Wetterdienst warnt vor Staubstürmen in Deutschland

München, 21.04.2020 | 09:18 | soe

Die Woche beginnt in weiten Teilen Mittel- und Süddeutschlands stürmisch: Noch bis zum Mittwoch, 22. April um 11 Uhr gilt örtlich eine Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 80 Stundenkilometern. Der heftige Wind sorgt in Verbindung mit den ausgetrockneten Böden für eine Gefahrenlage durch Staubstürme.

Staub_Sturm_Straße

Noch bis zum 22. April gilt in einigen deutschen Regionen eine Warnung vor Staubstürmen im Straßenverkehr.

Der bislang größtenteils niederschlagsfreie April hat vielerorts das Erdreich stark ausgetrocknet. Dadurch herrscht nicht nur eine erhöhte Waldbrandgefahr in zahlreichen Regionen, sondern auch das Risiko von Staubstürmen. Besonders in Hessen und im bayerischen Kreis Bayreuth warnen die Wetterexperten zum Wochenbeginn vor starkem Ostwind und Sturmböen, die den losen Boden mitreißen und zu gefährlichen Sichtbehinderungen im Straßenverkehr führen können.
 
Grund für das derzeit windige Wetter ist Hoch Odilo, das nach Skandinavien zieht und für die starke Ostströmung über Deutschland sorgt. Mietwagenfahrern und anderen Verkehrsteilnehmern wird geraten, besonders bei Überlandfahrten und auf Autobahnen besondere Vorsicht walten zu lassen. Die Großwetterlage lässt noch bis zum Monatsende auf keine Besserung hoffen; bis auf sehr vereinzelte kurze Starkregen bleibt der April in Deutschland voraussichtlich niederschlagsfrei. Nach Schätzungen der Meteorologen wird der aktuelle Monat als der sonnigste April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in die Geschichte eingehen.