Für die Einreise nach Kolumbien benötigen Sie einen Reisepass. Für deutsche Staatsangehörige ist kein Visum erforderlich, solange diese sich nur für touristische Zwecke im Land befinden. Einige Autovermietungen in Kolumbien verleihen Ihre Mietwagen an Personen ab 18 Jahren. Ansonsten ist ein Mindestalter von 21 Jahren üblich. Jüngere Fahrerinnen und Fahrer sollte jedoch mit zusätzlichen Gebühren rechnen. Ein internationaler Führerschein ist Pflicht, welcher zusammen mit dem nationalen Dokument mitgeführt werden muss. Beim Mieten des Fahrzeuges lohnt sich ein genaues Prüfen des Versicherungsschutzes sowie der Eigenbeteiligung bei Unfällen, um böse Überraschungen zu vermeiden.
In Kolumbien herrscht Rechtsverkehr. Ein rund 113.000 Kilometer langes Straßennetz durchzieht das Land, wobei nur rund 26.000 Kilometer asphaltiert sind. Die Hauptstrecken sind gebührenpflichtig. Regelmäßig, circa alle 60 bis 100 Kilometer, sind Mautstationen vorhanden: Auf den meisten Hauptstraßen wird eine Gebühr von mehreren Dollar fällig, wobei sich dieser Betrag in Küstennähe erhöht. Alkohol am Steuer ist verboten und es gilt eine strikte Nullpromillegrenze. Innerorts ist ein Tempolimit von 30 bis 60 km/h und außerorts von 80 km/h vorgeschrieben. Die Verkehrsregeln sollten unbedingt eingehalten werden.
Gerade in Großstädten herrscht ein hohes Verkehrsaufkommen. Teilweise berichten Kolumbien-Reisende von chaotischen Fahrweisen in Ballungsgebieten, die für deutsche Autofahrer und Autofahrerinnen ungewohnt sein können. Besondere Vorsicht ist also geboten. Eine Autoversicherung ist für Kolumbianer und Kolumbianerinnen nicht verpflichtend, was Autofahrer und Autofahrerinnen bei einem – auch unverschuldeten – Verkehrsunfall im Hinterkopf behalten sollten. Zudem wird darauf verwiesen, dass außerhalb großer Städte die GPS-Funktion von Navigationsgeräten gelegentlich ausfällt. Spanischkenntnisse sind zudem in ländlicheren Gegenden von großem Vorteil.
Eine Fahrt in die Nachbarländer Kolumbiens mit dem Mietwagen wird in der Regel nicht bewilligt. Eventuell machen lokale Autovermietungen seltene Ausnahmen gegen einen hohen Aufpreis. Allerdings kann auch dann eine Überfahrt an der Grenzstation nicht garantiert werden. Eine gute Alternative ist ein Flug ins jeweilige Nachbarland und die Buchung eines neuen Leihwagens vor Ort. Außerdem setzen manche Autovermieter besondere Regeln, die Leihwagenfahrten in bestimmte Gebiete Kolumbiens untersagen.
Kolumbien ist berühmt für seine Offenheit und Gastfreundschaft – was liegt also näher, als die entlegensten Ecken und aufregendsten Orte auf eigene Faust zu erkunden und sich von Land und Leuten verzaubern zu lassen. Als kulturelles sowie geographisches Zentrum gilt die Hauptstadt Bogotá. Die quirlige Acht-Millionen-Metropole eignet sich hervorragend, um von hier aus auf eine Rundreise durch Kolumbien samt Pazifikküste und Cartagena, ins Kaffee-Dreieck sowie in koloniale Dörfer aufzubrechen. In Bogotá sollten Reisende die Altstadt, auch La Candelaria genannt, auf dem Schirm haben: Das Nationalmuseum Museo de Arte Colonial, das Goldmuseum sowie architektonisch bedeutsame Kirchen sind fußläufig erreichbar.
Nach dem obligatorischen Hauptstadtbesuch empfiehlt sich ein Abstecher in die bergigen Gefilde um Armenia und Pereira. Der Anbau des braunen Goldes hat für Kolumbianer und Kolumbianerinnen einen hohen Stellenwert und auch Reisende können bei geführten Touren den frischen Bohnenduft zwischen den Haciendas und Feldern genießen. Die als "Kaffee-Dreieck" bekannte Plantagen-Region befindet sich rund 200 Kilometer von Bogotá entfernt. Bei beständig warmen Temperaturen liegt natürlich auch ein Badeausflug nahe. In der Region Cartagena samt der gleichnamigen Hauptstadt tummeln sich feierlustige Urlauber und Urlauberinnen in der historischen Altstadt sowie der angrenzenden Hotelzone Bocagrande. Überall liegt das karibische Lebensgefühl in der Luft und die Leichtigkeit, mit der an traumhaften Stränden musiziert wird, ist einmalig.