Die D400 zieht sich durch den gesamten Süden der Türkei und führt an der Mittelmeerküste des Landes entlang. Die Straße ist ähnlich ausgebaut wie eine Autobahn und endet im Westen in der Provinz Muğla an der Ägäis, während sie im Osten bis an die Grenze zum Iran führt. Nach knapp 45 Kilometern erreichen Autofahrer über die D400 zudem die Großstadt Antalya. Die engen Straßen durch das Hinterland sind hingegen nur teilweise geteert und verlaufen häufig in Serpentinen durch die bergige Landschaft.
Von Kemer aus lassen sich mit dem Mietwagen einige landschaftliche Highlights erkunden. Der Olimpos Beydağları Nationalpark, direkt vor den Toren der Stadt, verschlägt Besuchern den Atem: Hier treffen antike Städte auf mächtige, teils schneebedeckte, Berggipfel und grüne Täler werden von malerischen Bergbächen durchzogen. Märchenhaft ist auch der Göynük Canyon, der etwas nördlich von Kamer liegt. Die Schlucht wird von einem glasklaren Flüsschen durchflossen und sattgrüne Pflanzen ranken sich an ihren Wänden entlang. Noch faszinierender sind die bei Çıralı befindlichen Flammen, die aus dem Felsboden schlagen. Dass dieses Yanartaş genannte Gebiet in der Antike ein bedeutender Kultort war, überrascht nicht.
Die Umgebung Kemers gehörte zur antiken Landschaft Lykien. Hier befinden sich zahlreiche Überreste Jahrtausende alter Städte. So liegt Olympos einige Kilometer südlich von Kemer und ist mit dem Leihwagen schnell erreicht. Die Überreste der Stadt liegen malerisch an einem Bachlauf, der nahe der Ruinen ins Mittelmeer mündet. Heute befinden sich auf dem Gebiet des Ortes zudem einige romantische Übernachtungsmöglichkeiten. Wer in einem über 2.000 Jahre alten Hafenbecken schwimmen möchte, fährt in das wenige Kilometer südlich von Kemer gelegene Phaselis. Dort ist neben der Besichtigung von Ruinen auch der Sprung ins glasklare Wasser möglich.