Die meisten Urlauber reisen mit dem Flugzeug an und landen an einem der kanarischen Airports, die es auf Teneriffa, Fuerteventura, Lanzarote, Gran Canaria, La Palma, La Gomera und El Hierro gibt. An jedem davon können problemlos Mietwagen geliehen werden. Autovermietungen gibt es zudem an jedem größeren Hafen, über den Reisende ankommen, die zwischen den einzelnen Inseln mit der Fähre verkehren.
Zur Buchung eines Mietwagens müssen Reisende im Besitz eines EU-weit gültigen Führerscheins sein. Darüber hinaus setzen die meisten Autoleihfirmen eine mehrjährige Fahrpraxis voraus. Auf den Straßen der Kanaren beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen 120 km/h, auf Landstraßen 90 km/h und innerorts 50 km/h. Die zumeist kurvigen Straßen im Landesinneren, die oft dazu entweder gar nicht oder nur unzureichend befestigt sind, verlangen allerdings ein deutlich niedrigeres Fahrtempo und erhöhte Vorsicht beim Abbiegen und Überholen. Mautstraßen gibt es auf den Kanaren nicht.
Die Straßenverkehrsgesetze auf den Kanarischen Inseln sind dieselben wie überall in Spanien und den Deutschen sehr ähnlich. Es herrscht Rechtsverkehr und allgemeine Anschnallpflicht für alle Fahrzeuginsassen. Die Alkoholgrenze liegt bei 0,5 Promille. Während des Fahrens oder Wartens beispielsweise vor einer roten Ampel ist es verboten, zu telefonieren oder das Navigationssystem zu bedienen. Beim Aussteigen aus dem Fahrzeug auf offener Straße müssen Autofahrer eine gut sichtbare Warnweste tragen.
Um mit einem Mietwagen zwischen den Inseln zu pendeln, stehen in den meisten größeren Häfen der Kanaren auch Autofähren für Reisende zur Verfügung. Diese können im Vorfeld bequem online über die Webseiten der großen Fährunternehmen gebucht werden. Die Fahrzeiten zwischen den einzelnen Inseln liegen zwischen wenigen Minuten und einigen Stunden. Bitte erkundigen Sie sich vor der Fährfahrt bei Ihrer Autovermietung, ob die Mietbedingungen eine Mitnahme der Leihwagen auf Fähren erlauben. Alternativ können Sie am Zielort einen neuen Mietwagen leihen.
Die landschaftliche Vielfalt der Kanaren und die zahlreichen touristischen Zentren in den Küstenregionen, wie beispielsweise Arrecife oder Playa del Inglés, ermöglichen Reisenden einen abwechslungsreichen und unvergesslichen Urlaub. Die größte Stadt des Archipels, Las Palmas auf Gran Canaria, ist eine beliebte Partyhochburg und aufgrund ihrer langen Einkaufsstraßen und des vergünstigten Mehrwertsteuersatzes auf den Kanaren ein absolutes Shoppingparadies. Von dort aus ist es nur ein Katzensprung zu den berühmten Dünen am Strand von Maspalomas im Süden der Insel oder ins Inselinnere, wo die Mundo Aborigen Einblicke in das Leben der kanarischen Ureinwohner, den Guanchen, gewährt.
Gran Canarias Nachbarinsel im Westen, Teneriffa, trumpft mit dem höchsten Berg Spaniens und einem der schönsten Nationalparks des Landes auf. Der 3.718 Meter hohe Pico del Teide, ein schlummernder Vulkan, ist von einer beeindruckenden Prärie-ähnlichen Landschaft mit bizarr geformten Felsblöcken umgeben. Reisende, die den Gipfel des Pico besteigen wollen, haben unterwegs die Möglichkeit, sich bei einem BBQ über offenen Vulkan-Hotspots zu stärken. Oben angekommen, ergibt sich ein fantastischer Ausblick auf die grünen Täler Teneriffas, den tiefblauen Atlantik und benachbarte Inseln.
Geheimtipps für Aussteiger und Erholungssuchende stellen dagegen die weniger bekannten Inseln La Gomera und El Hierro im Südwesten des Archipels dar. Dorthin gelangen Reisende mit einem Mietwagen über Fährverbindungen zum Beispiel vom Hafen von Los Cristianos auf Teneriffa. La Gomera punktet mit geheimnisvollen Lorbeerwäldern und Los Organos, einem freigelegten Vulkanschlot aus vielen hundert Sechsecken direkt an der Küste, während El Hierro wegen seiner azurblauen Meeresbuchten und windschiefen Wacholderbäume beliebt ist.