
Die wichtigsten Flughäfen in Alaska sind der Airport Anchorage (ANC) und der Flughafen Fairbanks (FAI). An beiden befinden sich Autovermietungen, die Reisenden ihre Leihwagen zur Verfügung stellen. In Anchorage gibt es ein eigenes Rental Car Center gegenüber des südlichen Terminals. Shuttlebusse verkehren regelmäßig zwischen allen Terminals. In Fairbanks befinden sich die Autovermieter im Terminal auf der ersten Ebene bei Gate C.
Grundsätzlich ist das Straßennetz gut ausgebaut – wenn es Straßen gibt. Denn die Faszination, aber auch die Herausforderung für europäische Autofahrer besteht oft in der richtigen Einschätzung der Entfernungen. Bis auf wenige Straßen wie die Schotterpisten Dempster und der als gefährlichste Straße der USA geltende Dalton Highway sind die meisten Hauptstraßen asphaltiert und dürften keine Probleme bereiten. Der wichtigste und größte Straßenabschnitt ist ohne Frage der Alaska Highway, die Dawson Creek mit Fairbanks verbindet und über die Rocky Mountains führt. Eine Maut wird in Alaska nicht erhoben.
Das Befahren unbefestigter Straßen ist mit dem Mietwagen meist verboten und führt bei vielen Vermietern zum Erlöschen des Versicherungsschutzes. Informieren Sie sich also im Vorfeld beim Verleiher, welche Routen Sie meiden sollten. Auch generell sollten Sie Schotterpisten lieber meiden, da die Unfallgefahr sehr hoch ist und Hilfe in den abgelegenen Gebieten Alaskas sehr weit entfernt sein kann. Im Übrigen gelten die Verkehrsregeln der USA. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit variiert je nach Straße zwischen 55 mp/h (89 km/h) und 65 mp/h (105 km/h). Im Gegensatz zu Deutschland gilt an Kreuzungen mit vier Stoppschildern nicht die Rechts-vor-links-Regel, sondern: Wer zuerst kommt, fährt zuerst!
Auf der Inside Passage zwischen Bellingham im US-Bundesstaat Washington, Prince Rupert in Westkanada und Haines/Skagway in Südalaska verkehren regelmäßig Fähren, die auch teilweise bis zu 130 Fahrzeuge transportieren können. Darüber hinaus fahren kleinere Fähren zu entlegeneren Orten. Bitte beachten Sie die Mietbedingungen Ihrer Autovermietung hinsichtlich Fährfahrten. Einige Anbieter verbieten die Mitnahme Ihrer Mietwagen auf Fähren.
Auf Alaska-Neulinge wirken die unendlichen Weiten und unzähligen Attraktionen bisweilen überfordernd und sie wissen nicht, wo sie starten sollen. Dabei empfiehlt sich besonders für kürzere Trips als Start- und Endpunkt Anchorage zu wählen und von dort aus die Routenpunkte auf den Fahrplan zu schreiben. Als gesetzt gelten bei den meisten Mietwagen-Reisenden die Stopps Denali Nationalpark nördlich der größten Stadt Alaskas, weiter im Nordosten die zweitgrößte Stadt Fairbanks sowie die Kenai Halbinsel.
Doch der Reihe nach: In Anchorage sollten Interessierte neben dem Anchorage Museum auch den städtischen Zoo besuchen. Ein kleiner Geheimtipp ist der Anchorage Market: Jedes Wochenende verkaufen Künstler, Köche und Kaufleute an bunten Tischen und Tresen frische Lebensmittel aus dem fruchtbaren Matanuska-Susitna-Tal. Als erster Routenpunkt steht danach der Denali-Nationalpark auf der Must-See-Liste naturverbundener Urlauber. Im 25.000 Quadratkilometer großen Nationalpark, der zugleich den höchsten Berg der USA beheimatet, gibt es zahlreiche Attraktionen wie Hundeschlittenfahren oder Skiwandern. Mit dem Leihwagen erreichen Autofahrer den Parkeingang über den Georg Parks Highway nach etwa zweieinhalb Stunden.
Vier Autostunden entfernt liegt die große Stadt Fairbanks. Schlauchbootfahren auf dem Tanana River ist hier im Sommer ebenso beliebt wie das Warten auf faszinierende Polarlichter im Winter. Im Juli finden hier die World-Eskimo-Indian Olympics statt. Auf dem Rückweg entlang des Tanana Rivers nach Anchorage empfiehlt sich zudem ein Ausflug auf die Kenai-Halbinsel. Vom dort gelegenen Hafenstädtchen Seward sind es nur ein paar Meilen zum Exit Glacier. Hier werden Wanderungen durch Gletscher, Hundeschlittentouren und Walbeobachtungen angeboten.