Mailand schafft 35 Kilometer neue Fuß- und Radwege

München, 28.04.2020 | 09:46 | soe

Mailand verbannt auf einer Länge von 35 Kilometern Autofahrer von den Straßen des Stadtgebiets. Ab Sommer 2020 sollen die entsprechenden Strecken nur noch von Fußgängern und Fahrradfahrern genutzt werden dürfen, wie das Nachrichtenportal Bluewin berichtet. Die Maßnahme soll unter anderem verhindern, dass nach der Corona-Krise der individuelle Pkw-Verkehr für eine ansteigende Luftverschmutzung sorgt.

Historische Altstadt in Mailand.

In Mailand sollen auf 35 Kilometern des Stadtgebiets keine Autos mehr fahren dürfen.

Während der Ausgangsbeschränkungen durch die Corona-Pandemie sank das Verkehrsaufkommen in den Straßen von Mailand sowie der näheren Umgebung um 30 bis 70 Prozent, was zu einer Verbesserung der Luftverhältnisse führte. Um diese fürchtet nun jedoch die Verwaltung der oberitalienischen Metropole, falls nach dem Lockdown viele Menschen aus Angst vor Ansteckung lieber den eigenen Pkw statt der öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Durch die Beschränkungen soll dieser Effekt verringert werden.
 
Die Schaffung neuer Fuß- und Radwege soll zudem mehr Platz garantieren, um im öffentlichen Raum genügend Abstand zueinander zu halten. Zu diesem Zweck ist der Bau breiterer Wege geplant. Das Konzept sieht zudem eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometer für Autofahrer vor. Neben der vielerorts gestiegenen Luftqualität erholen sich auch die Gewässer während der Corona-Krise. Demnach verzeichnet Thailand durch das Ausbleiben großer Touristenströme klarere Küsten und ein gesünderes Ökosystem an den Stränden.