
Für Reisende, die die Blumeninsel auch abseits der berühmt-berüchtigten Party- und Touristenhochburgen kennenlernen wollen, empfiehlt sich die Buchung eines Mietwagens. Die Insel bietet dafür gute Voraussetzungen. Die meisten Strecken sind asphaltiert und vor allem die Abschnitte zwischen den größeren Ortschaften sind gut ausgebaut. Besonders dicht ist das Straßennetz um Ibiza-Stadt. Hier verläuft auch die einzige, etwa zehn Kilometer lange Autobahn der Insel, die E-20. Weitere wichtige Verbindungen sind die E-10 nach Portinatx und die C-731 nach Sant Antoni de Portmany. Autofahrer sollten jedoch gerade in den bergigen und dünn besiedelten Regionen langsam und vorausschauend fahren. Die Straßen auf Ibiza sind mautfrei.
Die Verkehrsregeln auf Ibiza unterscheiden sich nicht sonderlich von denen in Deutschland. Es herrscht Rechtsverkehr und eine allgemeine Gurtpflicht für alle Insassen eines Fahrzeugs. Wer das Auto bei einem Unfall oder einer Panne außerorts verlässt, muss eine Warnweste tragen. In den Ortschaften gilt ein Tempolimit von 50 km/h, auf der Landstraße von 90 km/h und auf der Autobahn von 120 km/h. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Für Führerscheinneulinge sind 0,3 Promille die Höchstgrenze. Bei Verstößen werden teilweise recht hohe Geldbußen fällig. Fahrzeuge im Kreisverkehr haben in Spanien in der Regel Vorfahrt. Durch entsprechende Verkehrszeichen kann die Vorfahrtsregel jedoch abgeändert werden.
Regelmäßig verkehrende Fährlinien verbinden Ibiza-Stadt und Sant Antoni mit Palma de Mallorca, Valencia und Barcelona auf dem spanischen Festland. Zusätzlich besteht vom Fährterminal in Ibiza-Stadt die Möglichkeit, auf die Nachbarinsel Formentera überzusetzen. Erkundigen Sie sich jedoch vorab, ob Ihre Autovermietung die Nutzung von Fähren mit dem Leihwagen erlaubt. Sie finden diese Information bei CHECK24 auch in den Mietbedingungen des jeweiligen Angebots. Reisende, die mit dem Schiff auf Ibiza ankommen und einen Mietwagen leihen möchten, können dies in direkter Umgebung beider Häfen tun.
Auf Ibiza finden Reisende eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten und Attraktionen. Seit 1999 steht die gesamte Insel aufgrund ihrer biologischen Vielfalt und ihrer historischen Baudenkmäler daher auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Maßgeblich zu dieser Entscheidung beigetragen hatten die Artenvielfalt in den Seegrasfeldern und das Salzvorkommen des Naturschutzgebietes Ses Salines im Süden sowie die archäologischen Fundstätten in Sa Caleta und am Puig de Molins in Ibiza-Stadt. Beide wurden circa im siebten Jahrhundert vor Christus angelegt und versprühen so einen magischen Hauch Vergangenheit. Fotobegeisterte finden bei einer Rundreise auf Ibiza an jeder Ecke ein unvergessliches Motiv.
Die Architektur der gleichnamigen Inselhauptstadt spannt einen Bogen von der Gründung in der Antike durch die Phönizier über die maurische Herrschaft im Mittelalter bis in die heutige Zeit, wo sie besonders für ihr legendäres Nachtleben mit Kultdiskotheken wie dem Pacha bekannt ist. In der Dalt Vila von Eivissa, der befestigten, aus kleinen weißen Natursteinhäusern gebauten Altstadt, finden sich neben der beeindruckenden Kathedrale viele bedeutende Museen. Weitere Sehenswürdigkeiten befinden sich im Inselinneren und sind mit dem Mietwagen gut zu erreichen. Dazu zählen unter anderem der Sa Talaiassa, die höchste Erhebung auf Ibiza, und das größte Weingut der Insel, Can Rich de Buscastell. Die köstlichen Tropfen können von den Besuchern probiert werden, zudem stehen verschiedene Flaschen zum Verkauf, die einem Sonnenuntergang die passende geschmackliche Note verleihen.