Caen verfügt mit dem Flughafen Caen-Carpiquet (CFR) über einen eigenen, kleinen internationalen Airport, welcher nur 15 Minuten vom Zentrum entfernt liegt. Aus Deutschland wird dieser jedoch nicht direkt angeflogen. Stattdessen bietet sich eine Anreise über den Hauptstadtflughafen Paris-Orly (ORY) an. Von hier aus bestehen Direktverbindungen nach Caen. Alternativ können Sie am Flughafen Paris-Orly auch gleich einen Mietwagen leihen. Die Fahrt dauert etwa zweieinhalb Stunden. Mehrere Autovermietungen sind aber auch am Flughafen von Caen verfügbar. Einem ausgedehnten Frankreich Roadtrip von Caen aus steht also nichts im Wege!
Am Hauptbahnhof von Caen, dem Gare de Caen, treffen täglich Züge aus ganz Frankreich ein. Er befindet sich südlich des Zentrums und bietet die Möglichkeit direkt vor Ort einen Mietwagen zu leihen. Diverse Autovermieter befinden sich direkt im Bahnhofsgebäude bzw. in der angrenzenden Rue de la Gare. Eine Übersicht über die verschiedenen Anbieter am Bahnhof von Caen finden Sie auf unserer Stationskarte. Dort haben Sie auch die Möglichkeit die Öffnungszeiten der jeweiligen Filiale einzusehen.
Der Norden der Normandie verfügt über ein sehr gut ausgebautes Verkehrsnetz und besonders Caen bietet gute Verbindungen in alle Himmelsrichtungen. Über die Nationalstraße 13 beispielsweise können Autofahrer die westlichen Küsten der Normandie erkunden. Ebenfalls auf dieser Route liegt der Ort Bayeux. Die schnellste Verbindung zur Küste führt über die D515 beziehungsweise die D514. Etliche kleine Landstraßen führen dann direkt am Wasser entlang von Ort zu Ort. Für eine Fahrt nach Rouen oder in das Naturgebiet um die Seine herum, empfiehlt sich die Autobahn 13.
An warmen Tagen zieht es alle Welt an die Küsten. Die meisten fahren zum Strandbad von Cabourg, welches mit seiner königlichen Promenadenfront und seinem weiten Strand trotz des Tourismus einen mondänen Charme versprüht. Die entspannteste Strecke mit dem Leihwagen führt über die D513 gen Norden. Wesentlich ruhiger und ein sehr besonderer Ort ist das etwas weiter westlich gelegene Arromanches. Das kleine Dorf liegt in einer weiten Bucht, umschlossen von sandsteinfarbenen Steilküsten und weiten Wiesen. Ein alter Bunker, Friedhöfe und diverse Gedenkstätten erinnern an den legendären D-Day, an dem die Alliierten im 2. Weltkrieg zum ersten Mal französischen Boden betraten.
Einmal am Meer angelangt, lohnt sich ein Abstecher ins östlich gelegene Hafenstädtchen Honfleur. Dieser geschichtsträchtige Ort wirkt fast surreal oder, besser gesagt, wie ein einziges mittelalterliches Museum. Am Hafen liegen uralte Segelboote, kleine Fachwerkhäuschen beherbergen liebevoll gestaltete kleine Cafés und die etwas windschiefe Architektur erinnert an alte Märchen. Und ganz im Sinne französischer Esskultur sitzen Reisende am Wasser, essen Galette und trinken Cider. Die Liste an attraktiven Städten und Sehenswürdigkeiten der Normandie ist endlos.
Urlauber, die einiges an Zeit haben und ihren Mietwagen sinnvoll nutzen wollen, sollten auf jeden Fall die Altstadt von Rouen und den Samstagsmarkt von Bayeux besichtigen. Abseits des städtischen Lebens ist es nahezu schon die Pflicht eines jeden Besuchers, in der Normandie die träumerischen Gärten Monets zu besuchen. Wo heute Menschen aus aller Welt umherspazieren, studierte einst der Begründer des Impressionismus die Farbnuancen seiner geliebten Seerosen, rauchte Pfeife und betrachtete den Wind in den Wolken.