
von Holger Zehden
04. Januar 2021

Klein, quirlig und riesengroße Kulleraugen: Das zeichnet den Fiat 500 seit Jahrzehnten aus und macht ihn zu einem der beliebtesten Mietfahrzeuge für den Urlaub. Dabei verzaubert der kleine Italiener seine Insassen mit schickem Design und netten Details, insbesondere als Cabriolet. Erwartet jedoch vor allem bei dem offenen Fiat 500 C keine Wunder beim Platzangebot. Vorne sitzen zwar selbst größer gewachsene Personen recht bequem, hinten geht es aber ziemlich eng zu und auch der Kofferraum hat seinen Namen eigentlich nicht wirklich verdient. Aber der charmante Flitzer will nicht praktisch sein, sondern eher der spaßige Reisebegleiter.
Gerade deswegen ist die kleine Knutschkugel bis heute ein Dauerbrenner und hat sich seit ihrer Neuauflage 2007 kaum verändert. Zwischendurch gab es nur mal neue Motoren und schicke digitale Instrumente, doch im Großen und Ganzen pflegt Fiat das Retro-Image, gewürzt mit allerlei Kuriositäten. Welches Auto bietet schon als Originalzubehör eine Espresso-Maschine? Dass ihr diese im Mietwagen findet, ist jedoch eher unwahrscheinlich. Bekommt ihr den kleinen Italiener als Benziner, achtet etwas auf euren Gasfuß: Der winzige 0,9-Liter Twinair-Motor ist zwar durchaus spritzig und das GoKart-artige Fahrgefühl verleitet schnell zu zügiger Fortbewegung, dann entwickelt der Fiat 500 aber auch einen für seine Größe immensen Durst.
Schickte VW den Polo einst als Billigversion des Audi 50 auf den Markt, macht der Kleinwagen aus Wolfsburg mittlerweile seinem größeren Bruder – der ebenfalls nach einem exklusiven Ballsport benannt ist – Konkurrenz. Denn von billig kann beim Polo keine Rede mehr sein. Zudem gilt der Wolfsburger als eine sichere Bank mit kaum Pannen. Daneben glänzt der Kleinwagen mit einer guten Übersicht, sehr guten Fahreigenschaften und ausreichend Platz, auch auf der Rückbank. Vor allem in Deutschland oder wenn ihr ein Automatikfahrzeug wählt, stehen eure Chancen gut, dass ihr bei der Buchung eines Kleinwagens häufig einen VW Polo erhaltet.
Je nach Alter des Wagens schnurrt unter dessen Haube ein 1.0-Liter oder 1.2-Liter Benzinmotor, mal mit, mal ohne Turbo. Die aufgeladenen Varianten erkennt ihr an der Bezeichnung TSI und am sehr spritzigen Fahrverhalten. Als Diesel gibt es den Polo sowohl mit 1.2-Liter als auch mit 1.6-Liter TDI-Motor mit 75 bis 105 PS. Neue Modelle (seit 2014 gebaut) decken das gleiche Leistungsspektrum mit einem 1.4-Liter-Diesel-Motor ab.
