Neuseeland ist ein klassisches Ziel für Rundreisen und Roadtrips mit einer großen Vielfalt an Mietwagen-Angeboten, welche unkompliziert angemietet werden können. An allen wichtigen Flughäfen und in allen größeren Städten sind Autovermieter verfügbar. Für die Einreise benötigen deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger neben einem Reisepass auch eine elektronische Einreisegenehmigung (NZeTA), die mindestens 72 Stunden vor Abreise beantragt werden sollte und Reisenden einen Aufenthalt von 90 Tagen erlaubt. Der deutsche Führerschein ist in Neuseeland nur zusammen mit einer beglaubigten englischen Übersetzung gültig. Alternativ kann zusätzlich zum deutschen Führerschein ein internationaler Führerschein mitgeführt werden.
In Neuseeland herrscht Linksverkehr. Fahrerinnen und Fahrer, die Rechtsverkehr gewohnt sind, sollten daher höchste Konzentration und Aufmerksamkeit an den Tag legen. Auf Überlandstraßen beträgt das Tempolimit meist 100 km/h, innerhalb geschlossener Ortschaften 50 km/h. Die Promillegrenze liegt bei 0,5 und für Fahrende unter 20 Jahren bei 0,0. Ist auf der Straße ein gelber Kreis mit einem Punkt darin markiert, verweist dieser auf einen Hydranten. Dort darf nicht geparkt werden. Telefonieren ohne Freisprechanlage ist verboten. Auch sollte beachtet werden, dass in Neuseeland an einer roten Ampel nie nach links abgebogen werden darf. Außerdem sollten Sie das Leihauto niemals auf der rechten Straßenseite parken. Dies ist verboten und wenn der Mietwagen abgeschleppt wird, zahlt immer der Kunde. In Neuseeland gibt es vereinzelte Mautstraßen.
Das neuseeländische Straßennetz ist sehr gut ausgebaut, weshalb Urlauberinnen und Urlauber mit einem Mietwagen hier sehr flexibel sind. Von Wellington auf der Nordinsel nach Picton auf der Südinsel verkehren Fähren der Anbieter Blue Bridge und Interislander. Viele Straßen führen durch hügeliges und kurvenreiches Gelände, weshalb langsameres Fahren als vorgeschrieben empfohlen wird. Auch sollten Autofahrerinnen und Autofahrer besondere Vorsicht bei Bahnübergängen walten lassen: Nur rund die Hälfte verfügt über ein automatisches Alarmsystem, weshalb bei "Railway Crossing"-Schildern in jedem Fall angehalten werden muss! Reisende auf der Südinsel sollten sich zudem vor neugierigen Keas in Acht nehmen. Diese Papageienart verursacht auf Parkplätzen regelmäßig erhebliche Schäden an Fahrzeugen. Insbesondere an Gummidichtungen, Scheibenwischern und Fahrzeugsitzen.
Reisende, die vor der Rundreise durch die Natur Neuseelands noch einmal in den Trubel einer pulsierenden Metropole eintauchen wollen, sind in Auckland genau richtig. In dieser Millionenstadt lebt knapp ein Drittel der gesamten neuseeländischen Bevölkerung vor einem malerischen Panorama aus etwa 50 inaktiven Vulkanen. Weitläufige Grünanlagen, Badestrände und beeindruckende Yachthäfen prägen das Bild dieses wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Zentrums Neuseelands. Im alternativ-künstlerischen Stadtteil Ponsonby können Urlauber tagsüber durch Kunstgalerien schlendern, shoppen gehen oder Essen aus aller Welt probieren. Nachts bringen Live-Musik und zahllose Clubs und Bars die Szene zum Vibrieren.
Etwa 50 Kilometer nördlich von Auckland lockt die bergige Coromandel-Halbinsel mit unberührten Regenwäldern, Felsgrotten und heißen Quellen. Auf der Fahrt von Auckland Richtung Süden erreichen Reisende mit dem Mietwagen den Lake Taupo, den größten See der beiden Inseln, und den von Vulkanen geprägten Tongariro Nationalpark, der gleichzeitig zum Weltkultur- und zum Weltnaturerbe der UNESCO zählt. Grüne Hügellandschaften und imposante Villen im Kolonialstil prägen das Bild der zweitgrößten Metropole Neuseelands: Wellington. Bei einem Besuch des Botanischen Gartens oder eines der zahlreichen Museen, sollten Urlauber unbedingt mit dem Cable Car, der Wellingtoner Straßenbahn, die steilen Straßen hinauffahren.
Der westliche Rand der Südinsel gliedert sich in eine Reihe unterschiedlicher Naturschutzgebiete: Der Abel-Tasman-Nationalpark ist berühmt für seine satten Wälder und türkisblauen einsamen Buchten. Im Fiordland-Nationalpark ganz im Süden der Insel gibt es Wasserfälle, Gletscher, nebelverhangene Berge und eine vielfältige Flora und Fauna zu entdecken, was ihn besonders beliebt bei Wanderern macht. Auf der Südinsel befinden sich zudem die Neuseeländischen Alpen, eine Hochgebirgslandschaft, die den Europäischen Alpen in vielerlei Hinsicht ähneln – auch hinsichtlich der Wintersportangebote. Das Skigebiet Coronet Peak verfügt beispielsweise über 40 Pistenkilometer für jede Schwierigkeitsstufe.