
Für gerade einmal 150.000 Einwohner, stehen auf dem Eiland im Pazifischen Ozean gleich drei verschiedene Flughäfen zur Verfügung. Der größte ist der Kahului Flughafen (OGG) an der Nordküste, welcher mit seiner einzigartigen Lage in einem Vulkantal besticht. Neben Flügen zum nordamerikanischen Festland, zählt die Verbindung zwischen Honolulu und Kahului zu den verkehrsreichsten Strecken der USA. Alternativ besteht für Passagiere je nach Lage ihres Hotels auch die Möglichkeit am Kapalua Flughafen (JHM) im Westen oder dem Hana Flughafen (HNM) im Osten Mauis zu landen. Achtung: Wer die hawaiianische Insel jedoch mit einem Leihwagen erkunden möchte, der findet nur am Kahului Flughafen bekannte Autovermietungen.
Das Straßennetz auf Maui zeigt sich im Allgemeinen gut ausgebaut und weitgehend asphaltiert. Da die Insel gerade einmal 64 Kilometer in der Länge und 42 Kilometer in der Breite misst, bietet sich mit dem Mietwagen eine Erkundungstour auf eigene Faust an. Die malerische Panoramastrecke über den Hana Highway empfiehlt sich vor allem für geübte Fahrer. Auf der 103 Kilometer langen Strecke erwarten euch imposante Wasserfälle und Bambuswäldern, aber auch 54 Brücken sowie 600 scharfe Haarnadelkurven. Beachtet werden sollte zudem, dass einige Mietwagenverträge das Befahren bestimmter Straßenabschnitte ausschließen. Unter anderem können Teile des Highway 31 und des Highway 340 nur auf eigenes Risiko befahren werden. Mautstraßen gibt es auf Maui, wie auch auf den übrigen Hawaiiinseln, nicht.
Wie in den restlichen USA liegen die Tempolimits auch auf Hawaii innerorts bei 20 bis 30 mph (40 bis 48 km/h) und außerorts 55 bis 65 mph (88 bis 104 km/h). Die Promillegrenze beträgt 0,0. An Kreuzungen gilt nicht die Rechts-vor-links-Regel, sondern es hat derjenige Vorfahrt, der beim Stoppschild zuerst zum Stehen gekommen ist. Eine weitere Besonderheit zeigt die Insel beim Abbiegen. Bei roten Ampeln darf rechts abgebogen werden, wenn die Straße frei ist. Haltende Schulbusse mit Warnblinklicht dürfen nicht überholt werden. Mietwagenfahrer sollten einen internationalen Führerschein mitführen. Das Telefonieren am Steuer ist nur mit einer Freisprechanlage erlaubt.
Dem Inselhopping steht auf der zweitgrößten Insel des Archipels nichts mehr im Wege. Auf Maui bestehen täglich Fährverbindungen zu den hawaiianischen Nachbarinseln Moloka'i, Oahu und Lana'i. Der Fährableger befindet sich im äußersten Westen des Eilandes auf der den Nachbarinseln zugewandten Seite.
Ein Muss für jeden Maui-Urlauber ist die legendäre Straße nach Hana, die Mietwagenfahrer in zwei bis vier Stunden über mehr als 50 Brücken an märchenhaften Naturspektakeln vorbeiführt. Berühmt ist die Insel außerdem für ihre Surfspots wie Ho'okipa Beach, eine etwa einen Kilometer lange Bucht nordöstlich von Kahului, deren Wasser vom Nord-Ost-Passat aufgepeitscht wird. Im Hinterland liegt die historische Zuckerrohrstadt Pa'ia, die mit ihrem authentisch hawaiianischen Flair verzaubert. Für seine exzellenten Burger und Sandwiches bekannt ist das Café Mambo, in dem Urlauber und Einheimische gern den Abend bei einem kühlen Bier ausklingen lassen.
Noch mehr Szene-Bars, Einkaufsstraßen und Kunstgalerien erwarten die Besucher der ehemaligen Walfängerstadt Lahaina und ihrer Umgebung. Im preisgekrönten Bühnenspektakel "Ulalena" im Maui Theatre erleben Kulturinteressierte authentische hawaiianische Musik und Tänze. Das Naturmuseum "Maui Tropical Plantation", sieben Kilometer südwestlich von Kahului, lädt zu einer Entdeckungstour durch die hawaiianische Geschichte und Landwirtschaft ein, während Abenteuerlustige sich dort wie Tarzan an einer Seilrutsche durch den Dschungel hangeln dürfen.
Im Südosten der Insel lockt der Nationalpark "Haleakalā" mit rötlich-kargen Vulkanlandschaften, Bambuswäldern und seltenen Vogelarten, während im Nordwesten von Maui die grünen Gebirgsketten des "'Iao Valley State Park" Lust auf ausgedehnte Wandertouren machen. Wer Buckelwale beobachten möchte, wird an der Māʻalaea Bay fündig, die sich zehn Kilometer südlich von Kahului in die Küste schmiegt. Badestrände gibt es auf Maui in allen Farben und Formen: Der Kaihalulu Beach leuchtet in einem satten Rot, während der Waianapanapa Black Sand Beach mit pechschwarzem Sand beeindruckt. Typisch weiß und blau glitzern Strände wie beispielsweise der Big Beach im Süden der Insel oder der abgelegene Hamoa Beach an der Ostküste.