Da es sich bei Rumänien um einen EU-Mitgliedsstaat handelt, genügt für die Einreise für deutsche Staatsbürger und Staatsbürgerinnen ein gültiger Personalausweis. Für die Abholung des Mietwagens in Rumänien benötigen Sie zusätzlich Ihren nationalen Führerschein. Einen internationalen Führerschein brauchen EU-Bürgerinnen und -Bürger in Rumänien nicht. Bei der Abholung des Leihautos sollten Mieter und Mieterinnen den Wagen auf eventuelle Schäden überprüfen und fotografieren. Auch die Unterlagen sollten hinsichtlich des ausreichenden Versicherungsschutzes gründlich gelesen werden.
Die rumänischen Verkehrsregeln sind denen in Deutschland sehr ähnlich, es herrscht Rechtsverkehr. Es gibt eine allgemeine Anschnallpflicht und ein striktes Alkoholverbot. Kinder unter zwölf Jahren müssen auf der Rückbank Platz nehmen. Während der Fahrt ist das Telefonieren ohne Freisprechanlage verboten. Beim Verlassen des Fahrzeugs auf offener Fahrbahn ist das Tragen einer Warnweste Pflicht. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen in Rumänien liegen bei 50 km/h innerorts, 90 km/h auf Landstraßen, 100 km/h auf Schnellstraßen und 130 km/h auf Autobahnen.
In Rumänien gibt es neben Autobahnen, die mit einem grünen Schild und dem Buchstaben A vor einer Zahl gekennzeichnet sind, auch Nationalstraßen. Letztere werden "Drumuri Nationale" genannt und sind durch ein rotes Emblem markiert. Auf beiden Straßennetzen gibt es eine Mautpflicht. Die Vignetten sind allerdings im Vergleich zu anderen europäischen Preissystemen recht günstig zu erwerben. Besondere Vorsicht ist auf den kleineren Straßen des Landes geboten. Schlaglöcher, unübersichtliche Bahnübergänge und Wildpferde auf dem Asphalt sind keine Seltenheit.
Nirgendwo sonst lässt sich die wechselhafte Geschichte Rumäniens an einem Ort so gut nachvollziehen wie in Bukarest. Die Hauptstadt, die mit annähernd zwei Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern zugleich auch die größte Stadt des Landes ist, gleicht einer architektonischen und kulturellen Schatzkammer. Neben Palästen im französischen Stil wie dem Alten Rathaus oder dem Nationalen Kunstmuseum finden sich dort auch zahlreiche Bauwerke der Moderne im Bauhaus- und sozialistischen Stil wieder. Bekanntestes Wahrzeichen der Stadt ist der zentral gelegene Parlamentspalast von 1989 am Ende des über drei Kilometer langen Boulevards Unirii. Auch Überreste des mittelalterlichen Bukarests sind noch vorhanden. Als herausragendes Beispiel hierfür steht die "Leipziger Straße" Strada Lipscani. In deren Umfeld hat sich in den vergangenen Jahren ein reges Nachtleben mit zahlreichen Bars etabliert.
Im Kontrast zur pulsierenden Hauptstadt Rumäniens steht die Region Siebenbürgen westlich der Karpaten. Auch unter dem Namen Transsilvanien bekannt, lassen sich die malerischen Städte der sagenumwobenen Region, wie beispielsweise Kronstadt oder Klausenburg, ideal auf einer Rundreise mit dem Mietwagen miteinander verbinden. Wer auf besonderen Nervenkitzel besteht, kann sogar eine Nacht am Schloss Bran verbringen, der ehemaligen Residenz des blutrünstigen Grafen Dracula. Am Pulsschlag der Natur bewegen sich Reisende hingegen am Donaudelta an Rumäniens Schwarzmeerküste. Das riesige Naturschutzgebiet ist die Heimat tausender Tier- und Pflanzenarten und ein beliebtes Ziel für Kreuzfahrten oder Individualtourismus.