Kalifornien: Busch- und Waldbrände sorgen für Straßensperrungen

München, 04.07.2018 | 11:16 | hze

Reisende in Kalifornien müssen aktuell erhöhte Vorsicht walten lassen. Wie aus lokalen Medienberichten hervorgeht, wütet im Norden des US-Bundestaats ein riesiger Waldbrand. In Yolo County zwischen San Francisco und Sacramento stehen laut der kalifornischen Abteilung für Forstwirtschaft und Brandschutz (Cal Fire) mehr als 280 Quadratkilometer Wald- und Buschland in Flammen. In betroffenen Regionen haben die Behörden Evakuierungen eingeleitet, weshalb Mietwagen-Reisende auch mit gesperrten Straßen rechnen müssen.

Waldbrand

In Norden des US-Bundesstaats Kalifornien stehen mehr als 280 km² Land in Flammen.

Unter anderem ist der Highway 128 entlang des Südostufers des Lake Berryessa zwischen der Pleasant Valley Road und der County Road 87 gesperrt. Das County Fire erstreckt sich von der Südostspitze des Sees in der berühmten Weinregion Napa ungefähr bis zur Stadt Guinda in Yolo County, rund 60 Kilometer nordwestlich von Sacramento. Berichten zufolge kämpfen mehr als 2.000 Helfer gegen die Flammen, die aktuell laut Cal Fire jedoch nur zu 15 Prozent unter Kontrolle sind.

Große Hitze und kräftige Winde hatten den Waldbrand in den vergangenen 48 Stunden förmlich explodieren lassen. Waren am Montag noch rund 134 Quadratkilometer betroffen, standen am Dienstag bereits mehr als 280 Quadratkilometer Land in Flammen. Seit Dienstag herrschen jedoch bessere Wetterbedingungen, weshalb die Behörden leichte Entwarnung geben. Bis 10. Juli könnte das ganze Feuer unter Kontrolle sein. Insgesamt verzeichnet Cal Fire aktuell zehn aktive Wald- und Buschbrände im ganzen Bundesstaat.

Unkontrollierte Buschbrände haben sich aufgrund einer seit Jahren anhaltenden Dürre in Kalifornien zu einem großen Problem entwickelt. Im vergangenen Jahr kamen bei den verheerendsten Waldbränden in der Geschichte des US-Bundestaates mehr als 40 Menschen um, über 4.000 Quadratkilometer Land fielen den Flammen zum Opfer. Im Dezember hatten die Waldbrände sogar die Großstadt Los Angeles erreicht, weshalb Tausende Haushalte evakuiert werden mussten.