von Holger Zehden
08. Dezember 2020

von Holger Zehden
08. Dezember 2020

Zwar gibt es auch in Spanien die bei uns bekannten Park- und Halteverbotsschilder, doch häufig geben ausschließlich bunte Linien am Fahrbahnrand die Regeln vor. Unabhängig von Verkehrszeichen gilt hier**: Gelbe Linie, durchgezogen**: Park- und Halteverbot
Daneben gibt es in Spanien auch Varianten der Parkverbotsschilder, die uns in Deutschland völlig fremd sind:
Parkverbot mit weißem Strich: Parken an Tagen mit ungeradem Datum verboten
Generell gilt: Wenn Einheimische irgendwo parken, bedeutet das nicht, dass es dort auch erlaubt ist. Wie auch bei uns nehmen es viele Ortskundige nicht immer so genau mit den Verkehrsregeln. Meist können diese jedoch (besser) einschätzen, wann dort kontrolliert wird und wann nicht. Achtet – egal in welchem Land – zudem auf alle Schilder mit Tages- oder Zeitangaben. Diese zeigen oft an, wann die Straße gereinigt oder ob diese für einen Markt genutzt wird. Steht euer Wagen zu besagten Zeiten dort, wird er abgeschleppt!
Auch im Land von Pizza und Pasta wird das Parken am Straßenrand durch farbige Linien und Schilder geregelt. Die Bedeutung ähnelt dabei der auf spanischen Straßen**: Schwarz-Gelbe Linie**: Generelles Parkverbot
Ist der Fahrbahnrand überhaupt nicht markiert, solltet ihr von einem Parkverbot ausgehen oder zumindest so viel Platz lassen, dass andere Autos noch vorbei können. Außerhalb von Ortschaften ist das Abstellen des Fahrzeugs in Landschaftsschutzgebieten generell verboten, ausgewiesene Parkplätze natürlich ausgenommen.
Kurios
Häufig gibt es bei blauen Parkmarkierungen keine Automaten, um ein Ticket zu ziehen. Stattdessen werden diese häufig in nahe gelegenen Tabakläden (Tabacchi) verkauft, die an Schildern mit einem großen, weißen T erkennbar sind. Selten müsst ihr euren Parkschein sogar in einer Bar in der Nähe lösen.


Portugals Straßen sind weit weniger bunt. Den Großteil der "Aufklärungsarbeit" übernehmen hier Verbotsschilder. Die bekannten rot-blauen Kreise werden jedoch fast immer durch Hinweise ergänzt. Dabei sind die Regelungen nicht einheitlich und unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde. Mal dürft ihr nur an einigen Wochentagen parken, ein anderes Mal könnt ihr euer Fahrzeug lediglich zu bestimmten Tageszeiten abstellen. Generell ist das Parken überall, wo "Estacionamento proibido" steht, nicht erlaubt. Auch bei gelben Linien am Fahrbahnrand gilt: Park- und Halteverbot.
Wichtig
Daneben dürft ihr in Portugal euer Fahrzeug bei Nacht nicht außerhalb geschlossener Ortschaften abstellen. Das wird mit Bußgeldern von bis zu 1.250 Euro geahndet. Zudem solltet ihr nach Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel Ausschau halten: Während um Tram-Stationen nämlich in beide Richtungen ein Parkverbot von sechs Metern gilt, dürfen fünf Meter vor und ganze 25 Meter hinter einer Bushaltestelle keine Autos parken. Daneben gibt es Probleme, wenn ihr näher als fünf Meter an einer Straßenkreuzung oder gegen die Fahrtrichtung am Fahrbahnrand steht.
Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten geht es am Straßenrand besonders bunt zu. Dabei sind keine Linien auf der Fahrbahn gezogen, sondern die Bordsteine in unterschiedlichen Farben gestrichen. Die Bedeutung unterscheidet sich dabei teilweise deutlich von europäischen Ländern**: Rote Bordsteinkante**: Park- und Halteverbot
Achtet in den Städten zudem darauf, nicht vor Ausfahrten, Bushaltestellen oder Hydranten zu parken. Ausreichend Abstand solltet ihr auch lassen bei:
Zebrastreifen: sechs Meter
Grund für den letzten Punkt ist, dass die großen Löschfahrzeuge ausreichend Platz zum Ausschwenken benötigen. Doch zum Glück gibt es im Autoland USA fast überall ausreichend Parkplätze und -häuser. Die müsst ihr zwar bezahlen, die Preise sind jedoch meist sehr moderat und in größeren Städten könnt die Gebühren selbst an Parkuhren mit der Kreditkarte begleichen.
Kurios
In manchen sehr regenreichen Gegenden wie etwa in San Francisco gibt es einen Strafzettel, wenn ihr beim Parken die Räder nicht Richtung Bordstein einschlagt. Hintergrund: Versagt bei Starkregen das Bremssystem, rollt der Wagen nur gegen den Bordstein und nicht den steilen Hang hinab. Das Parken außerhalb der Metropolen ist in den USA hingegen recht unkompliziert und in den meisten Fällen erlaubt. Einzige Voraussetzung ist, dass der Wagen komplett neben der Fahrbahn stehen muss. Zudem ist auch in den Staaten nur das Parken in Fahrtrichtung gestattet.


Die Griechen halten es relativ simpel mit den Parkregeln. An Vorfahrtsstraßen und überall, wo gelbe Linien die Fahrbahn begrenzen, ist Parken verboten. Andererseits werden vielerorts Parkplätze explizit ausgewiesen. In vielen Urlaubsorten ist also deutlich gekennzeichnet, ob das Parken erlaubt oder verboten ist. Zudem gibt es auch in Helas Verbotsschilder mit einem oder zwei weißen Balken. Wie in Spanien gilt hier**: Parkverbot mit einem Strich**: An ungeraden Tagen verboten
Egal ob Städtetrip nach Paris oder Badeurlaub an der französischen Küste: Auch in Frankreich will gelernt sein, wann ihr wo euer Fahrzeug abstellen dürft.Gelbe Linie, durchgezogen: Park- und Halteverbot
Bei letzteren solltet ihr auf Schilder oder Fahrbahnmarkierungen achten. Die Worte "Horodateur", "Stationnement payant" oder "Payant" weisen stets kostenpflichtige Stellplätze aus.


Autofahren in Großbritannien ist trotz Linksverkehr deutlich einfacher, als es sich viele zunächst vorstellen. Daher liegt das Königreich auch bei den Mietwagenkunden hoch im Kurs. Da vor allem zu Beginn des Urlaubs die ungewohnte Fahrweise jedoch vermutlich eure volle Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt, fällt die Parkplatzsuche umso schwieriger aus. Dabei müsst ihr lediglich beachten, dass ...
... eine durchgezogene, gelbe Linien am Fahrbahnrand Parkverbot bedeutet.
Daneben solltet ihr wissen, dass in den größeren Städten – allen voran London – stets akuter Parkplatzmangel herrscht. Aus diesem Grund sind viele Teile der City für Autos (mit Verbrennungsmotor) entweder gesperrt oder mautpflichtig!
Wer sich in Großbritannien zurechtfindet, sollte bei einer Irland-Rundreise mit dem Mietwagen keine Probleme haben. Denn auf der Nachbarinsel sind die Verkehrs- und Parkregeln fast identisch. So gilt in Großbritannien wie in Irland**: Gelbe Linie**: Halteverbot
An kostenpflichtigen Parkplätzen geben Schilder weitere Informationen. Zu sogenannten**"Freeway"- oder "Freeflow"-Zeiten** ist dort das Parken übrigens auch verboten.
Übrigens
Eine der wenigen Ausnahmen in Nordirland sind sogenannte Control Zones, die durch schwarz-weiße oder schwarz-rote Schilder an Straßenlaternen gekennzeichnet sind. Gab es diese zu Zeiten der IRA in fast jeder Stadt, finden sich heute nur noch wenige, etwa vor militärischen Einrichtungen. Dass dort absolutes Halteverbot gilt, solltet ihr ernst nehmen. Abgestellte Fahrzeuge werden als Gefahr eingestuft und sofort abgeschleppt. Befindet sich etwas "Verdächtiges" im Inneren, kann auch mal ein Bombenräumkommando anrücken!


Während fast jedes Kind weiß, dass auf den britischen Inseln Linksverkehr herrscht, sind Südafrika-Besucher oft überrascht. Denn auch in der Regenbogennation wird auf der anderen Straßenseite gefahren. Parkverbote werden hier ganz ähnlich geregelt wie in vielen anderen Ländern**: Gelbe Linien**: eingeschränktes Parkverbot
Doch auch beim erlaubten Parken ticken die Uhren in Südafrika etwas anders. In Städten begegnet ihr zum Beispiel ständig sogenannten "Car Guards". Diese weisen euch in die Parklücke ein und passen während eurer Abwesenheit auf den Wagen auf. Offizielle Guards tragen dabei eine Warnweste und verlangen direkt nach dem Abstellen einen festen Betrag. Es gibt aber auch inoffizielle Parkwächter. Die meisten der häufig sehr armen Menschen verdienen sich so etwas dazu und erwarten lediglich ein kleines Trinkgeld, wenn ihr wieder wegfahrt.
Auch ohne Car Guards läuft das Parken in Südafrika etwas anders. Viele Parkplätze sind am Bordstein mit einer Nummer markiert, die ihr beim nächsten Automaten angeben und die Gebühren entrichten müsst. Parkscheine gibt es jedoch nicht. Politessen prüfen lediglich am Zahlautomaten, ob für alle belegten Parkbuchten auch gezahlt wurde. Wenn nicht, gibt es ein Knöllchen.
In Kroatien sind Parkplätze stets durch weiß gestrichelte Linien gekennzeichnet, die meisten davon sind kostenpflichtig. Hier könnt ihr entweder in bar am Parkautomaten ein Ticket ziehen oder per SMS bezahlen. Dafür steht auf jedem Kassenterminal eine Nummer. Pro Kurzmitteilung dürft ihr eine Stunde lang parken. Abstellverbote sind durch blaue Schilder mit einem rot durchgestrichenen P gekennzeichnet.
Hinweis
Die Regeln in Kroatien solltet ihr möglichst einhalten. Denn in vielen Städten werden keine Knöllchen verteilt, sondern Falschparker sofort abgeschleppt.
Nachdem ihr euch nun über die Parkregeln in eurem Urlaubsland belesen habt, steht dem Urlaub auf vier Rädern fast nichts mehr im Weg. Wer noch mehr Informationsbedarf hat, für den könnten auch die Mautregelungen im Ausland von Interesse sein. Oder seid ihr sicher, alle goldenen Regeln rund um den Mietwagen zu kennen? Dann kann es ja losgehen, auf CHECK24 findet ihr euren günstigen Mietwagen.
