
Wichtigster Verkehrsknotenpunkt Lanzarotes ist Arrecife. Von hier führt die LZ-1 Richtung Norden sowie die LZ-2 Richtung Süden. Die Inselhauptstadt selbst ist von einer Ringstraße, der LZ-3, umgeben. Diese drei Hauptstraßen erschließen nahezu die gesamte Ostküste der Insel, wobei die LZ-2 Arrecife mit dem Flughafen verbindet. Auf diesem Teilstück ist die Trasse auch autobahnähnlich ausgebaut. Grundsätzlich gilt: Je näher an der Küste und somit an den Urlaubsorten, desto dichter ist das Straßennetz. Aber auch im Inselinneren sind die Straßen in der Regel asphaltiert und in gutem Zustand, wenn auch teilweise recht eng und kurvenreich. Autofahrer und Autofahrerinnen sollten beachten, dass die Anfahrt zu den berühmten Papagayo-Stränden bei Playa Blanca über eine mautpflichtige Straße führt.
Auf Lanzarote gilt, wie auf dem spanischen Festland auch, der reguläre Rechtsverkehr. Die Straßen der Insel sind sehr gut ausgebaut und es gibt generell wenig Verkehr. Nichtsdestotrotz herrscht auf Landstraßen ein Tempolimit von 90 km/h vor, auf der Autobahn sind es 120 km/h. In Ortschaften sind üblicherweise 50 km/h vorgeschrieben. In Spanien haben Fahrzeuge im Kreisverkehr normalerweise Vorfahrt. Dennoch kann diese Regel durch entsprechende Verkehrszeichen abgeändert werden. Für alle Insassen und Insassinnen eines Autos oder Mietwagens besteht Anschnallpflicht. Bei Verlassen des Fahrzeugs während eines Unfalls oder einer Panne ist das Tragen einer Warnweste nötig. Verstöße werden mit teils heftigen Geldstrafen geahndet, daher sollten sich Reisende unbedingt an die jeweiligen Vorschriften halten.
Lanzarote ist mit den übrigen Kanareninseln durch mehrere Fährlinien verschiedener Anbieter verbunden. Wichtigster Hafen ist Arrecife, von wo aus Schiffsverbindungen nach Las Palmas de Gran Canaria, Santa Cruz de Tenerife und Santa Cruz de La Palma bestehen. Außerdem starten in der Hauptstadt Lanzarotes Autofähren nach Cádiz auf dem spanischen Festland. Zusätzlich pendeln mehrmals täglich Schiffe verschiedener Reeder zwischen den Häfen von Playa Blanca und Corralejo auf Fuerteventura. Die Überfahrt dauert nicht länger als 45 Minuten und ist daher ideal für einen Tagesausflug. Holen Sie vor der Fährfahrt die Genehmigung Ihres Vermieters ein, denn nicht alle Anbieter gestatten die Mitnahme ihrer Mietwagen auf andere Kanareninseln. Weitere Informationen zu Fährfahrten finden Sie in den Mietbedingungen.
Reisende, die ihren Urlaub auf Lanzarote verbringen, sollten sich die Zeit nehmen, die kleine Insel mit einem Mietwagen zu durchfahren und währenddessen die unterschiedlichen Eindrücke ihrer besonderen Naturlandschaft zu genießen. Ein absolutes Highlight stellt dabei der Timanfaya-Nationalpark im Nordwesten der Insel mit seinen Vulkanen und Kratern dar. Eine Fahrt dorthin führt durch eine karge, von versteinerter Lava geprägte Umgebung, die einer Mondlandschaft gleicht. Da die letzte Vulkaneruption auf Lanzarote erst vor 200 Jahren stattfand, sind davon überall noch Spuren sichtbar. Ein besonderes Highlight für die Besucher des Nationalparks ist ein gemütliches Barbecue mit Gegrilltem direkt von der heißen Vulkanstelle.
Eine weitere Sehenswürdigkeit auf Lanzarote ist der Lago Verde, ein grüner See südlich des Inselhauptorts Arrecife. Sichelförmig ruht er in einem Vulkankrater in etwa dreißig Metern Entfernung zur Küste. Seine bestechend leuchtend grüne Farbe hat der See dem Einfluss einer Algenart zu verdanken, die im extrem salzhaltigen Wasser der Lagune optimale Lebensbedingungen vorfindet. In Arrecife selbst sowie in der näheren Umgebung der Stadt hat der wohl bedeutendste Inselbewohner, der Architekt und Künstler César Manrique, zahlreiche Spuren hinterlassen. In seiner baulich interessanten "Fundación" sind beispielsweise Werke aus dessen Nachlass ausgestellt, deren inhaltliche Schwerpunkte auf dem Thema "Kunst und Natur" liegen.
Wer Lanzarote mit dem Mietwagen erkundet, sollte unbedingt die atemberaubenden Aussichtspunkte der Insel ansteuern. Einer der beeindruckendsten ist der Mirador del Río im Norden, ein von César Manrique gestalteter Aussichtspunkt, der einen spektakulären Blick auf die vorgelagerte Insel La Graciosa bietet. Ebenfalls lohnenswert ist ein Abstecher in das idyllische Dorf Haría, das aufgrund seiner üppigen Palmenlandschaft als "Tal der tausend Palmen" bekannt ist. Hier kann man das traditionelle Lanzarote abseits der touristischen Hauptorte erleben, kleine Kunsthandwerksläden entdecken und sich in gemütlichen Cafés entspannen.