In Belgien gilt der EU-Führerschein, weshalb es kein Problem darstellt, mit dem deutschen Führerschein ein Auto zu mieten. Für die Abholung des Mietwagens und die Einreise nach Belgien benötigen Sie zusätzlich Ihren Personalausweis. Einige Autovermietungen bieten Leihwagen bereits Fahrern und Fahrerinnen ab 19 Jahren an. Je höherwertiger die gewünschte Fahrzeugklasse ist, desto höher ist in der Regel auch das Mindestalter. Grundsätzlich müssen Reisende bis zu einem Alter von 25 Jahren mit Jungfahrergebühren rechnen. Wichtig ist es, Warndreieck, Verbandskasten, Feuerlöscher und Warnweste stets dabeizuhaben.
In Belgien fährt man, wie in den Nachbarländern, auf der rechten Seite. Innerorts dürfen höchstens 50 km/h gefahren werden, auf Landstraßen 90 km/h. Auf Schnellstraßen und Autobahnen liegt das Limit bei 120 km/h. Abgesehen von manchen Tunneln gibt es in Belgien keine Maut. Die Symbole der Straßenschilder entsprechen den internationalen Standards und sind für Deutsche sehr gut verständlich. Sehr wichtig ist es, die Promillegrenze von 0,5 zu beachten – bei deren Einhaltung sind die Belgier sehr streng. Belgische Polizisten bestehen bei ausländischen Fahrern oft auf einer Vor-Ort-Zahlung von Bußgeldern. Beim Verlassen des Fahrzeugs auf Autobahnen muss eine Warnweste getragen werden.
Urlauber und Urlauberinnen sind mitunter überrascht von der Geschwindigkeit, die belgische Fahrer an den Tag legen: Wer sich nicht an die erlaubten Höchstgeschwindigkeiten anpasst, wird oft überholt. Ungewohnt ist für viele auch die Beleuchtung der Autobahnen, die jede Nacht eingeschaltet bleibt. Das Parken an Bordsteinen mit gelben Linien ist verboten. Für gebührenfreie Parkzonen ist eine Parkscheibe vonnöten, ansonsten müssen Parktickets gezogen werden. Daneben existieren blaue Kurzzeitparkzonen, in denen eine bestimmte Dauer angegeben ist. Ortsschilder sind oft mehrsprachig, entsprechend der drei Amtssprachen Belgiens: Niederländisch, Französisch und Deutsch.
Der westeuropäische Staat grenzt an Deutschland, Frankreich, die Niederlande und Luxemburg. Eine Fahrt mit dem Mietwagen von Belgien in die Nachbarländer ist bei den meisten Anbietern ohne Einschränkung möglich. Dennoch sollte eine vorige Absprache mit der Autovermietung stattfinden, da unter Umständen zusätzliche Gebühren anfallen können. Da sich alle Nachbarländer ebenfalls innerhalb der EU befinden, benötigen deutsche Staatsangehörige lediglich einen gültigen Personalausweis oder Reisepass für die Einreise. Selbstverständlich gilt der deutsche Führerschein auch in allen Nachbarländern Belgiens.
Wer sich für Geschichte und Kultur begeistert, ist in Belgien genau richtig: Unzählige Bauten, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen, finden sich über das Land verteilt. Da wären etwa Belfriede – schmale, hohe Glockentürme – oder Beginenhöfe. Letztere stehen z. B. in den Orten Löwen und Brügge. Es sind Wohnanlagen, die typisch für das belgische Flandern sind. Ihre Struktur umfasst einen Innenhof, den meist Wohnhäuser, eine Kapelle sowie weitere Gebäude eingrenzen. Wesentlich pompöser zeigt sich dagegen die Kathedrale Notre-Dame in Tournai, eines der eindrucksvollsten Monumente in Westeuropa. Entdecker fühlen sich in den Feuersteinminen von Spiennes wohl, die sich unter der Erde gut 100 Hektar weit erstrecken. Mit einem Mietwagen sind die Orte in kurzer Zeit erreicht.
In Brüssel erwartet Besucher nicht nur Kultur, sondern auch ein abwechslungsreiches und ausgeprägtes Nachtleben. Urig-gemütlich zeigt sich da die Bar Goupil Le Fol, wo ein Klavier von der Decke hängt, während es in Ralph's Bar gegenüber dem EU-Parlament ausgelassen zugeht. Entspannen bei Live-Musik lässt es sich am besten in der Jeudi Bar – von Reggae bis Rock gibt es fast alles zu hören, was die Musikwelt hergibt. In der Einkaufsstraße Chaussee d'Ixelles kommen sich dann tagsüber Shoppingbegeisterte vor, als wären sie im Paradies. Über die Europastraßen E19 und E40 ist die Metropole sehr gut an Antwerpen und andere Städte des Landes angeschlossen.
Erholung verspricht das wohl beliebteste Reiseziel in Belgien, die Stadt Brügge. Auch "Venedig des Nordens" genannt, überrascht es mit einem malerischen Sandstrand und dem romantischen Stadtbild. Ein Boot ist wunderbar geeignet, um den Ort über seine gewundenen Kanäle zu erkunden. Ein Halt lohnt sich z.B. in der mittelalterlichen Altstadt, die ebenfalls zum Weltkulturerbe zählt und deren Belfried einen herrlichen Ausblick auf die Stadt preisgibt.