
Rund 400 Kilometer nördlich des Polarkreises beginnt das Abenteuer Nordinseln in Tromsø. Nach einem Stopp in Oslo oder Bodø landet das Flugzeug hier direkt am Eismeer im Westen der Stadt. Der Flughafen Tromsø-Langnes (TOS) ist der größte in Nord-Norge und wird von den Airlines SAS, Widerøe sowie Norwegian angesteuert. Wer in Norwegen beziehungsweise in Lofoten ein Auto mieten möchte, kann dies ab einem Mindestalter von 19 Jahren und mit seinem nationalen EU-Führerschein problemlos tun. Im Eingangsbereich der Flughafenhalle befinden sich mehrere Schalter bekannter Autovermietungen. Von hier aus können Sie sich schließlich schnell und unkompliziert auf den Weg in den Norden machen.
Die berühmte E10 und alle Nebenstraßen sind sehr gut ausgebaut und die unbefestigten Wege sind ebenfalls gut befahrbar. Die Straßenverhältnisse sind allerdings je nach Jahreszeit unterschiedlich. Im Winter ist mit viel Schnee und Eis zu rechnen – Schneeketten sollten dann zu Standardausstattung im Auto gehören. Im Frühjahr schmilzt hingegen alles und die Straßen gleichen einer matschigen Moorlandschaft, weswegen Autofahrer auch dann besonders vorsichtig fahren sollten. In Norwegen wird grundsätzlich eine Straßenmaut erhoben. Auf den Lofoten gibt es allerdings weder Mautstationen noch Hinweisschilder oder sonstige Anzeichen für eine Zahlungspflicht. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, fragt nochmal beim Autovermieter nach oder meldet sich gleich selbst beim norwegischen Mautsystem AutoPASS an. Die Fahrzeuge werden elektronisch erfasst, die Rechnung erhalten Fahrzeughalter schließlich per Post. Sollten wider Erwarten Kosten für den Mietwagen anfallen, können sie auf diese Weise so gering wie möglich gehalten werden.
In Lofoten gilt, wie in ganz Norwegen, Rechtsverkehr und Lichtpflicht auch am Tag. Die zugelassene Höchstgeschwindigkeit im Ortsgebiet liegt bei 50 km/h, außerorts bei 80 km/h und auf Autobahnen, wenn nicht anders ausgeschildert, zwischen 90 und 100 km/h. Die Promillegrenze liegt bei 0,2 und das Telefonieren ist nur mittels einer Freisprecheinrichtung erlaubt. Parkverbote sind durch die Beschriftung "All stans forbudt" gekennzeichnet. Prüfen Sie bei der Übernahme des Fahrzeuges, ob das gesetzlich vorgeschriebene Warndreieck mitgeführt wird. Die Mitnahme einer Erste-Hilfe-Ausrüstung, eines Feuerlöschers und einer Warnweste sind darüber hinaus empfehlenswert. Wer einen Wohnwagen leiht, sollte darauf achten, dass das Fahrzeug über zwei entsprechende Rückspiegel verfügt. Aufgrund der harschen Bedingungen gilt in den Wintermonaten eine generelle Winterreifenpflicht für alle Fahrzeuge.
In Lofoten sind einige Straßenabschnitte teilweise über Fährlinien verbunden, deren Preise variieren. Sollten Reisende gänzlich mit dem Schiff zu den Lofoten überfahren wollen, müssen sie tief in die Tasche greifen. Die norwegische Fährlinie Hurtigruten legt in Bergen ab, stoppt in Stamsund und SvolvÆr und erreicht nach vier Tagen Lofoten. Eine Hin- und Rückfahrt für zwei Personen und ein Auto kann zwischen 1.500 und 2.500 Euro kosten.
Im Urlaub in Lofoten gehört ein Auto zu den ultimativen Must-Haves, denn das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel ist schlecht ausgebaut und die Strecken gestalten sich zu szenisch, um im Bus daran vorbeizufahren. Besonders jenen Reisenden, die wenig Zeit haben und dennoch viel von Lofoten sehen möchten, sei ein Mietwagen ans Herz gelegt. So können die Highlights der Region flexibel und schnell erreicht werden und es lassen sich wunderbare Rundreisen ganz nach den eigenen Vorstellungen planen. Wer hier jedoch auf jede Menge bauliche Sehenswürdigkeiten und kulturelle Events hofft, sucht vergeblich.
Lofoten ist vielmehr ein wunderbarer Ort für Naturbeobachtungen und Outdooraktivitäten wie Wandern, Klettern, Kajak fahren oder Skitouren gehen. Wer im winterlichen Nordmeer auf Whale Watching Tour geht, beobachtet imposante Orcas und Buckelwale. Apropos Winter: Dies ist die beste Zeit, um die faszinierenden Polarlichter über Lofoten zu bewundern. Zwischen Oktober und März spielt sich am Firmament ein farbenprächtiges Schauspiel ab, das zum Staunen einlädt. Der lofotische Winter lädt zudem zum Freeriden, Skitouren gehen und Schneewandern ein.
Im Sommer führen aussichtsreiche Wanderwege entlang der Westfjordküste, wo die Landschaft zum Camping einlädt. Die zahlreichen Fjorde ziehen zudem Kajakfahrer, Segler und vor allem Angler an. Denn Lofoten wird unter Spezialisten als traumhaftes Revier zum Tiefwasserangeln und Meeresfischen gehandelt. Doch die heimische Artenvielfalt begeistert auch an der Wasseroberfläche: So machen sich Interessierte auf zu einer Seeadler-Safari oder beobachten Wale im Nordmeer. Im Sommer starten Touren meist in Andenes, denn vor der Küste der nördlichsten Lofotenspitze zeigen sich dann Pottwale.