Das Angebot an Mietwagen ist in Kuba nicht so umfangreich wie in anderen karibischen Urlaubsländern. Jedoch steht insbesondere am Flughafen Havanna eine Auswahl an Autovermietungen zur Verfügung. Ein frühzeitiges Reservieren des Mietwagens, mindestens 30 Tage vor der Anreise, ist in jedem Fall zu empfehlen. Für die Einreise nach Kuba benötigen Sie einen zum Zeitpunkt der Ankunft noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass sowie ein Visum, das auch "Touristenkarte" genannt wird. Normalerweise wird der deutsche Führerschein in Kuba sowohl von den Behörden, als auch von den Vermietern anerkannt. Es ist trotzdem empfehlenswert, einen internationalen Führerschein zusätzlich mitzuführen, um Verständnisprobleme zu vermeiden.
Es gibt nur eine Mautstrecke auf Kuba: Die Via Blanca zwischen Varadero und Matanzas. In Kuba herrscht, genauso wie in Deutschland, Rechtsverkehr – und auch die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind den Deutschen sehr ähnlich. Während Sie im Ort maximal 50 km/h fahren dürfen, sind auf Nationalstraßen 90 km/h und auf Autobahnen 100 km/h erlaubt. Vor Schulen und Spielplätzen gelten 40 km/h. Aufpassen sollten Sie bei Bahnübergängen, diese sind nämlich nicht mit Schranken versehen. Wenn Sie also Straßen mit Schienen überqueren wollen, ist es empfehlenswert, langsam zu fahren. Für erfahrene Fahrer, die seit mindestens zwei Jahren einen Führerschein besitzen, gilt eine 0,5-Promillegrenze. Fahranfänger dürfen keinerlei Alkohol im Blut haben. Zu beachten ist außerdem, dass im Passagierraum ein komplettes Alkoholverbot herrscht und dieser daher nur im Kofferraum aufbewahrt werden sollte. Telefonieren ist ebenfalls verboten.
Da nicht immer die Verkehrsregeln beachtet werden, verständigen sich die Kubaner durch ein System von Handzeichen, die für Ausländer nicht immer verständlich sind. Nachtfahrten über Landstraßen sollten darüber hinaus vermieden werden, da unbeleuchtete Fahrzeuge wie Pferdekutschen oder Fahrräder unterwegs und die Straßenverhältnisse relativ schlecht sind. Auf Fernstraßen herrscht in der Regel wenig Verkehr, doch sollten Reisende mit häufigen Kontrollen durch die Polizei rechnen. Diese können sowohl an festen Checkpoints als auch durch mobile Kontrollteams erfolgen. Bei vorschriftsmäßiger Fahrweise wird es hier jedoch keine Probleme geben. Es sollte darauf geachtet werden, beim Passieren der Kontrollen die Geschwindigkeit zu reduzieren.
Ob die gesamte Altstadt Havannas mitsamt der Festungsanlage, die Burg San Pedro de la Roca im multikulturellen Santiago de Cuba, der Nationalpark Desembarco del Granma oder die historischen Stadtzentren von Cienfuegos und Camagüey: Diese Sehenswürdigkeiten gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO und sind in jedem Fall eine Reise wert. Wer mit dem Mietwagen den über 1.200 Kilometer langen Inselstaat erkunden will, sollte in der kubanischen Hauptstadt beginnen. Hier finden Sie nicht nur barocke und neoklassizistische Bauwerke, sondern auch den ehemaligen Gouverneurspalast Palacio de los Capitanes Generales. Von dort aus sind es gerade einmal vier Kilometer zur bastionsartigen Festungsanlage La Cabaña.
Naturliebhaber sollten mit dem Mietwagen in den Osten Kubas fahren – zum Gebirgszug Sierra Masetra. Dort liegt nicht nur die höchste Erhebung des Inselstaates, der Pico Turquino, sondern auch der üppige Sierra-Maestra-Nationalpark. Im Westen dagegen ragen die Kalkfelsen der Kulturlandschaft in Viñales hervor, die zusammen mit den riesigen Höhlen und unterirdischen Flüssen ein beeindruckendes Bild abgeben. Wer Blumen und Wasser mag, wird Soroa lieben. Der Ort in der kubanischen Provinz Artemisa liegt etwa 80 Kilometer von Havanna entfernt und ist für seinen Wasserfall und den faszinierenden Orchideengarten bekannt.
Neben den historischen Gebäuden und gewaltigen Gebirgszügen beeindruckt das Land zusätzlich mit einer magischen Unterwasserwelt. Taucher erleben unter der Wasseroberfläche eine ganz neue Welt, bestehend aus Schiffswracks, imposanten Riffen und einer lebendigen Artenvielfalt. So locken die Jardines de la Reina, zu Deutsch: Gärten der Königin, mit farbenfrohen Korallen und Fischen. Echte Überreste aus Piratenzeiten finden sich neben Schildkröten, Rochen und Delfinen im Maria la Gorda-Riff. Vogelfreunde sollten sich zudem unbedingt nach Cayo Coco begeben: Der Ort ist Heimat zahlreicher Wasservögel, unter anderem lassen sich hier auch Flamingos erspähen!