Für die Einreise nach Jordanien wird ein Reisepass benötigt, der zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein muss. Zudem ist ein Visum nötig, das Urlauber und Urlauberinnen vorher beantragen sollten. Leihwagen dürfen generell ab 18 Jahren gemietet werden, für Personen unter 25 können allerdings besondere Bestimmungen zum Führerscheinbesitz gelten. Auch Jungfahrergebühren sind üblich. Besucherinnen und Besucher, die mit einem Mietwagen unterwegs sind, sollten bei ihrem Anbieter zudem erfragen, ob ggf. Zusatzversicherungen für Wüstentouren notwendig sind. In Jordanien genügt der deutsche Führerschein, die Mitnahme eines internationalen Führerscheins ist jedoch empfehlenswert.
Die Grenze für Alkohol am Steuer liegt – im Gegensatz zu Deutschland – bei null Promille und wird streng geahndet. Wie in Deutschland herrscht jedoch Rechtsverkehr. Darüber hinaus ist es verboten, während der Fahrt zu telefonieren. Zudem ist Vorsicht vor Bremsschwellen geboten: Auf Autobahnen tauchen diese manchmal wie aus dem Nichts auf. Die Tempolimits orientieren sich am internationalen Standard. Innerorts gelten 50 km/h, auf Landstraßen 60 bis 80 km/h und auf Highways 100 bis 110 km/h. Da es in Jordanien recht häufig Polizeikontrollen gibt, sollten die Geschwindigkeitsbegrenzungen auch unbedingt eingehalten werden. Eine Maut für Pkw wird in Jordanien nicht erhoben.
Die Straßenverhältnisse sind schlechter als in Deutschland. Autofahrer und Autofahrerinnen sollten z. B. auf Schlaglöcher achten. Zudem fehlen häufig Seitenplanken sowie Markierungen – daher ist in Kurven Vorsicht geboten. Wer Ausflüge in die Wüste plant, sollte diese gut vorbereiten. Besonders Wasser und zusätzliche Benzinreserven gehören ins Reisegepäck – Tankstellen sind rar gesät. Auch ein geländegängiges Fahrzeug ist ein absolutes Muss. Wer in Jordanien mit einem Mietwagen unterwegs ist, sollte vorsichtig sein. Das gilt besonders, wenn es dunkel ist, denn Fahrzeuge haben zum Teil nur eine geringe Beleuchtung und Tiere können auf die Straße laufen. Im Allgemeinen sind außerhalb der Städte jedoch oft nur wenige Fahrzeuge unterwegs.
Aus versicherungstechnischen Gründen wird eine Auslandsfahrt mit dem Mietwagen von Jordanien aus häufig nicht gestattet. In jedem Fall lohnt sich die Rücksprache mit der jeweiligen Autovermietung, da sich die Regelungen je nach Land unterscheiden können. Falls die Fahrt in eines der Nachbarländer genehmigt wird, muss mit zusätzlichen Gebühren gerechnet werden. Auch diese können unterschiedlich ausfallen. Achten Sie bei Grenzüberfahrten darauf, dass Sie alle für das Zielland notwendigen Dokumente (Führerschein, Reisedokumente) mitführen. Alternativ sind per Flugzeug viele Destinationen auf der Arabischen Halbinsel und weltweit von Jordanien aus erreichbar.
Auf den ersten Blick mag Jordanien nicht viel bieten – abgesehen von sandigen Wüsten. Reisende merken jedoch schnell, dass das Königreich mit vielen Schätze lockt: Zum UNESCO-Welterbe etwa zählt die antike Felsenstadt Petra, deren überwältigende Grabtempel Jahrhunderte lang in Vergessenheit geraten waren. Heute erreichen Reisende das Monument mit einem Mietwagen in ca. drei Stunden von Amman aus. Beeindruckend ist aber auch die ehemals römische Stadt Jerash, die eine Stunde nördlich von Amman liegt. Neben einer fast vollständig erhaltenen Stadtmauer weist sie eine Kathedrale, ein Forum und weitere Bauwerke in gutem Zustand auf.
Wer sich gerne im Freien aufhält und die Natur erforscht, den erwarten zahlreiche Reservate, etwa das Shaumari Wildlife Reserve. Ungefähr zwei Autostunden östlich von Amman gelegen, leben hier exotische Tierarten wie Gazellen und Strauße. Auf den Wanderpfaden des Azraq Wetland Reserve kommen dagegen Reisende nicht nur an beschaulichen Quellen vorbei, sondern ebenfalls an allerlei verschiedenen Vögeln. Doch auch Badeurlaub kommt in Jordanien nicht zu kurz: Der Golf von Aqaba bietet Besucherinnen und Besuchern traumhafte Strände und ist zugleich ein Paradies fürs Tauchen. Die, die sich lieber auf dem Wasser treiben lassen, fahren indes ans Tote Meer, dessen hoher Salzgehalt sogar Heilkräfte haben soll.
Um die Kultur des Landes kennenzulernen, landestypische Gerichte zu kosten oder die Nacht zum Tag zu machen, lohnt sich ein Abstecher nach Amman. Während im königlichen Automobilmuseum der prunkvolle Lebensstil der Monarchen zum Ausdruck kommt, wird im Jordanischen Archäologiemuseum auf lange vergangenen Pfaden gewandelt. Das gesellige Wesen der Einwohnerinnen und Einwohner zeigt sich jedoch am besten in den Shisha-Bars oder Restaurants, wo sie sich bei einem Kaffee oder Tee über die neuesten Ereignisse austauschen. Dabei genießen sie Klassiker der jordanischen Küche – Falafel, Hummus und Fladenbrot sind überall zu finden und dürften auch dem deutschen Gaumen nicht unbekannt sein.