
Die weißen Traumstrände der Dominikanischen Republik gelten als Paradies auf Erden. Vom Playa Bávaro geht es Richtung Süden auf die zauberhafte Isla Saona, danach lockt die historische Stadt Santo Domingo, der Trip endet am nördlichen Playa Frontón.

Von Bávaro folgt ihr der Autobahn 3 mit dem klangvollen Namen "Autopista del Coral" in Richtung Südwesten. Nach etwa einer Stunde nehmt ihr die Ausfahrt und fahrt nach Süden in Richtung des Dörfchens Bayahibe. Dort angekommen klappt so manchem Besucher und so mancher Besucherin ob der strahlenden Farbe des Wassers im Hafen bereits die Kinnlade herunter. Das war jedoch noch längst nicht alles! Nach einem Spaziergang entlang der farbenfrohen Promenade des Städtchens geht es hinaus aufs Wasser: Mit dem Katamaran oder alternativ per Speedboot fahrt ihr der Isla Saona entgegen.
Während euch salzige Meeresluft um den Kopf weht, zieht bei der etwa 30-minütigen Fahrt mit dem Schnellboot auf der linken Seite die Küstenlinie des Nationalparks Del Este vorüber: Ein nie enden wollender, vollkommen menschenleerer Strand, hinter dem sich üppige Tropenwälder auftürmen. Für die entspannte Katamaran-Tour solltet ihr einen ganzen Tag einplanen. Auf dem Weg zur Saona-Insel halten die Boote in der unfassbar türkisfarbenen Piscina Natural, einer Sandbank mit etwa hüfttiefem Wasser. Saona selbst begeistert schließlich mit einer traumhaften Karibikkulisse wie aus dem Bilderbuch.


Nach einem Abstecher in das Gewusel, Farben- und Stimmengewirr der Hauptstadt könnt ihr euch umso mehr auf die Landpartie an die Atlantikküste im Norden freuen. Von einem Meer zum anderen benötigt ihr auf der schönsten Strecke etwa vier Stunden. Dazu folgt aus Santo Domingo nordwärts der Autobahn 1 bis zur Landstraße 19. Durch saftig grüne Wiesen, Bananenplantagen und Tropenwälder geht es immer weiter Richtung Norden auf der Straße 233 bis kurz vor das Örtchen Gaspar Hernández, wo ihr rechts auf die Küstenstraße 5 abbiegt – eine der schönsten Panoramastraßen des Landes.
Nach einer halben Stunde Fahrzeit voller grandioser Ausblicke auf den tiefblauen Atlantik erreicht ihr den Playa Grande bei Río San Juan, der sich idyllisch mit dem Nationalpark Cabo Frances Viejo vereint, einem Dschungel-Reservat, dessen umliegende Klippen direkt ins Meer zu fallen scheinen. An deren Fuß schmiegt sich der feine, goldgelbe Sand des Strandes. In den Hütten finden Feinschmecker und Feinschmeckerinnen frische Hummergerichte und Früchte, genießen erfrischende Drinks oder können sich Surfbretter leihen und die Wellen testen.


Nach einem Frühstück mit Meerblick folgt weiter der Autopista 5. Während sich auf der linken Seite spektakuläre Steilküsten mit Traumbuchten wie der Playa Diamante abwechseln, ziehen rechts tiefgrüne Wiesenlandschaften und Wälder vorbei und hin und wieder bietet sich die Gelegenheit, Tropfsteinhöhlen wie den Lago Azul zu besichtigen. Im tiefblauen Wasser dieser Höhlenlagune dürft ihr sogar schwimmen! Etwa 30 Kilometer fahrt ihr, das Meer immer in Sichtweite, auf der Autobahn 5 entlang der Bucht von Escocesa nach Süden, bis ihr links auf die Straße 133 mit dem passenden Namen Boulevard Turístico del Atlántico abbiegt. Hier wird klar, dass die Dominikanische Republik richtig bergig sein kann!
Während sich auf beiden Seiten der Straße üppig bewucherte Hügel auftürmen, erhascht ihr links immer wieder einen Blick auf die endlos wirkende Küstenlinie, an der sich weder Dörfer noch Hotels finden – nur Kokospalmen, die mit ihrer grünen Pracht vor dem türkisblauen Ozean wie das Motiv einer Postkarte wirken. Nach etwa 20 Kilometern auf der Atlantikstraße erreicht ihr das Städtchen Las Terrenas mit seiner etwa 18 Kilometer langen Küstenlinie, an der sich ein karibischer Traumstrand an den anderen reiht: Playa Cosón, Playa Bonita, Playa Bellenas – sucht euch euren Favoriten aus!
Von Las Terrenas fahrt ihr auf der Straße 7 Richtung Südosten. Auf den rund 40 Kilometern bis in die Halbinsel-Hauptstadt Sámana lernt ihr das Land auf authentische Weise kennen: Imbisse, sogenannte Comedors, an den Straßen, Dominikaner, die lautstark fachsimpeln, gelegentlich könnt ihr sogar Mopeds mit allerlei skurrilen Mitfahrern beobachten: Mehrere Kinder, Hühner oder sogar Schweine sind da keine Seltenheit! Sobald ihr im Hafen von Sámana geparkt habt, könnt ihr euch dem nächsten Bootsausflug anschließen, denn ab der Stadt starten Touren zur Walbeobachtung:
Jedes Jahr zwischen Januar und März halten Buckelwale ihre Paarungszeit in den warmen Gewässern der Bucht ab. Der spektakuläre Ausflug lässt sich mit einem Stopp auf einer weltberühmten Insel Cayo Levantado kombinieren. Noch nie davon gehört? Vielen ist sie besser bekannt als die Bacardi-Insel. Ob der Rum-Konzern seinen Werbesport hier wirklich gedreht hat, bleibt ein Geheimnis der Dominikaner. Glauben könnte man es als Besucher auf dem Eiland allemal: Schneeweißer Sand fällt flach in türkisfarbenes Wasser ab, vereinzelte Palmen säumen den Strand. Da schmeckt der berühmte dominikanische Rum doch gleich viel karibischer...


Verlasst Sámana auf der Route 5 ostwärts immer entlang der Küste, bis ihr nach rund 20 Kilometern an der Texaco-Tankstelle links auf die schmale Landstraße abbiegt. Knapp einen Kilometer später geht es weiter nach rechts auf die Carretera a Playa Rincón – übersetzt: die Straße zum Strand von Rincón. Und genau da wollt ihr hin! Durch idyllische Dörfer und vorbei an Obstständen voll frischer Ananas, Bananen und Papayas führt der Weg bis zu einem dichten Palmenwald und endet dann abrupt am schönsten Strand der Welt.
So zumindest bezeichnen die Dominikaner den Playa Rincón. Möglich ist das durchaus: Kilometerlanger Strand, perfekt gewachsene Kokospalmen und der Blick auf eine weitläufige Bucht dominieren das Bild. Was den Strand besonders macht, befindet sich am westlichsten Ende: Hier mündet der kleine Fluss Rio Caño frío direkt in den Strand. Eine Kanufahrt flussaufwärts durch das kristallklare, türkisfarbene Wasser des Flusses Caño frío entführt euch in die beeindruckende Welt der Mangrovenwälder.

von Lisa Volkmann