
Wer ein Auto in Albanien mieten möchte, benötigt dafür lediglich den nationalen Führerschein. Internationale Autovermieter finden sich vor allem in den größeren Städten und am Flughafen Tirana. Stellen Sie bei Übernahme des Fahrzeuges von der Autovermietung sicher, dass im Mietwagen eine Erste-Hilfe-Ausrüstung und ein Warndreieck mitgeführt werden. Ersatzlampensets sind in einigen Fahrzeugen Pflicht, Abschleppseil und Reservereifen hingegen optional. Für die Einreise nach Albanien genügt der deutsche Personalausweis.
In Albanien herrscht Rechtsverkehr. Im Ortsgebiet sind 35 bis 40 km/h erlaubt, während Pkw außerorts je nach Beschilderung 80 oder 90 km/h fahren dürfen und die Begrenzung auf Autobahnen 110 km/h vorsieht. Die Promillegrenze liegt bei 0,1 Promille, Telefonieren ist nur mit einer Freisprecheinrichtung erlaubt und Lichtpflicht gilt in Albanien auch am Tag sowie für alle Fahrzeuge. Für die Nutzung des Kalimash-Tunnels auf der A1 wird eine Maut erhoben.
Ausländische Autofahrerinnen und Autofahrer sollten auf den albanischen Straßen besonders aufmerksam fahren, da das albanische Fahrverhalten von einer höheren Risikobereitschaft gekennzeichnet ist. Während die Hauptverkehrsstraßen in gutem Zustand und hinreichend ausgebaut sind, ist in ländlichen Gegenden des Öfteren mit Straßenschäden, Pferdefuhrwerken und längeren Fahrzeiten zu rechnen. Zudem fehlt es auf dem Land an ausreichender Beschilderung. Ein Navigationsgerät macht Sinn.
Die meisten Autovermietungen gestatten gegen Aufpreis eine Fahrt mit dem Mietwagen in die albanischen Nachbarländer Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Griechenland, Mazedonien und Montenegro. Der Grenzübertritt muss in jedem Fall mit dem Anbieter abgesprochen werden, da dieser meist eine schriftliche Genehmigung erteilen muss. Außerdem ist in manchen Nachbarstaaten die Grüne Versicherungskarte Pflicht. Diese muss vor der Grenzüberfahrt häufig in Eigenverantwortung abgeschlossen und bezahlt werden. Auch hier lohnt sich eine rechtzeitige Rücksprache mit der Autovermietung.
Wer Albanien auf dem Luftweg erreicht, wird zunächst von den bunten Plattenbauten in Tirana überrascht, denn die ehemals sozialistischen Wohnblöcke erstrahlen heute in allen Farben. Die Landeshauptstadt beheimatet zudem eine Vielzahl bemerkenswerter Bauwerke wie die beiden Museen BunkArt oder die Et'hem-Bey-Moschee. Die rund 500.000 Einwohner zählende Metropole liegt zudem fantastisch am Fuß der südlichen Ausläufer des Dinarischen Gebirges.
An der Ionischen und Adriatischen Küste von Albanien liegen zahlreiche idyllische Badeorte, die mit ihren feinen Sandstränden und der zurückgelehnten Atmosphäre für erholsame Ferientage auf der Balkanhalbinsel sorgen – die so genannte Albanische Riviera verläuft von Vlora bis Saranda. Reisende, die Wert auf Ursprünglichkeit und Authentizität legen, fühlen sich aber nicht nur in den traumhaften Strandorten wohl, sondern auch in den Dörfern im Inland. Als "Stadt der tausend Fenster" reiht sich das albanische Berat in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten ein. Namensgeber war die Fensterfront der Häuser an dem Festungshang im Stadtteil Mangalem.
Eine Rundreise durch Albanien führt Mietwagenfahrer zu vielen weiteren Perlen des Landesinneren, beispielsweise nach Kruje, zum Shopping am traditionellen Markt. Für einen Abstecher auf die griechische Insel Korfu nutzen Unternehmungslustige die regelmäßig verkehrende Fähre in Saranda. Doch auch vom Hafen der Küstenstadt Durrës sind länderübergreifende Rundreisen an der Adria möglich. Durrës selbst zeichnet sich durch sein lebhaftes Nachleben und seine herrliche Strandlage aus. Im Winter stehen Skifahrern im höchsten albanischen Skigebiet Bigëll – Dardhë auf rund 1.600 Metern über dem Meeresspiegel zwei Pistenkilometer offen.