug hat:


  • Brennende Augen und schwere Lider
  • Häufiges Blinzeln und Gähnen
  • Plötzliches Frösteln bei gleichbleibender Temperatur
  • Konzentrationsprobleme, Tagträumerei
  • Zunehmend schlechte Laune
  • Innere Unruhe, Drang zu Bewegung

Wenn ihr Schwierigkeiten habt die Spur zu halten, oder ihr erschreckt, weil ihr den Verkehr nicht mehr wahrgenommen habt (Sekundenschlaf!), ist es eigentlich schon zu spät! Dann heist es sofort anhalten und ausruhen! Wer alleine unterwegs ist und unbedingt weiter muss, kann mit einem 30-minütigen Powernap wieder etwas Kraft tanken. Längere Schläfchen sind hingegen weniger ratsam.


04

Im Team fährt sich’s leichter

Zusatzfahrer buchen und Schlafequipment mitnehmen
Sonstiges: Auto - Frauen - Fahrer

Die bessere Lösung ist natürlich ein Fahrerwechsel. Dies solltet ihr übrigens bereits bei der Buchung eures Mietwagens berücksichtigen. Denn während einige Anbieter pro zusätzlichen Fahrer Geld verlangen, gibt es auch viele Angebote, bei denen ein zweiter Steuermann (oder Steuerfrau) bereits inbegriffen ist. Hierfür gibt es bei CHECK24 sogar einen eigenen Filter.

Mann mit Ostrich Pillow am Flughafen© Studio Banana
Perfekt für ein Nickerchen zwischendurch, egal ob am Flughafen oder im Auto

Achtung: Unbedingt darauf achten, dass sich auch nur eingetragene Fahrer tatsächlich hinters Steuer setzen. Fährt jemand anderes den Wagen und es geschieht ein Unfall, droht euch der Verlust des Versicherungsschutzes!

Der Fahrer, der gerade Pause macht, sollte diese wirklich zum Entspannen nutzen. Packt dafür am besten ein Nackenkissen (wie im Flieger), eine Schlafmaske und Ohrenstöpsel ein. So könnt ihr ein wenig ruhen, und der Rest im Wagen muss nicht schweigend danebensitzen.

Tipp: Mit dem sogenannten Ostrich Pillow habt ihr einen mobilen Ruheraum für unterwegs!


05

Keinen K.O.-Schlag vom Handy riskieren

Auto richtig packen, Ladung sichern
Sonstiges: Auto - Kofferraum - Gepeack - Kinder

Nicht nur der Koffer, auch das Auto will richtig gepackt werden. Achtet darauf, dass euer Mietwagen groß genug ist, dass sämtliches Gepäck in den Kofferraum passt. So müsst ihr zum einen nicht vollkommen verkrampft zwischen Taschen und Koffern sitzen, zum anderen ist das auch deutlich sicherer. Denn bereits bei 50 km/h entwickeln nach vorne schnellende Gegenstände und Gepäckstücke das 25-Fache ihres Eigengewichts! Ein herumfliegendes Smartphone (ca. 130 Gramm) trifft euch damit bereits mit einer Wucht von mehr als drei Kilo, also mehr als zwei volle 1,5-Liter-Flaschen Wasser! Autsch! Was ein ungesicherter 20-Kilo-Koffer anrichtet, könnt ihr euch entsprechend ausmalen.

Schweres Gepäck gehört also ganz nach unten, alle anderen Dinge sollten ebenfalls ordentlich verstaut werden, wenn sie nicht gebraucht werden. Bei Kombis darf der Kofferraum daher auch maximal bis zur Oberkante der Rücksitze beladen werden. Sie dienen nämlich im Fall der Fälle als Schutz. Wer doch höher stapeln will, muss ein Gepäcknetz installieren. Diese gibt es häufig als Standardzubehör für viele Fahrzeuge.


06

Kühl und trocken statt heiß und klebrig

Snacks und Getränke
Sonstiges: Auto - Pause - Essen

Während es an deutschen Autobahnen reichlich Möglichkeiten zum Einkehren gibt, ist das nicht in jedem Land gegeben. Zudem gehen Menüs bei Raststätten und Fast-Food-Tempeln schnell ins Geld. Eine gute Alternative sind da Snacks von Zuhause! Doch packt nicht irgendetwas ein, denn zu schweres Essen liegt bei langem Sitzen besonders schwer im Magen.

Für den großen Hunger sind belegte Brote ideal, wobei Vollkorn- und Schwarzbrote besser sättigen als Brötchen und Weißbrot. Auch Obst ist natürlich TOP, dieses jedoch nicht vorher schneiden, denn die eigene Schale hält am längsten frisch. Achtet generell darauf, dass eure Lebensmittel ein paar Stunden im (warmen) Auto verkraften. Auf Joghurt oder Weichkäse sollte daher verzichtet werden. In warmen Ländern empfiehlt sich die Mitnahme einer Kühlbox. Hier könnt ihr außerdem eure Getränke kalt lagern.

Diese sollten in ausreichendem Maß vorhanden sein. Tut euch jedoch selbst einen Gefallen und packt für die Fahrt möglichst Wasser mit weniger oder gar keiner Kohlensäure ein und keine zuckersüßen Drinks. Nicht (unbedingt) aufgrund des Gesundheitsaspekts, vielmehr versaut euch eine überschäumende Limo-, Cola oder gar Bierflasche den ganzen Wagen und damit auch oft die ganze Fahrt.


07

Unterhaltung für Groß und Klein

Spiele und Unterhaltungselektronik
Sonstiges: Kind mit Tablet im Auto

Auch wenn die Natur einer eure Gründe für euren Road-Trip ist, solltet ihr euch Alternativen zum Rausgucken überlegen. Das gilt übrigens nicht nur für Kinder. Neben Klassikern wie Nummernschilder-Raten und „Ich sehe was, was du nicht siehst“ können sich Erwachsene die Zeit beim Filmzitat- oder Songtextraten vertreiben. Witzig sind auch sogenannte Black Storys. Hier stellt ein Mitfahrer die Umstände eines rätselhaften Todesfalls und der Rest muss durch Ja/Nein-Fragen erraten, was passiert ist. Wer sich die Story nicht selbst ausdenken will, kann im Vorfeld auch Bücher mit vorgefertigten Geschichten kaufen oder diese im Internet ergoogeln.

Für Jung und Alt gleichermaßen interessant sind Filme, Musik und Videospiele. Diese können im Zeitalter von Tablets und Smartphones problemlos auch im Auto genossen werden. Für längere Strecken solltet ihr jedoch Ersatzbatterien, Powerbanks oder ein USB-Ladekabel für den Zigarettenanzünder einpacken. Wer mit Kids reist, kann kleine Magnet- oder Kartenspiele einpacken. Doch auch Papier und Stifte sorgen für Stunden der Unterhaltung, etwa beim Malen, Käsekästchen oder Stadt, Land, Fluss spielen. Klassische Bücher oder Kuscheltiere können ebenfalls kleine Lebensretter sein.


08

Der Weg ist das Ziel

Pausen einplanen
Sonstiges: Auto - Pause - Strand

Egal, wie gut ihr euren Trip geplant und das Auto hergerichtet habt, regelmäßige Pausen sind unerlässlich. Dabei sollte es nicht nur um Toilettengänge gehen, kombiniert die Stopps vielmehr mit etwas Bewegung. Geht ein wenig spazieren und macht ein paar Dehnübungen. Das lockert nicht nur die durchs lange Sitzen verspannten Muskeln, es regt auch den Kreislauf an und beugt aufkommender Müdigkeit vor.


09

In der Ruhe liegt die Kraft ... und Geld!

Defensiver Fahrstil schont Reisekasse und Nerven
Sonstiges: Auto - Entspannt - Fahren

Urlaubszeit ist leider auch häufig Stauzeit. Durch eine clevere Wahl der Route und des Abfahrtzeitpunkts könnte ihr zwar vielen Problemen aus dem Weg gehen, doch dichter Verkehr, nervige Schleicher und notorische Drängler lassen sich nie gänzlich vermeiden. Doch statt sich wie üblich über die Dummheit der anderen und die dadurch vergeudete Zeit aufzuregen, solltet ihr es auf der Urlaubsfahrt einfach locker angehen. Das gilt übrigens ganz besonders, wenn ihr im Urlaubsland das erste Mal im Linksverkehr unterwegs seid! Ohne Terminstress ist es doch egal, wenn ihr zwanzig Minuten später ankommt! Genießt stattdessen die Aussicht, dreht die Musik im Radio auf und cruist entspannt durch die Lande.

Durch den defensiven Fahrstil schont ihr nicht nur eure Nerven (und die aller Mitfahrenden) sondern auch gleichzeitig euren Geldbeutel. Denn wer möglichst gleichmäßig und mit konstanter Geschwindigkeit fährt, verbraucht viel weniger Benzin als bei dauerndem Beschleunigen und Bremsen (Vollgasfahrten natürlich ausgenommen).


10

Nichts wie raus!?

Vorab um Parkplatz am Ziel kümmern
Spanien: Parkverbot

Ihr seid endlich am Ziel eurer Reise angekommen, Hotel, Strand und Meer liegen euch zu Füßen, doch wohin mit dem fahrbaren Untersatz? Damit nach gut überstandener Fahrt nicht die Ankunft in totalem Stress ausartet, solltet ihr euch vorher über Parkmöglichkeiten informieren. Gibt es am Hotel Stellplätze und was kosten diese? Gibt es in der Umgebung eventuell öffentliche Möglichkeiten, das Auto abzustellen, von denen ihr zum Hotel laufen oder mit dem Bus fahren könnt. Wollt ihr das Auto einfach in einer Seitenstraße abstellen, solltet ihr euch vorher mit den Parkregelungen im jeweiligen Urlaubsland vertraut machen. Recherchiert dabei auch unbedingt, ob die Region, in der ihr parkt, auch sicher ist. Erfragt das notfalls an der Hotelrezeption. Lasst zudem grundsätzlich nichts – und damit meinen wir wirklich überhaupt NICHTS – offen sichtbar im Auto liegen. Selbst in Deutschland gab es schon Fälle, das Scheiben für ein wenig Wechselgeld in der Mittelkonsole oder eine Schwarzwälder Kirschtorte auf dem Beifahrersitz (true story!) eingeschlagen wurden.


Hinweis: CHECK24 übernimmt keine Garantie für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Die Inhalte unserer Artikel sind sorgfältig und nach bestem Wissen ausgesucht und zusammengestellt. Sie dienen als Inspiration für unsere Leser und stellen Empfehlungen der Redaktion dar.

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Über den Autor

Holger Zehden

Egal ob neue Flugroute, skurrile Verkehrsregeln im Ausland oder Tipps für einen gelungenen Urlaub: Als Online-Redakteur im Reisebereich von CHECK24 bin ich für News und Blogbeiträge rund um die Themen Mietwagen, Urlaub, Flug und Hotel verantwortlich. Da ich privat wie beruflich bereits kreuz und quer durch Europa und die Welt reisen durfte, kann ich vieles aus persönlicher Erfahrung berichten.