Der Flughafen Egilsstadir (EGS) ist neben Reykjavik und Akureyri einer der wichtigsten des Landes und ist damit der zentrale Verkehrsknotenpunkt für den gesamten Osten. Der Airport befindet sich nur zwei Kilometer nördlich der Stadt und liegt direkt an der Ringstraße Hringvegur, die Island einmal komplett umrundet. Hauptsächlich wird der Flughafen für Inlandsverbindungen in die Hauptstadt und nach Akureyri genutzt. Reisende aus Deutschland fliegen daher am besten über Keflavík oder Reykjavik und steigen dort in eine kleinere Maschine um. Am Flughafen Egilsstadir verleihen mehrere Autovermietungen ihre Mietwagen.
Lediglich zwei Prozent der Fläche Islands sind von Bäumen bedeckt. Doch nahe Egilsstadir befindet sich das unter Naturschutz stehende größte Waldgebiet der Insel, der Hallormsstadhaskogur. 100 Baumarten wurden getestet, ob sie auf dem von Erosion und Weidewirtschaft geprägten Untergrund gedeihen können – und zehn haben bestanden. Der Wald liegt am Lögurinnsee, der eine Verbreiterung des Gletscherflusses Lagarfljöt ist. Hier wird es gruselig: In dem über 100 Meter tiefen See soll ein mit Nessie verwandtes Seeungeheuer leben. Das schlangenartige Wesen, so die Sage, bewache einen Goldschatz.
Ein weiteres Naturspektakel können Reisende mit ihrem Mietwagen in wenigen Autominuten erreichen. Der mit 118 Metern vierthöchste Wasserfall Islands befindet sich am südlichen Teil des Lögurinnsees und ist über einen Wanderpfad zu erreichen. Autofahrer sollten ihren Leihwagen also rechtzeitig abstellen und den Weg zu Fuß bestreiten. Die Besonderheit liegt in den roten Tonschichten, vor denen das Wasser herunterstürzt und ein fantastisches Farbenspiel abgibt. Ebenfalls empfehlenswert ist ein Ausflug zur Thermalquelle bei Kárahnjúkar Dam. Die Ruinen von Laugarvellir bringen angenehm warmes Wasser hervor und laden zum Baden ein.