Für die Einreise in die Slowakei benötigen EU-Bürgerinnen und -Bürger lediglich einen gültigen Personalausweis, für die Anmietung eines Leihwagens bei einer Autovermietung genügt der nationale Führerschein. Autofahrer und Autofahrerinnen sollten darauf achten, eine Erste-Hilfe-Ausrüstung, ein Warndreieck, eine Warnweste und ein Reserverad im Mietwagen mitzuführen. Zudem gilt die Warnwestenpflicht, sobald Personen das Auto bei einem Unfall oder einer Panne verlassen müssen, beziehungsweise sich auf dem Randstreifen aufhalten.
Im Wesentlichen unterscheidet sich das Autofahren in der Slowakei kaum von der Situation in Deutschland. Dennoch gibt es einige Besonderheiten zu beachten. Innerorts beträgt die Geschwindigkeitsbegrenzung 50 km/h, außerorts 90 km/h, auf den mautpflichtigen Autobahnen sind hingegen maximal 130 km/h erlaubt. Alle Autos müssen auch tagsüber mit Licht fahren. Bei Überschreitung der Höchstgeschwindigkeitsvorgaben können Fahrer und Fahrerinnen heftig zur Kasse gebeten werden. Auch auf die Missachtung der 0,0-Promillegrenze folgt ein hohes Bußgeld. Im Land gilt Rechtsverkehr.
Reisende aus dem europäischen Ausland müssen sich in der Slowakei nur auf wenige Besonderheiten im Straßenverkehr einstellen. Während auf Stadtautobahnen 90 km/h gefahren werden darf, gilt auf den letzten 30 Metern vor Bahnübergängen ein generelles Tempolimit von 30 km/h. Bei gelben durchgehenden oder unterbrochenen Linien am Fahrbahnrand gilt Parkverbot. Das Mitführen von Radarwarngeräten ist in der Slowakei verboten. Die Polizei kann das Bußgeld bei Verkehrsverstößen nach eigenem Ermessen festlegen.
Fahrten mit dem Mietwagen aus der Slowakei in die NachbarländerÖsterreich, Polen, Tschechien und Ungarn sind häufig nach Absprache mit der jeweiligen Autovermietung möglich. Der Grenzübertritt in die Ukraine ist dagegen meist nicht gestattet. In jedem Fall sollte die Fahrt rechtzeitig im Voraus abgesprochen werden, da jeder Anbieter individuelle Regelungen dafür hat. Eventuell werden Gebühren erhoben oder es sind zusätzliche Versicherungen nötig. Fast alle slowakischen Nachbarländer gehören zur EU, weshalb für die Einreise ein gültiger Personalausweis oder Reisepass genügt. Für die Ukraine und einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen reicht ein gültiger Reisepass.
Das Landschaftsbild der Slowakei ist äußerst reizvoll und besticht durch eine oftmals nahezu unberührte Natur, die Reisende nicht nur während der Fahrt mit dem Mietwagen genießen sollten. Besonders sehenswert ist der Nationalpark Slovenský Raj in der Mitte des Landes, wo sich abenteuerlustige Wandernde und Radfahrende auf kühnen Pfaden bewegen und über frei angebrachte Leitern und Ketten die Natur inspizieren können. Die bewaldete Hochebene mit kahlen Bergrücken aus Kalkstein ist durchzogen von Schluchten, Canyons und bizarren Felsformationen, aus denen hin und wieder ein Wasserfall hervorspringt. Unterirdisch gibt es hier mehr als 100 Höhlen und Grotten mit teils phänomenalen Tropfsteinformationen.
In der Hauptstadt Bratislava erwarten Besucher und Besucherinnen neben der rund tausendjährigen Burg allerhand hübsche Repräsentationsbauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert, darunter das kunstvoll gestaltete Slowakische Nationaltheater und das Rathaus mit seinem Barocktürmchen. Die verwinkelte Altstadt dominiert der große Hauptplatz, ein beliebter Treff- und Ausgehpunkt mit einigen Restaurants und Cafés. Weitere bedeutende Sehenswürdigkeiten im Land sind das UNESCO-Weltkulturerbe Zipser Burg und die Altstadt von Bardejov im Osten des Landes nahe der Hohen Tatra. Während der Wintermonate ist das kleinste Hochgebirge der Welt ein beliebtes Skigebiet.