Ungarn: Probleme mit E-Vignette

München, 23.08.2017 | 14:42 | hze

Reisende, die in Ungarn mit dem Mietwagen unterwegs sind, haben laut einem Bericht des ADAC immer häufiger Probleme mit der Schnellstraßen-Maut. Demnach erhalten Urlauber Nachforderungen der Firma Ungarische Autobahn Inkasso GmbH für die Autobahnnutzung, obwohl sie zuvor eine E-Vignette gekauft haben. Da es sich laut Verkehrsklub dabei nicht um einen Betrugsversuch handelt, erklärt der ADAC die vermutlichen Ursachen und gibt Handlungsempfehlungen.

Autos auf der Autobahn.

Trotz gekaufter E-Vignette erhalten Ungarn-Besucher Post eines Inkasso-Unternehmens. Laut ADAC handelt es sich dabei jedoch nicht um einen Betrugsversuch.

Demnach wird die Gesellschaft mit Sitz in Deutschland ordnungsgemäß von der ungarischen Autobahngesellschaft „Nemzeti Útdíjfizetési Szolgáltató Zrt. – NÚSZ Zrt.” (ehemals „Àllami Autopálya Kezelö Zrt. – ÀAK Zrt.“) mit dem Eintreiben ausstehender Gebühren beauftragt. Wer trotz Erwerb einer E-Vignette ein Schreiben des Inkassounternehmens erhält, hat laut ADAC entweder eine Vignette mit zu geringer Gebührenkategorie erstanden, oder diese war noch nicht beziehungsweise bereits nicht mehr gültig. Beides zählt als unberechtigte Straßennutzung In beiden Fällen wird eine Zusatzgebühr fällig. Wer binnen 30 Tagen zahlt, muss 50 Euro entrichten, andernfalls steigt die Gebühr auf 200 Euro.

Wer hingegen nachweislich ein falsches Kennzeichen auf dem Kontrollabschnitt der E-Vignette angegeben hat, kann bei in einem Kundendienstbüro der NÚSZ Zrt. (http://www.autobahn.hu/) oder auch durch die Autobahn Inkasso GmbH (http://www.autobahninkasso.de/) nachträglich bis zu drei Zeichen korrigieren lassen. Dies ist binnen 60 Tagen nach der Straßennutzung oder 30 Tage nach Erhalt des Inkasso-Schreibens möglich und kostet fünf Euro pro Zeichen. Zudem sind die Zulassungsbescheinigung Teil 1 für das Kfz und der Kontrollabschnitt der E-Vignette zwingend notwendig.

Wer Letzteren nicht mehr besitzt, hat laut ADAC die Möglichkeit, bei der Verkaufsstelle eine Kopie anzufordern. Die Autobahn Inkasso GmbH hält auf ihrer Website ein entsprechendes Musterschreiben auf Ungarisch sowie eine Liste aller Verkaufsstellen bereit. Weniger Sorgen über Gebühren müssen sich hingegen bald Mallorca-Urlauber machen. Der Sóller-Tunnel kann ab dem 1. September mautfrei befahren werden.