
Auf der sehr langgezogenen Insel hat der Flughafen Karpathos (AOK) eine einzigartige Lage am südlichsten Zipfel des Festlandes. Lediglich der Diakoftis Strand trennt den im Jahre 1970 eröffneten Landeplatz noch vom Ägäischen Meer. Diverse Charterfluggesellschaften verbinden Karpathos mit verschiedenen europäischen Großstädten, zu denen aus dem deutschen Raum München, Frankfurt und Düsseldorf zählen. Da keine Busverbindung von und zum Flughafen besteht, ist ein Leihwagen im Urlaub auf Karpathos unverzichtbar. Zumal gleich mehrere Autovermietungen am Flughafen stationiert sind.
Dank des flächendeckend ausgebauten Straßennetzes ist Karpathos zu großen Teilen mit dem Mietwagen befahrbar. Während die Straßen im Süden und der Mitte weitestgehend asphaltiert sind, erfordern die Routen im Norden der Insel etwas Fahrgeschick. Hier sollten Sie auf eine robuste Mietwagenklasse, wie zum Beispiel einen Geländewagen, zurückgreifen. Auf Autofahrer warten auf der insgesamt 325 Quadratkilometer großen Dodekaneninsel auf den engen Bergstraßen neben pittoresken Landschaftspanorama, auch zahlreiche scharfe Kurven. Eine Pkw-Maut gibt es auf Karpathos nicht.
Wie im restlichen Griechenland beträgt das Tempolimit innerorts 50 km/h, außerorts 90 bis 110 km/h und auf Autobahnen 130 km/h. Die Promillegrenze liegt bei 0,5 und das Rauchen im Auto ist untersagt, wenn Kinder unter zwölf Jahren mitfahren. In Kreisverkehren haben immer die einfahrenden Fahrzeuge Vorfahrt. Gelbe Markierungen am Straßenrand bedeuten ein Parkverbot, blaue Markierungen stehen für gebührenpflichtiges Parken. Telefonieren ist während des Fahrens nur mit einer Freisprechanlage erlaubt.
Die Häfen in der Inselhauptstadt Pigadia und dem nördlichen Diafani bieten gleich zwei Anlaufpunkte für Reisende auf dem Seeweg. Es bestehen Fährverbindungen zu den dodekanischen Inseln, nach Kreta und – über Zwischenhalte auf anderen Inseln – auch zum griechischen Festland. Eine weitere, inselinterne Fähre verbindet den die Stadt Karpathos mit Diafani, dem Hafen von Olympos, im äußersten Norden der Insel.
Wer am Flughafen Karpathos im Süden der Insel ankommt, erreicht die Hauptstadt Karpathos mit dem Mietwagen in 20 Minuten, wobei die Fahrt an herrlichen Bergen, Naturparks und Feldern vorbeiführt. In der Hauptstadt dürfen Kulturinteressierte die strahlend weißen Mauern der Nikolauskirche und der Panormítis-Kirche bewundern. Das Archäologische Museum an der Küste und die Ruinen der Basilika Agia Fotini ermöglichen Urlaubern hautnahen Kontakt mit der Geschichte der Insel.
Die Insel Karpathos ist der ideale Ort, um Zeuge althergebrachter griechischer Traditionen zu werden, die in vielen Teilen Griechenlands bereits verschwunden sind. Liebhaber des Authentischen finden fernab vom touristischen Treiben urige Dörfer, deren Bewohner Trachten tragen, in Tavernen Lyra spielen und sich bei griechischen Volkstänzen vergnügen. Vom traditionsreichen Bergdorf Olympos im Norden über das mittelalterliche Örtchen Menetes bis hin zum Fischerdorf Finiki im Süden birgt die Insel zahllose kulturelle Schätze, die entdeckt werden wollen.
Für Naturliebhaber und Wanderer ist Karpathos mit seinen endlosen Bergketten und malerischen Landschaften ein wahres Eldorado. Dank des gut ausgebauten Straßennetzes lassen sich viele Bergdörfer mit dem Mietwagen erreichen. Von dort aus führen vielfältige Wanderwege in die Natur hinein und auf den mit 1215 Metern höchsten Berg der Insel, den Kali Limni. Der Norden von Karpathos bildet gemeinsam mit der kleinen Insel Saria eines der wenigen Naturschutzgebiete, in denen Lykische Salamander und Mittelmeer-Mönchsrobben leben. Als hervorragender Badeort gilt Amoopi mit seinen flach abfallenden Stränden. Bei Surfern sehr beliebt sind der südliche Teil der Insel sowie die östliche Meeresbucht Makrys Gialos mit ihren idealen Windbedingungen.