
Die Region wird im Norden von der A36 und in Süden von der A38 eingerahmt, über die Reisende schnell und bequem ihr Ziel erreichen. Als Nord-Süd-Verbindung wird dabei die B81 stark frequentiert, die auch zu den beiden Autobahnen führt und sich im Zentrum des Harzes mit der B242 kreuzt, welche den Westen und den Osten der Region miteinander verbindet. Wer schnell durch den Nationalpark reisen möchte, sollte dabei nicht auf eine der großen Bundesstraßen verzichten. Abseits derer sollte für Fahrtstrecken deutlich mehr Zeit eingeplant werden – auch wenn die Straßen oft deutlich schöner sind. Aufgrund der kurvenreichen und oft engen Strecken ist man hier deutlich langsamer unterwegs, sodass Geschwindigkeiten von nur 40 oder 50 km/h keine Seltenheit sind. Bisher ist die Nutzung des Straßennetzes im Harz ohne die Entrichtung einer Maut möglich.
Wer sich im Harz einen Leihwagen mieten möchte, sollte die allgemeinen deutschen Verkehrsregeln beachten. Vor allem in größeren Orten wie Wernigerode, Quedlinburg oder Nordhausen können Sie über CHECK24 vor Ort Autovermietungen finden. Im Harz sollte man aber immer mit Wetterumschwüngen sowie späten Frosttagen im Frühling oder einem zeitigen Wintereinbruch im Herbst rechnen. Daher wird Reisenden empfohlen zu beachten, dass der Mietwagen über eine entsprechende Bereifung verfügt. Auch Schneeketten bieten sich je nach Wetterlage an und sollten bei Bedarf mitgeführt werden. An manch höher gelegenen Bundesstraßen, wie zum Beispiel der B4, sind diese sogar bei Schnee Pflicht.
Auf einer Reise durch den Harz darf ein Abstecher zum sagenumwobenen Hexentanzplatz nicht fehlen. Die serpentinenreichen Zufahrtsstraßen schlängeln sich durch dichte Wälder, bis sich plötzlich ein atemberaubender Ausblick auf die umliegenden Täler bietet. Am Gipfel angekommen, eröffnet sich ein mystisches Panorama aus dunklen Wäldern und zerklüfteten Felsen. Bei Vollmond soll hier nach alten Legenden der Hexentanz stattfinden. Ein Ort, der die Fantasie beflügelt und einen unvergesslichen Eindruck hinterlässt. Für Familien eignet sich ebenfalls ein Besuch des angrenzenden Tierparks, in dem Wölfe, Luchse und zahlreiche andere Tiere der Region in ihrem natürlichen Umfeld entdeckt werden können. Neben zahlreichen Möglichkeiten einzukehren, bietet der Hexentanzplatz auch einen idealen Ausgangspunkt für Wanderung in die umliegenden Täler.
Einst eines der wichtigsten Bergwerke Europas, beeindruckt der Rammelsberg Reisende heute mit einem Einblick in seine einzigartige Architektur und Technik. Der Bergbau im Rammelsberg erstreckte sich über mehr als 1.000 Jahre und hinterließ ein unterirdisches Labyrinth aus schroffen Felsen und dunklen Stollen. In den alten Werkstätten und Schächten wird das Leben der Bergarbeiter lebendig und lässt nicht nur Kinderaugen leuchten. Die Bergbauanlagen auf dem Berg und in der Altstadt von Goslar gehören heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Somit ist auch die nahe historische Altstadt einen Besuch wert und lockt mit zahlreichen Cafés und Restaurants.
Der Brocken ist mit 1.142 Metern der höchste Berg des Nationalparks Harz und zieht große und kleine Bergsteiger und Bergsteigerinnen mit seinen schroffen Felsen und den oft nebelverhangenen Tälern in seinen Bann. Auf dem Weg zum Gipfel wird die Luft kälter und die Natur wilder, denn der Brocken ist bekannt für sein raues Klima. Oben angekommen, eröffnet sich ein Blick auf die unberührte Landschaft des Nationalparks. Der Gipfel ist dabei nicht nur zu Fuß erreichbar. Wer es richtig sportlich mag, kann ebenfalls das Mountainbike nutzen. Auch die Brockenbahn führt auf den Berg und ist dabei ein Highlight für sich: Eine dampfbetriebene Schmalspurbahn, die sich im Stil des Hogwarts-Expresses durch enge Täler schlängelt und spektakuläre Ausblicke bietet.