Portugal: Auswärtiges Amt warnt vor Waldbränden

München, 19.06.2017 | 14:28 | hze

Urlauber in Portugal werden zu erhöhter Vorsicht aufgerufen. Das Auswärtige Amt (AA) warnt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen vom Montag vor den schwersten Waldbränden seit vielen Jahren. Diese wüten in der Region von Pedrogão Grande, rund 160 Kilometer nördlich von Lissabon und haben mindestens 62 Todesopfer gefordert. 

Die Waldbrände in Kanada haben den Ölpreis steigen lassen.

Die schlimmsten Waldbrände seit Jahren haben in Portugal bereits 62 Todesopfer gefordert. Viele wurden in ihren Fahrzeugen von den Flammen eingekesselt.

Medienberichten zufolge wurden viele davon in Waldstücken von den Flammen in ihren Autos eingeschlossen. Reisende, die mit einem Mietwagen in Portugal unterwegs sind, sollen laut AA betroffene Gebiete unbedingt meiden. Durch großräumige Straßensperrungen muss auch in Tourismusgebieten mit einer Beeinträchtigung der Infrastruktur gerechnet werden. Urlaubern wird empfohlen, sich über lokale Medien, Behörden oder ihren Reiseveranstalter über die aktuelle Lage zu informieren und sich in die Krisenvorsorgeliste des AA einzutragen.

Als Brandursache vermuten die Behörden einen Blitzschlag. Da es in Portugal während der Sommermonate immer wieder zu Busch- und Waldbränden kommen kann, rät das AA bei Fahrten durch bewaldete Gebiete generell zu besonderer Vorsicht. Bei Sichtung von Feuern soll unbedingt der Notruf 112 gewählt werden. Neben Portugal hatte bis vor kurzem auch Südafrika mit schweren Buschbränden entlang der Garden Route zu kämpfen. Die vor allem bei Touristen beliebte Küstenstraße N2 musste teilweise komplett gesperrt werden.