von Carolin Gersin
06. Januar 2022

von Carolin Gersin
06. Januar 2022



ist nicht gleich Ladesäule, denn nicht alle Ladepunkte verfügen immer über die gleichen Stromarten. Ein Großteil stellt Wechselstrom bis 22 Kilowatt (AC-Ladepunkt), andere wiederum Gleichstrom (DC) für euren Stromer bereit. Der Anteil der Gleichstrom-Ladepunkte ist derzeit noch geringer, der Ausbau schreitet jedoch voran. Die Leistung mit Gleichstrom beläuft sich auf zwischen 30 und 350 Kilowatt. An den Ladestationen findet ihr auch häufig HPC-Ladesäulen. Mit diesen könnt ihr bei einer Leistung von bis zu 350 Kilowatt schneller laden.
Neben der Stromart ist zum Laden eures Fahrzeugs dementsprechend auch der Steckertyp entscheidend. Gängig sind in der Europäischen Union derzeit Typ-2-Stecker, der europäische Standard, für das Laden mit Wechselstrom. Mit dem Stecker CSS (Combined Charging System) könnt ihr über Gleichstrom laden. Dieses auch Combo 2 genannte Ladesystem ist ein kombiniertes Schnellladesystem und ebenfalls Standard innerhalb der EU. Tesla wiederum verfügt mit dem Supercharger über ein eigenes Steckersystem mit Leistungen von bis zu 250 Kilowatt.

So geht's. Geladen werden kann das Auto über eine herkömmliche Steckdose, besser sind jedoch sogenannte Wallboxen, die zum Beispiel in Garagen installiert werden oder Ladesäulen an öffentlichen Parkplätzen. Viele Ladesäulen sind auch kostenfrei, zum Beispiel auf Parkplätzen von Supermärkten.
An öffentlichen Ladesäulen meldet ihr euch an. Meist funktioniert dies per App oder mit einer Chip-Karte nach einer vorherigen Online-Registrierung. Und dann kann der Ladevorgang auch schon starten: Kabel verbinden und Strom Marsch! Das Laden könnt ihr dann per Knopfdruck wieder beenden, häufig funktioniert dies jedoch auch automatisch, sobald euer Auto voll ist. Es ist jedoch vor allem bei Zeitdruck und Schnellladestationen empfehlenswert, das Elektroauto nur bis zu 80 Prozent zu laden – eine Ladung auf 100 Prozent dauert mitunter sehr viel länger. Falls ihr nicht sofort losfahren wollt, parkt das Auto aus Fairness um, so können auch weitere E-Auto-Nutzerinnen und -Nutzer die Ladesäule zeitnah verwenden. Manche Anbieter verlangen sogar Strafgebühren für vollgeladene Dauerparker.


Um euch schnell und zielsicher an die nächste Ladesäule zu bringen, gibt es zahlreiche Apps und Websites, die euch dabei helfen. Diese werden überwiegend von Autoherstellern, Stromanbietern und anderen Unternehmen herausgegeben. Wir haben euch einige der beliebtesten Apps zusammengestellt.
Chargemap – Mit dieser kostenfreien App könnt ihr schnell nach Ladegeschwindigkeiten und Anschlusstypen filtern und erhaltet weitere Details zum Ladepunkt. Hinterlegt sind mehr als 166.000 Lademöglichkeiten weltweit. Zudem könnt ihr mit Chargemap auch eure Route planen. Die App ist sowohl für iOS als auch Android nutzbar.
Plugsurfing – Das Ladenetzwerk Plugsurfing bietet ebenfalls zahlreiche Filterfunktionen, bei denen ihr nach Steckern, Ladeleistung und Abrechnungsmodell sortieren könnt.
Stromanbieter-Apps – Vor allem die App EnBW+ mobility des Stromanbieters EnBW ist unter Fahrerinnen und Fahrern sehr beliebt. Neben den hauseigenen Tarifen zeigt sie nämlich auch kostenfreie Ladestationen an. Ebenso gern genutzt wird EinfachStromLeben von Maingau. Mit beiden Apps kann die Buchung eines Tarifs und die Abrechnung erfolgen.
Autobauer-Apps – Die eigenen Apps der Autobauer wie Porsche, VW, Audi und Co. sind natürlich auf die jeweiligen Modelle der Hersteller zugeschnitten. Sie bieten euch zudem oft die Möglichkeit gleichzeitig Routen inklusive Ladestopps zu planen.
Weitere Ladenetzwerke
Ein weiteres Ladenetz ist Ionity. Hierfür haben sich die Autohersteller Audi, BMW, Ford, Hyundai, Mercedes, Porsche und Volkswagen zusammengetan, um für eine europaweite Abdeckung mit Schnellladestationen zu sorgen. Die Ladestationen des Netzwerks befinden sich an Autobahnen und Schnellstraßen.
Für Tesla-Fahrerinnen und -Fahrer wird es bei der Suche nach der nächsten Ladestation recht einfach: Ladesäulen werden euch direkt im Bordcomputer angezeigt, zum Laden steht euch außerdem ein eigenes Netz bereit. Destination Charger findet ihr unter anderem an Einkaufszentren und Hotels. Die Supercharger mit einer Ladezeit von rund 30 Minuten stehen mit europaweit rund 2.500 Stationen an beliebten Routen bereit; Tendenz steigend.

Wie bei benzinbetriebenen Autos fahrt ihr auch mit Stromern am besten möglichst vorausschauend. Denn häufiges Anfahren und Abbremsen frisst nur unnötig Saft. Ebenfalls empfiehlt es sich, möglichst bei konstanten Geschwindigkeiten zu fahren. Sanftes Gas geben statt ruckartigem Anfahren und Beschleunigen kommt dem Akkustand ebenfalls zugute – vor allem im Stadtverkehr. Unnötiges Gepäck solltet ihr außerdem nicht spazieren fahren, denn das erhöht das Gewicht des Autos und für diese zusätzliche Last braucht ihr dann wiederum mehr Strom. Falls das E-Auto über einen Eco-Modus besitzt, solltet ihr auch diesen zum Stromsparen verwenden. Einen Tipp, den ihr unabhängig ob Stromer oder Benziner beachten könnt, ist der optimale Reifendruck eures Autos. Sparfüchse geben ein bisschen mehr Druck hinzu, um so ein paar Kilometer Reichweite zu gewinnen. Denn: Höherer Reifendruck reduziert den Rollwiderstand und erhöht die Reichweite. Mit diesen Tipps holt ihr das Maximum an Kilometern aus dem Stromer heraus.
Fahrtipps im Kürze:
Konstante Gewschwindigkeiten
Mit Rekuperation gewinnt ihr beim Bremsen Energie zurück. Der Elektromotor arbeitet an dieser Stelle wie ein Stromgenerator: Die Räder treiben den Motor an, wenn ihr kein Gas gebt und speisen die Energie in den Akku zurück. Die Stärke der Rekuperation könnt ihr bei vielen Autos selbst bestimmen.



Unweltfreundliche Fahrt. Viele Mietwagenanbieter haben mittlerweile ebenfalls Elektroautos im Programm. Eine Buchung ist selbstverständlich auch über den CHECK24 Mietwagenvergleich möglich. Wählt einfach euren Ort und als Fahrzeugtyp Hybrid/Elektro aus, klickt auf buchen und es kann losgehen. Als Hybridfahrzeuge stehen euch vielerorts zum Beispiel der Hyundai Ioniq Hybrid, Toyota C-HR oder Mercedes S-Klasse zur Verfügung. Mit dem Peugeot E-208 und dem Audi E-TRON Electric können unter anderem zwei reine Elektroautos angemietet werden. Die Buchung eines Transporters mit Elektromotor ist übrigens ebenfalls möglich. Hier steht euch zum Beispiel der Mercedes E-Klasse Sprinter zur Verfügung. So könnt ihr auch euren nächsten Umzug oder den großen Möbelkauf umweltfreundlich gestalten.
Mit der Buchung eines Elektroautos für eure nächste Fahrt kommen geringere Kraftstoffkosten auf euch zu als bei der Nutzung eines Benziners. Laden könnt ihr auch die gemieteten E-Autos unkompliziert zu Hause oder an den öffentlichen Lädesäulen unterwegs. Die umweltfreundliche Fahrzeugalternative verursacht zugleich weniger Abgase und Lärm und eignet sich auch bestens für Städtetouren. In vielen Innenstädten, wie zum Beispiel in Hamburg, könnt ihr mit eurem Elektroauto außerdem kostenfrei parken und das Fahrzeug an einem der zahlreichen Ladepunkte wieder auftanken.