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Mailand schränkt Zufahrt zur Innenstadt ein

München, 07.02.2019 | 09:07 | soe

Italiens zweitgrößte Metropole verschärft ihre Zufahrtsrichtlinien für Kraftfahrzeuge. Nach einem Bericht des ADAC dürfen künftig bestimmte Modelle nicht mehr ins Stadtgebiet von Mailand einfahren, während sie zuvor nur aus dem zentralen Innenstadtbereich ausgeschlossen waren. Mit der Maßnahme soll die Luftqualität in der Stadt erhöht werden.
 

Historische Altstadt in Mailand.

Für bessere Luft: In Mailand gilt ab dem 25. Februar 2019 eine Zufahrsbeschränkung im gesamten Stadtgebiet.

Ab dem 25. Februar gelten die strengeren Vorgaben für Dieselfahrzeuge mit den Abgasnormen 0, 1, 2 und 3. Auch benzinbetriebene Wagen mit Euro 0 und mehr sind von dem Einfahrverbot betroffen. Die neue verkehrsbeschränkte Zone wird „Area B“ genannt und erstreckt sich auf das gesamte Stadtgebiet Mailands. Von Montag bis Freitag zwischen 7:30 Uhr und 19:30 Uhr gilt dort künftig das Fahrverbot, welches bisher nur für den als „Zona C“ deklarierten Innenstadtbereich griff. Innerhalb der historischen Stadtmauer „Cerchia dei Bastioni“ müssen die meisten Dieselautos und Benziner außerdem schon seit 2012 ein Mautticket für 5 Euro pro Tag lösen.

Damit folgt Mailand dem Beispiel zahlreicher europäischer Metropolen, die emissionsstarke Fahrzeuge ebenfalls aus ihrem Stadtgebiet verbannt haben. So richtete die spanische Hauptstadt Madrid im November 2018 eine neue Umweltzone ein. Seither dürfen Autofahrer nur noch mit einer bestimmten Umweltplakette in Madrids Zentrum einfahren. Seit dem 1. Februar 2019 werden Verstöße mit Bußgeldern bis zu 90 Euro geahndet.