Gut zu wissen

Wer Land und Leute im Urlaub erkunden oder einfach nur nach dem eigenen Rhythmus reisen will, ist mit einem Mietwagen bestens beraten. Das passende Schnäppchen ist schnell gefunden und auch bei der Buchung sollte eigentlich alles glattgehen. Doch wenn ihr im Reiseland dann nur mit dem Mietwagen losdüsen wollt, kommt euch der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin am Schalter mit Zusatzversicherungen oder will das Auto nicht rausrücken, das ihr gebucht habt. Wir verraten euch, womit die Vermieter versuchen, extra Kasse zu machen und wie ihr diese Fallstricke am besten umschifft.
Oberstes Gebot bei der Fahrzeugmiete ist ein ausreichender Versicherungsschutz. Denn ohne passende Police kann es im Schadensfall richtig teuer werden. Das wissen natürlich auch die Anbieter und manche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versuchen, genau damit dem Kunden oder der Kundin Panik zu machen und zum Abschluss teurer, unnötiger Zusatzversicherungen zu drängen. Immer wieder berichten Reisende etwa davon, dass ihnen vor Ort mitgeteilt wurde, die im Internet gebuchte Vollkasko ohne Selbstbeteiligung (beziehungsweise mit Rückerstattung der Selbstbeteiligung) sei nicht ausreichend und ohne Zusatzversicherung könne ihnen kein Auto übergeben werden.
Hier solltet ihr jedoch ganz entspannt bleiben und auf die euch zugesicherten Leistungen auf dem Voucher verweisen. Denn alle Angaben, die ihr von uns erhaltet, sind bindend. Es ist also schlichtweg nicht möglich, dass ihr über CHECK24 einen Mietwagen bucht und vor Ort wirklich eine Zusatzversicherung buchen müsst. Wird euch die Herausgabe des Fahrzeugs verweigert, verlangt entweder einen Vorgesetzten zu sprechen oder ruft direkt unseren Service an.
In puncto Zusatzversicherungen kennt die Kreativität mancher Mitarbeitenden bei den Anbietern vor Ort keine Grenzen. Meist wollen sie eine Provision einstreichen, indem sie euch eine Zusatzpolice zur Verringerung der Selbstbeteiligung andrehen. Häufig sogar dann, wenn ihr diese bereits über euren Anbieter gebucht habt. Doch an sich gibt es nur drei Zusatzversicherungen, die unter Umständen Sinn machen. Auf diese weisen wir euch jedoch bereits bei jedem Angebot hin und ihr könnt sie direkt dazubuchen oder Angebote wählen, bei denen diese bereits inklusive sind:
Ihr wollt nur bezahlen, was ihr verfahrt? Dann wählt bei der Tankregelung Voll/Voll. Hier bekommt man den Wagen mit gefülltem Tank und muss ihn auch genauso wieder abgeben. Doch gerade in südeuropäischen Ländern wird immer wieder versucht, Kundinnen und Kunden eine andere Tankregelung unterzujubeln, etwa „gleicher Füllstand“. Da es jedoch praktisch unmöglich ist, einen zu 3/8 gefüllten Tank wieder exakt gleich zu befüllen, zahlt ihr in den meisten Fällen drauf. Achtet beim Unterschreiben des Vertrags also darauf, dass
Andernfalls verlangt nach einer entsprechenden Änderung im Vertrag oder nach einem Wagen mit vollem Tank. Bei der Abgabe empfiehlt es sich,
Achtet bei der Vertragsunterzeichnung ebenfalls unbedingt auf die Freikilometer. Habt ihr ein Angebot ohne Begrenzung gebucht, lasst euch keins mit beschränkter Reichweite andrehen. Prüft bei Verträgen mit einem bestimmten Kontingent, ob die Zahl im Vertrag mit der gebuchten übereinstimmt. Denn wenn ihr mehr als vertraglich vereinbart fahrt, wird es ganz schnell sehr teuer. Je nachdem, um wieviel ihr das Limit überzieht, können hier wenige Cent bis zu einem Euro pro Kilometer fällig werden! Legt ihre lange Strecken zurück, etwa mit dem Mietwagen in den USA, läuft hier schnell ein kleines Vermögen auf! Macht bei der Rückgabe des Autos am besten ein Foto des Kilometerstands. So könnt ihr im Zweifel beweisen, dass ihr die Freigrenze eingehalten habt. Bei einem Tageslimit (etwa 200 Kilometer pro Miettag) ist es übrigens egal, ob ihr diese wirklich pro Tag verfahrt. Insgesamt dürfte ihr nur nicht über die Grenze kommen.
Beim Wort „Upgrade“ bekommen viele Kunden leuchtende Augen. Aber nehmt nicht dankend jedes Lockangebot an. Denn das Upgrade ist die einfachste Variante, wie der Anbieter zusätzlich Geld verdienen kann, ganz ohne hinterhältige Tricks. Doch auch hier steckt der Teufel im Detail. Oft wird euch ein größeres Auto für einen kleinen Mehrbetrag angeboten. Immer wieder unterschlagen wird jedoch, dass es sich beim genannten Preis um eine Tagespauschale handelt. Bei Upgradekosten von 14 Euro werden bei einer Woche bereits 98 Euro mehr fällig!
Ebenfalls bedenken solltet ihr, wofür ihr den Mietwagen eigentlich braucht. Wollte ihr zum Beispiel eine Städtetour mit dem Mietwagen in Madrid machen, wäre einen Kleinwagen mieten wohl besser als einen großen SUV. Gleiches gilt auch für viele Parkhäuser und Tiefgaragen von Hotels. Außerdem benötigen größere Autos in der Regel auch deutlich mehr Kraftstoff.
Eines der häufigsten Probleme sind Vorschäden am Auto, die entweder gar nicht oder nur teilweise protokolliert wurden. Dafür finden die Mitarbeiter vor Ort auch immer wieder kuriose Gründe. Dies sei generell nicht nötig, eine Markierung gelte für die gesamte Fahrzeugseite, oder man habe einfach keine Zeit oder kein Personal verfügbar. Lasst euch davon aber nicht beirren. Besteht entweder darauf, dass jemand mit euch das Fahrzeug überprüft oder tragt die Schäden selber ein und lasst das Protokoll vom Personal vor Ort quittieren,bevor ihr das Auto zum ersten Mal bewegt. Zusätzlich solltet ihr den Wagen von allen Seiten fotografieren und Schäden auch im Detail dokumentieren. Am häufigsten findet ihr Macken und Beulen
Wer einen Transporter mietet, sollte auch hier ganz genau nach Schäden schauen:
Übrigens: Ihr solltet alle Schäden am Auto im Protokoll und per Foto festhalten,auch wenn einige Anbieter Schäden von weniger als einem Zentimeter Länge per AGB als Bagatellschäden ansehen und nicht berechnen. Wer sich um Kratzer und Beulen keine Sorgen machen will, wählt einfach ein Angebot ohne Selbstbeteiligung.
Wenn ihr einen Mietwagen entgegennehmt, wollt ihr diesen sauber vorfinden. Das bedeutet aber nicht, dass ihr das Fahrzeug vor Abgabe auch wieder putzen müsst. Denn die Grundreinigung ist in der Regel im Mietpreis enthalten. Aus Erfahrung versuchen euch manche Mitarbeitende vor Ort jedoch weis zu machen, dass ihr eine Reinigungspauschale bezahlen müsst – natürlich vorab. Ansonsten würden euch Kosten von bis zu 200 Euro drohen. Wer den Wagen jedoch nicht übermäßig einsaut, kann sich das Geld getrost sparen. Nur wer das Auto extrem verschmutzt, muss für die Reinigung aufkommen. Was genau als „extrem“ gilt, legen die Anbieter allerdings selber fest. So berichten Kundinnen und Kunden, dass sie bereits für Sand vom Strand zur Kasse gebeten wurden. Andere Anbieter sind hier deutlich kulanter. Absolut tabu sind Rauchen oder Tierhaare im Auto. Auch wer viel Müll hinterlässt, muss ebenfalls mit einer Reinigungspauschale rechnen. Im Zweifel solltet ihr den Wagen vor Abgabe selbst zumindest grob reinigen.
Wenn ihr für euren Mietwagen Zubehör bucht, achtet auf die Preisangaben. Denn Dinge wie Navi oder Kindersitz kosten extra, werden jedoch nicht direkt in den Mietpreis bei CHECK24 eingerechnet. Sobald ihr jedoch ein Angebot ausgewählt habt, könnt ihr Zubehör auf der nächsten Seite (unter "Stationen und Extras") dazu buchen. Hat uns der Vermieter den Preis übermittelt, könnt ihr diesen hier bereits sehen, müsst ihn jedoch erst vor Ort entrichten. Da wir die Kosten in Euro angeben, sind bei anderen Landeswährungen leichte Schwankungen durch den Wechselkurs möglich. Zudem kann die lokale Mehrwertsteuer hinzukommen. Die detaillierten Tarife findet ihr in den Mietbedingungen, die wir euch in diesem Schritt der Buchung ebenfalls mitverlinken.
Ganz wichtig bei der Vorbereitung auf den Urlaub: Überlegt euch vor der Buchung, wer alles ans Steuer will. Denn prinzipiell darf nur der Buchende den Mietwagen fahren. Ansonsten müsst ihr einen Zusatzfahrer oder eine Zusatzfahrerin eintragen lassen, was in der Regel Geld kostet. Es gibt allerdings auch Angebote, bei denen ein weiterer Fahrzeuglenker bereits im Preis inbegriffen ist. Dies kann durchaus wichtig werden, denn sitzt eine nicht eingetragene Person am Steuer, riskiert ihr im Schadensfall sämtlichen Versicherungsschutz.
Ein Trick, der offenbar in Südeuropa Schule macht, sind wahllose Abbuchungen von eurer Kreditkarte, meist mehrere Wochen nach Ende der Anmietung. Auf Nachfrage erhaltet ihr dann die Begründung, es handle sich um die Bearbeitungsgebühr für einen Strafzettel aus dem Urlaubsland. Fordert in diesem Fall unbedingt einen Nachweis an, etwa eine Kopie des Tickets per Mail. Kann der Anbieter dies nicht belegen, kontaktiert umgehend unseren Kundenservice.
Ob Zusatzversicherung, angeblicher Strafzettel oder falsch gewählte Tankregelung – wer um die Tricks und Kniffe der Vermieter weiß, dürfte bei der Anmietung keine Probleme mit möglichen (und vor allem unnötigen!) Zusatzkosten bekommen. Informiert euch deshalb bereits vor der Übernahme des Fahrzeugs genau über eure Mietbedingungen und welche Leistungen euch schon mit Abschluss der Buchung zustehen. Genauso wichtig ist es, dass ihr eurer Fahrzeug vor der Übernahme akkribisch auf Schäden absucht und diese dokumentiert. Mit unseren goldenen Regeln für die perfekte Mietwagenbuchung kann bei eurer Reise dann wirklich nichts mehr schiefgehen.
Hinweis: CHECK24 übernimmt keine Garantie für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Die Inhalte unserer Artikel sind sorgfältig recherchiert und verfasst. Sie dienen als Inspiration, Information und stellen Empfehlungen der Redaktion dar. Dabei achten wir darauf, mit unseren Texten niemanden zu diskriminieren und beziehen in allen Formulierungen stets alle Menschen unabhängig von ihrer Geschlechtsidentität ein.