
Als eines der beliebtesten touristischen Ziele Portugals gibt es auf Madeira eine große Auswahl an Autovermietungen. Neben lokalen Anbietern sind auch bekannte internationale Marken vertreten. Die Stationen befinden sich meist in den größeren Orten auf Madeira, wie zum Beispiel Funchal und Cancio. Aber auch in der Umgebung wichtiger Infrastruktureinrichtungen, wie zum Beispiel dem Hafen von Funchal oder dem internationalen Flughafen von Madeira, ist eine Vielzahl von Mietwagenanbietern zu finden. Gerade im Norden und Westen der Insel kann es jedoch schwierig werden, einen Mietwagen zu leihen. Reisende, die dort ihre Unterkunft haben, können direkt bei der Anreise am Flughafen ein Auto mieten oder einen Leihwagen mit Hotelzustellung buchen. Wir empfehlen, die Buchung bereits vor Reiseantritt vorzunehmen und die Preise verschiedener Autovermieter auf Madeira zu vergleichen.
Wichtigste Verkehrsverbindung Madeiras ist die mehrspurige Schnellstraße VR1, die an der Südostküste unter anderem Funchal, Cancio und den Flughafen miteinander verbindet. Generell ist das Straßennetz auf Madeira im Süden deutlich besser ausgebaut als im Norden oder im Inselinneren. Jedoch sind die meisten wichtigen Trassen asphaltiert. Besondere Vorsicht ist beim Befahren der Gebirge geboten. Dort sind viele Straßen sehr steil und äußerst schmal. Zudem fehlen an vielen Stellen Leitplanken und Hinweisschilder. Gerade aufgrund der hohen Steigung vieler Inselstraßen sollten Sie bei der Auswahl des Mietwagens auf eine ausreichende Motorisierung achten. Kleinwagen oder Kompaktklasse-Pkw stoßen hier schnell an ihre Grenzen, weshalb Sie auf Madeira zumindest einen Mittelklasse-Leihwagen in Betracht ziehen sollten. Eine Maut wird auf Madeira weder für Privat-Pkw noch für Mietwagen erhoben.
Die Straßenverkehrsregeln auf Madeira sind die gleichen, die auch im übrigen Portugal gelten, und sind den deutschen sehr ähnlich. Auf den Straßen der Insel herrscht Rechtsverkehr. Zudem besteht für alle Insassen des Fahrzeugs Gurtpflicht. Kinder, die 12 Jahre alt oder jünger sind, dürfen nicht auf dem Beifahrersitz sitzen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt innerorts je nach Gemeinde 40 bis 50 km/h. Oft dürfen Autofahrer auf Landstraßen und Autobahnen maximal 100 km/h schnell sein. Wir empfehlen aufgrund der Straßenverhältnisse auf Madeira einen defensiven Fahrstil.
Mehrmals wöchentlich verkehrende Fähren verbinden Madeira mit der Nachbarinsel Porto Santo. Weitere Verbindungen von oder nach Madeira bestehen aktuell nicht. Das Fährterminal befindet sich im Hafen von Funchal, wo auch die meisten Kreuzfahrtschiffe festmachen, die die Insel regelmäßig ansteuern. Schiffsreisende haben hier die Möglichkeit, ein Auto zu mieten. In der Umgebung des Hafens sind mehrere Autovermietungen vertreten. Weitere Mietwagen-Anbieter sind vornehmlich in den großen Hotelkomplexen östlich des Hafens zu finden.
Herrliche Strände und klares Meereswasser, schöne Städte und Häfen, eine vielfältige Flora und Fauna sowie die portugiesische Gastfreundschaft machen Madeira zu einem beliebten Urlaubsziel. Ziel einer Reise auf die Insel ist häufig der Hauptort Funchal. Wahrzeichen der Stadt ist die manuelinische Kathedrale Sé. Auch dem pulsierenden Markt Mercado dos Lavradores sollten Urlauber einen Besuch abstatten. Hier werden unter anderem exotische Blumen, tropische Früchte und viele Sorten frischen Fischs angeboten. Von der Hafenpromenade bietet sich ein grandioser Ausblick auf die Bergkulisse der Insel. Diese eignet sich zudem als optimaler Punkt für Hobbyfotografen, die eine tolle Aussicht mit nach Hause nehmen wollen.
Ein besonderes Highlight für eine Tour mit dem Mietwagen sind die atemberaubenden Panoramastraßen Madeiras. Die kurvenreichen Straßen führen durch üppig bewachsene Täler, vorbei an steilen Klippen und durch beeindruckende Tunnel, die in die Felsen geschlagen wurden. Wer das authentische Madeira entdecken möchte, sollte zudem die Bergdörfer Curral das Freiras und Santana besuchen. Während Curral das Freiras, das "Nonnental", von majestätischen Bergen umgeben ist und für seine Maronen-Spezialitäten bekannt ist, lockt Santana mit seinen traditionellen strohgedeckten Häusern und einer einzigartigen ländlichen Atmosphäre. Auch der Aussichtspunkt Eira do Serrado bietet eine beeindruckende Perspektive auf die zerklüftete Berglandschaft der Insel und ist ein lohnenswertes Ziel für eine Mietwagentour.
Mein Tipp
Ein ganz besonderes Erlebnis ist eine Fahrt auf der alten ER101 zwischen São Vicente und Porto Moniz. Während die heutige Straße auf diesem Abschnitt überwiegend durch Tunnel geprägt ist, führt die ehemalige Strecke über enge und steile Kurven mitten durch die wunderschöne Gebirgslandschaft. Sogar ein Wasserfall ergießt sich hier auf die Straße – der perfekte Ort für einen kurzen Zwischenstopp.
Reisende, die Madeira mit einem Mietwagen erkunden wollen, finden bereits am Flughafen von Funchal eine Auswahl an Autovermietungen vor. Absolut empfehlenswert sind Ausflüge zum Naturschutzgebiet Rabacal mit seinen 20 Wasserfällen oder in das Blumenparadies Jardim Botanico. Eine Fahrt zum Leuchtturm von Ponta do Pargo endet am westlichsten Punkt der Insel. Zudem lohnt es sich für Touristen, an einer Levada-Wanderung durch die alten Bewässerungskanäle Madeiras teilzunehmen. Dabei warten wundervolle Wasserfälle, spannende Kletterstrecken und imposante Panoramablicke auf die Teilnehmer. Für Badeurlauber, die feinen Sand bevorzugen, empfiehlt sich eine Reise mit der Fähre auf die benachbarte Insel Porto Santo mit ihrem kilometerlangen Strand. Dort herrschen zudem perfekte Bedingungen zum Golfen, Surfen und Tauchen.