Ein echtes Relikt aus dem Mittelalter finden Besucher in Rakvere, etwa 100 Kilometer von Tallinn entfernt. Hier steht die zum Teil restaurierte Ruine der Ordensburg Wesenberg. Das einstige Bollwerk der dänischen Eroberer aus dem 13. Jahrhundert vermittelt heute einen authentischen Eindruck vom Leben in dieser Epoche. Die Burg ist über die E20 mit dem Mietwagen bequem zu erreichen. Ebenfalls in Rakvere steht der furchteinflößende, aber weitgehend ungefährliche Auerochse – eine vier Meter hohe Skulptur aus Bronze.
Auch Naturliebhaber kommen in Estland nicht zu kurz: Sie erwartet zum einen die Fraueninsel Nargen im Norden Tallinns, zum anderen der südlich gelegene Nationalpark Soomaa. Die Insel ist zugleich ein Naturpark mit etlichen Wanderwegen, auf der Besucher nicht nur die grüne Natur bestaunen können, sondern ebenso verschiedene Vogelarten. Darüber hinaus stehen hier der Garten eines dänischen Königs, ein Leuchtturm sowie kleine Dörfer. Von Tallinn aus fahren Boote zu der Insel. Der Nationalpark Soomaa lässt sich derweil mit dem Auto in zwei Stunden über die E67 erreichen. In dem Areal, das sehr beliebt zum Kanu- und Kajakfahren ist, leben zahlreiche Vögel und Tiere wie Elche oder Biber. Aber auch zum Wandern eignet sich das Moorgebiet.
An der Westküste Estlands findet sich die Kleinstadt Haapsalu – das Venedig der Ostsee. Unzählige Bäche und Wasserläufe fließen durch sie hindurch, der Spitzname kommt also nicht von ungefähr. Ohnehin ist der Ort bei Pärchen beliebt, denn auch Jugendstil-Villen und Spas lassen Romantik aufkommen. Einzigartige Souvenirs geben die zu erwerbenden, handgewebten Tücher sowie Wollschals ab. Musikliebhaber sollten außerdem das jährliche Musikfest Pärnu besuchen, das sie über die Route vier in weniger als zwei Stunden erreichen.