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Kalifornien: Waldbrand sorgt für Straßensperrungen und Evakuierungen

München, 09.11.2018 | 11:28 | hze

Das dramatische Waldbrandjahr 2018 geht weiter. Wie die Deutsche Welle (DW) online berichtet, hat sich das sogenannten Camp Fire nahe der Kleinstadt Paradise binnen weniger Stunden auf mehr als 70 Quadratkilometer ausgebreitet. Alle 27.000 Einwohner wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Für das gesamte Butte County wurde der Notstand ausgerufen.

Die Waldbrände in Kanada haben den Ölpreis steigen lassen.

Bis November 2018 verbrannte in Kalifornien bereits doppelt so viel Land wie im Vorjahr und sogar dreimal so viel wie im Fünfjahresschnitt.

Durch die seit Jahren anhaltende Dürre und kräftigen Wind werden die Brände immer wieder angefacht und breiten sich rasant aus. Auch das rund 100.000 Einwohner große Chico sowie die ländliche Region am Fuße der Sierra Nevada werden von den Flammen bedroht. Mehrere Straßen in dem Gebiet sind laut der kalifornischen Feuerbehörde gesperrt, darunter die Highways 70 und 99. Anwohnern und Durchreisenden wird dringend empfohlen, sich stetig über die Entwicklung der Brände zu informieren und die betroffenen Gebiete möglichst zu meiden.

Von 2011 bis Ende 2017 herrschte im gesamten US-Bundestaat die schlimmste Dürre seit über 80 Jahren, begleitet von einer Vielzahl an Waldbränden, die auch die großen Metropolen wie Los Angeles erreichten. Im Winter 2017 fielen dann die heftigsten Niederschläge seit Wetteraufzeichnung. Der extreme Regen sorgte in Kalifornien für Schlammlawinen und Überschwemmungen. Doch das Jahr 2018 fiel erneut sehr trocken aus, wodurch sich neue Waldbrände zu den schlimmsten in der Geschichte Kaliforniens ausweiten konnten.