Für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen genügt für die Einreise nach Montenegro der gültige Personalausweis. Reisende, die über einen deutschen oder EU-Führerschein verfügen, können grundsätzlich ohne Probleme einen Mietwagen in Montenegro leihen. Die Altersgrenze variiert dabei von Autovermietung zu Autovermietung, sodass sich Fahrer und Fahrerinnen im Vorfeld über die Leihbedingungen informieren sollten. In Montenegro ist es Pflicht, neben der Erste-Hilfe-Ausrüstung, einer Warnweste und dem Warndreieck auch einen Feuerlöscher sowie ein Ersatzlampenset und ein Reserverad mitzuführen. Bei der Übernahme des Leihwagens ist dies zu kontrollieren.
Prinzipiell gelten in Montenegro die gleichen Verkehrsregeln, die Autofahrer und Autofahrerinnen aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz gewohnt sind. Es gilt Rechtsverkehr. Lediglich die etwas niedrigen Höchstgeschwindigkeiten stechen heraus und sollten unbedingt beachtet werden. Die montenegrinische Polizei führt verhältnismäßig viele Verkehrskontrollen durch, von denen insbesondere Fahrer und Fahrerinnen mit ausländischen Kennzeichen betroffen sind. Am Steuer zu telefonieren ist nur unter Verwendung einer Freisprecheinrichtung erlaubt. Für Fahranfänger und -anfängerinnen gilt darüber hinaus eine Promillegrenze von 0,0, während Autofahrende mit über einem Jahr Fahrpraxis 0,3 Promille Alkohol im Blut haben dürfen. Für einige Tunnel in Montenegro muss eine Maut entrichtet werden.
Das Fahren in Montenegro ist aufgrund der teils schlechten Straßenverhältnisse und manch fehlendem Verkehrsschild durchaus nicht immer ganz ungefährlich: Insbesondere auf bergigem Gelände erfordert das sichere Fahren eine sehr disziplinierte und aufmerksame Fahrweise – von Nachtfahrten außerhalb der Städte ist daher generell abzuraten. Es ist dringend zu empfehlen, sich genauestens an alle rechtlichen Vorgaben zu halten und jederzeit Wagenpapiere, Ausweis, EU-Führerschein und die grüne Haftpflichtversicherungskarte bereit zu halten.
Grundsätzlich ist die Fahrt mit dem Mietwagen in die Nachbarländer Montenegros möglich. Je nach Autovermietung können zusätzliche Gebühren anfallen. Außerdem ist häufig eine schriftliche Genehmigung des Anbieters erforderlich, welche im Voraus einzuholen ist. Reisende sollten sich daher rechtzeitig bei ihrer zuständigen Autovermietung informieren. Für deutsche Staatsangehörige ist der Grenzübertritt mit einem gültigen Reisepass möglich. Für Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Kroatien und Serbien genügt der Personalausweis.
Ob Urlauberinnen und Urlauber das nördliche Bergland entdecken wollen, die wunderschönen Altstädte der Zentralregion oder die fantastischen Buchten und Badeorte an der Küste: Ein Mietwagen ist das ideale Fortbewegungsmittel, um alle verschiedenen Regionen innerhalb Montenegros schnell zu erreichen. In der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica finden Besucherinnen und Besucher das kulturelle Zentrum des Landes: Neben dem Nationaltheater und dem Naturhistorischen Museum stehen hier bedeutende Sehenswürdigkeiten wie die serbisch-orthodoxe Auferstehungskathedrale oder die Millennium-Brücke.
Der nahe gelegene Skutarisee ist der größte See auf der gesamten Balkanhalbinsel und bietet herrliche Ausblicke auf das Nachbarland Albanien sowie auf die einzigartige Tierwelt, die den See bevölkert: Neben Kormoranen und Reihern lassen sich hier Flamingos und Pelikane beobachten. Nur wenige Kilometer südlich beginnt die fantastische montenegrinische Küste. Im Hafenstädtchen Ulcinj finden Urlauber und Urlauberinnen den längsten Sandstrand der östlichen Adria, den die Einheimischen daher auch gerne die "Copacabana von Montenegro" nennen. Weitere Highlights entlang der Adria sind die UNESCO-Welterbestadt Kotor, die gemütliche Hafenstadt Bar mit dem angeblich ältesten Olivenbaum der Welt und Budva, der beliebteste Badeort des Landes.
Wen es eher in die kühleren Gefilde zieht, verlässt die mediterran geprägte Küste und fährt ins Durmitor-Gebirge im Norden des Landes, das als Nationalpark unter dem Schutz der UNESCO steht: Die atemberaubende Tara-Schlucht im nördlichen Teil des Gebirges ist nach dem Grand Canyon in Arizona die zweittiefste Schlucht der Welt.