
Für die Einreise nach Costa Rica benötigen EU-Bürgerinnen und Bürger einen Reisepass, der mindestens noch sechs Monate gültig ist. Insbesondere an den Flughäfen von San José und Liberia besteht eine große Auswahl an Autovermietungen. Vorzugweise sollten Sie Ihren Leihwagen für Costa Rica jedoch vorab in Deutschland buchen. Vor Ort wird ein internationaler oder alternativ ein nationaler Führerschein mit spanischer Übersetzung benötigt. Wenn Sie Fahrten in ländliche Gebiete und Bergregionen planen, sollten Sie die Buchung eines Geländewagens bzw. eines Mietwagens mit Allradantrieb in Betracht ziehen. Überzeugen Sie sich außerdem vor Fahrtantritt vom Zustand des Leihwagens und ob eine Erste-Hilfe-Ausrüstung, zwei Warndreiecke, eine Warnweste sowie ein Feuerlöscher im Auto vorhanden sind.
In Costa Rica herrscht Rechtsverkehr. Die Nutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt sowie das Fahren ohne Sicherheitsgurt sind unter Androhung von hohen Strafen verboten. Die Promillegrenze liegt bei 0,5, wobei Fahranfängerinnen und Fahranfänger mit weniger als drei Jahren Praxis eine strengere Grenze von 0,2 Promille einhalten müssen. Viele Straßen in Costa Rica sind mautpflichtig, wobei die Preise variieren. Ebenso variiert das Tempolimit, so gilt grundsätzlich für alle Autofahrerinnen und Autofahrer, auf die Beschilderung zu achten. Diese erklären sich meist aufgrund von Symbolen von selbst, Grundkenntnisse der spanischen Sprache sind jedoch von Vorteil.
Als Verbindung zwischen Nicaragua und Panama ist die Infrastruktur in Costa Rica sehr gut ausgebaut. Doch nicht alle Straßen sind geteert und haben zum Teil große Schlaglöcher. Vor allem während der Regenzeit muss mit Überschwemmungen und Erdrutschen an den unbefestigten, kurvenreichen Straßen gerechnet werden. Am Straßenausbau orientiert sich auch das Tempolimit. Innerorts fährt man meist 40 km/h, auf Land- und Schnellstraßen oftmals 60 bis 80 km/h und auf Autobahnen 100 km/h. Daran sollte man sich halten, wenn man in Costa Rica ein Auto mietet, da es sonst zu Zusammenstößen mit Tieren kommen kann. Aus diesen Gründen ist die Anmietung einer robusten Fahrzeugklasse, wie zum Beispiel eines Geländewagens, für Costa Rica zu empfehlen.
Einen starken Kontrast zur teils unberührten Natur Costa Ricas bildet die Hauptstadt San José in der Hochebene Valle Central. Von einem kleinen Dorf hat sie sich über die Jahre zur größten Stadt des Landes entwickelt. An Regentagen sollten Reisende hier das Angebot der zahlreichen Museen wahrnehmen. So finden Urlauber in San José unter anderem ein Jade- und ein Goldmuseum. Beide Museen bieten faszinierende Einblicke in die präkolumbianische Geschichte des Landes und präsentieren beeindruckende Artefakte, darunter kunstvolle Schmuckstücke und rituelle Objekte der indigenen Kulturen.
Etwa 30 Kilometer von San José entfernt und mit dem Mietwagen gut zu erreichen, liegt Cartago. Die Stadt war die erste spanische Siedlung des Landes und nach der Unabhängigkeit dessen erste Hauptstadt. Dementsprechend prägen viele prächtige Bauten aus der Kolonialzeit das Stadtbild. Kulturfreunde können hier die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichende Kolonialgeschichte entdecken und zum Beispiel die Basílica de Nuestra Señora de los Ángeles besichtigen. Dieses beeindruckende Gotteshaus ist nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern auch ein bedeutender Wallfahrtsort, an dem jedes Jahr tausende Gläubige die Schwarze Madonna, die Schutzpatronin Costa Ricas, verehren.
Doch wer nach Costa Rica reist, kommt meist nicht wegen der Städte, sondern vielmehr wegen der beeindruckenden Natur und der traumhaften Strände. Reisende haben die Auswahl zwischen gleich mehreren Nationalparks. Zu den bekanntesten zählen der Manuel Antonio, der Corcovado und der Tortuguero. Jeder der Parks hat seinen eigenen Charakter, sehenswert sind sie alle. Auch der teils aktive Vulkan Arenal ist ein tolles Ausflugsziel für eine Rundreise mit dem Mietwagen. Als schönste Strände von Costa Rica gelten die Playa Cocles, die Playa Chiquita und der öffentliche Strand vom Nationalpark Manuel Antonio.