Auf die ungewöhnliche Idee, ein öffentliches Hallenbad im Art-Deco-Stil in ein modernes Kunstmuseum zu verwandeln, können nur die kunstverrückten Franzosen kommen. Sehenswert ist das La Piscine - Musée d’ Art et Industrie allemal, darum schnappen sich alle, die sich nach etwas Ungewöhnlichem im klassischen Frankreich sehnen, einen Mietwagen und besuchen den außergewöhnlichen Kunsttempel aus dem Jahr 1932 im Vorort Roubaix. Raus aus der Industriestadt und rein ins tiefblaue Meer, selbst das ist dank eines Leihwagens möglich. Durch Lilles zentrale Lage erreichen Ausflügler den malerischen Badeort Le Touquet nach nur 127 Kilometern. Bereits im 19. Jahrhundert entdeckten die Franzosen das kleine Naturparadies für sich und schufen mit einem 800 Hektar großen Pinienwald einen natürlichen Rückzugsort für die Städter aus Paris. Neben Flora und Fauna überrascht auch der glanzvolle Architekturmix aus anglo-normannischen, neoklassischen und Art Déco-Bauwerken im Seebad.
52 Kilometer vor den Toren Lilles erwartet Reisende ein Ausflug in die Zeit des Barock. Insbesondere die kunstvollen Häuserfassaden der Plätze Grand’Place und Place des Héros faszinieren jeden Architekturfreund. Auch die flämische Spätgotik des Hôtel de Ville sowie das größte Rock-Pop-Festival Frankreichs Anfang Juli bieten ausreichend Gründe, warum sich Arras gerne mit dem Titel, die schönste Stadt Frankreichs zu sein, schmückt.