Für die Einreise nach Peru benötigen deutsche Staatsangehörige kein Visum, solange sie sich nicht länger als 90 Tage pro Halbjahr im Land aufhalten. Ein Reisepass, welcher noch mindestens sechs Monate gültig ist, genügt. Touristen und Touristinnen können mit dem deutschen Führerschein in Peru ein Auto mieten. Eine spanische Übersetzung des Dokuments ist jedoch empfehlenswert. Wer auf Nummer sichergehen möchte, sollte zusätzlich einen internationalen Führerschein mitführen. Das Mindestalter für Mietwagenfahrende liegt bei 21 Jahren, diese sollten mindestens seit zwei Jahren im Besitz des Führerscheins sein. In Ausnahmefällen ermöglichen einige Vermieter auch eine Anmietung ab 18 Jahren.
In Peru herrscht Rechtsverkehr und es gibt eine Gurtpflicht. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Geben Schilder kein Tempolimit vor, dürfen innerorts maximal 60 km/h gefahren werden. Auf Landstraßen gilt eine Höchstgeschwindigkeit zwischen 80 und 100 km/h. Auf Autobahnen dürfen zwischen 100 und 120 km/h gefahren werden. Dies ist allerdings nur auf den wenigen, asphaltierten Straßen wie der Panamericana möglich, auf denen auch teilweise eine Mautgebühr erhoben wird. Bei Fragen zur Maut hilft Ihnen Ihre Autovermietung vor Ort weiter. Am Steuer zu telefonieren, ist verboten. Als Besonderheit muss in Peru ganztägig das Licht angeschaltet werden.
Ein Großteil der peruanischen Verkehrswege besteht aus Schotterpisten, die vor allem in den Bergregionen sehr eng und in der Regenzeit häufig wegen Erdrutschen gesperrt sind. Für Fahrten abseits der Hauptstraßen empfiehlt sich daher die Anmietung eines Geländewagens. Das Tankstellennetz Perus ist gut ausgebaut, allerdings akzeptieren die wenigsten Kreditkarten. Reisende sollten daher ausreichend Bargeld im Leihwagen mit sich führen. Fahren Sie generell vorsichtig, da sich die Einheimischen oft nicht an die Verkehrsregeln halten.
Der Grenzübertritt in die Nachbarländer Perus ist mit dem Mietwagen in der Regel nicht gestattet. Unter Umständen gibt es vereinzelte Ausnahmeregelungen bei einer lokalen Autovermietung. In jedem Fall müsste mit erheblichen Mehrkosten gerechnet werden, die den Mietpreis deutlich übersteigen können. Zudem kann die Sicherheit auf den Straßen der oftmals dünn besiedelten Grenzregionen Perus besonders in der Regenzeit nicht garantiert werden.
Perus Hauptstadt Lima ist Ausgangspunkt jeder Peru-Reise. Mit mehr als neun Millionen Einwohnern und Einwohnerinnen ist die Metropole die mit Abstand größte Stadt des Landes. Von dort können Reisende mit dem Mietwagen aufbrechen, um Peru auf eigene Faust zu erkunden. Durch die Größe des Andenstaates sollte die Reiseroute im Voraus geplant werden, denn eine Autofahrt von Lima bis nach Arequipa, im touristisch erschlossenen Süden, kann auf schlechten Straßen einen ganzen Tag in Anspruch nehmen.
Auf dem Weg sollten Reisende einen Zwischenstopp bei den sagenumwobenen Nazca-Linien einplanen. Die teilweise mehrere Hundert Meter großen Scharrbilder sind nur aus großer Höhe erkennbar und geben Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen bis heute Rätsel auf. Von Arequipa aus ist das beeindruckende Colca-Tal ein ideales Ziel für Tagesausflüge mit dem Mietwagen. Der bis zu 3.269 Meter tiefe Canyon ist vor allem als Heimat des Kondors bekannt. Weiter östlich bieten der Titicacasee und die schneebedeckten Gipfel, jenseits der bolivianischen Grenze, ein sagenhaftes Panorama.
Die berühmte Inkastadt Machu Picchu ist von Cusco aus zu erreichen. Eine Bahnlinie bringt Reisende ins nahe gelegene Aguas Calientes, von wo Busse die letzten 300 Höhenmeter bis zur Gipfelstadt überbrücken. Die Regenwaldregionen im Nordosten Perus sind touristisch bisher weniger erschlossen, werden durch ihre Artenvielfalt bei Öko-Touristen und -Touristinnen jedoch zunehmend beliebter.