Die beste Aussicht über Funchal
Das Straßennetz auf Madeira ist seit den 1990er Jahren sehr gut ausgebaut. Durch die überschaubare Größe von 22 Kilometern Breite und 57 Kilometern Länge können Sie praktisch jeden Ort auf der Insel gemütlich im Rahmen einer Tagestour mit dem Mietwagen besuchen. Fahren Sie zunächst an den nördlichen Stadtrand von Funchal. Vom Aussichtspunkt Pico dos Barcelos haben Sie einen traumhaften Blick über die Metropole, die sich an die Hänge eines in den Fels gehauenen Amphitheaters zu schmiegen scheint.
Der endlose Atlantik am Cabo Girão
Wenn Sie schwindelfrei sind, sollten Sie unbedingt das Cabo Girão besuchen, das mit 580 Metern das höchste Kap ganz Europas ist. Die Aussicht auf den offenen Atlantik sowie das kleine Fischerdöfchen Câmara do Lobos ist einfach atemberaubend. Von dort stechen die Fischer in See, welche den berühmten schwarzen Degenfisch aus etwa 1.000 Metern Tiefe fangen. Als Espada bekannt, zählt der Fisch seit Langem zu den traditionellen Speisen auf Madeira.
Einer der letzten Urwälder Europas
Eine Zeitreise durch die Erdgeschichte erleben Sie bei einem Spaziergang durch den Laurisilva genannten Lorbeerwald, der auch heute noch etwa 20 Prozent der Insel bedeckt. Er spiegelt wider, wie große Teile Europas vor mehr als drei Millionen Jahren ausgesehen haben. Dank des sehr milden Klimas auf Madeira konnte sich die urtümliche Vegetation dort bis heute behaupten. Besonders deutlich wird dies unterhalb des Blätterdachs der dichten Wälder, wo auch bis zu zwei Meter hohe Farne wachsen.