
Irland ist ein beliebtes Ziel für Rundreisen und Roadtrips. Daher ist für die meisten Urlauber und Urlauberinnen die Buchung eines Mietwagens selbstverständlich. Ein beliebter Startpunkt ist der Flughafen von Dublin, wo die Auswahl an Autovermietern dementsprechend groß ist. Alternativ ist auch eine Anreise über die Airports in Shannon und Cork möglich. Auch hier besteht die Möglichkeit, ein Auto zu leihen. Da Irland EU-Mitglied ist, benötigen deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger für die Einreise lediglich einen gültigen Personalausweis. Für die Anmietung eines Leihwagens reicht darüber hinaus der deutsche Führerschein. Ein internationaler Führerschein ist nicht erforderlich.
Das irische Straßennetz gliedert sich in Motorways (Autobahnen), National Roads und Regional Roads (Landstraßen). Motorways sind in der Regel sehr gut ausgebaut und eher um die großen Städte herum zu finden. Viele National Roads sind ebenfalls vierspurig. In Irland herrscht Linksverkehr. Im Fahrzeug müssen alle Personen einen Sicherheitsgurt tragen. Kinder unter 12 Jahren dürfen nur auf dem Rücksitz mitfahren. Das Telefonieren während des Fahrens ist nur mit Freisprechanlage erlaubt. Die Tempolimits liegen in Irland meistens bei 50 km/h innerorts, 80 km/h auf Landstraßen, 100 km/h auf National Roads und 120 km/h auf Autobahnen. In Nordirland sind die Tempolimits nicht in Kilometer, sondern in Meilen pro Stunde angegeben. Meist wird am Ortsausgang lediglich die erlaubte Höchstgeschwindigkeit ausgeschildert. Eine Maut wird für die Nutzung der Motorways und für einige Brücken und Tunnel erhoben.
Hinweis: Vor engen Kurven erfolgt anders als in Deutschland keine Anpassung der Geschwindigkeitsbegrenzung. Stattdessen wird durch ein auf die Straße geschriebenes "slow" bzw. "very slow" auf das Langsamfahren hingewiesen.
Auf zweispurigen National Roads gibt es oft einen Standstreifen, der zum Parken und als Ausweichspur für langsame Fahrzeuge, aber zugleich von Fahrrädern sowie Fußgängerinnen und Fußgängern genutzt wird. Hinweisschilder machen auf gefährliche Kurven aufmerksam und sollten unbedingt beachtet werden. Die Richtungsschilder sind vorwiegend zweisprachig (irisch und englisch). Generell ist die Beschilderung im Straßenverkehr in Irland sehr gut. Beachten Sie jedoch, dass Schilder oft von Hecken überwuchert oder sehr klein sind. In ländlichen Gegenden kann es vorkommen, dass sich Herden frei laufender Schafe oder Kühe auf der Fahrbahn aufhalten. Die Straßen auf dem Land stellen, besonders bei schlechtem Wetter, ebenfalls ein erhöhtes Risiko beim Autofahren dar. Gerade die sehr engen und kurvenreichen Regional Roads und Secondary National Roads sollten nicht unterschätzt werden.
Besucher Irlands sollten sich einen Aufenthalt in der pulsierenden Hauptstadt Dublin nicht entgehen lassen. Durch einen langanhaltenden Wirtschaftsaufschwung hat sich die ehemals chaotische Hafenstadt in den letzten Jahrzehnten zu einer schillernden Metropole entwickelt, ohne dabei ihre typisch irischen Traditionen zu verlieren. Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind das Trinity College, heute die bedeutendste Universität des Landes, und die mittelalterliche Christ Church Cathedral. Auch für Nachtschwärmer hat Dublin einiges zu bieten. Wie zum Beispiel den legendären Temple Bar District, ein Kneipen- und Ausgehviertel am Ufer des Liffey.
Auch Kilkenny, eine Stadt im Zentrum der Insel, glänzt mit ihrem mittelalterlichen Flair: Eine Burg, enge Gassen, wuchtige Steinhäuser und der 65 Meter hohe Turm der Kathedrale St. Mary prägen das Stadtbild. Von Dublin aus dauert die Fahrt hierher mit einem Mietwagen nur etwa anderthalb Stunden. Ähnlich lange sind Reisende auf ihrem Weg von Kilkenny nach Limerick an der irischen Westküste unterwegs. Die Stadt wurde von den Wikingern gegründet und beheimatet die auf einem Hügel errichtete St. Mary´s Cathedral von 1172, King John´s Castle von 1200 und das Hunt Museum mit antiken Funden aus ganz Irland. Ein Ausflug zum Bunratty Castle nordwestlich von Limerick lohnt sich allein schon wegen der prunkvoll eingerichteten Räume der Burg.
Wenn Sie mit dem Mietwagen in Irland unterwegs sind, darf ein Abstecher auf dem Wild Atlantic Way nicht fehlen. Die über 2.500 Kilometer lange Küstenstraße führt von Malin Head im Norden Irlands bis nach Kinsale im Süden der Insel. Im Verlauf des Wild Atlantic Way kommen Reisende an vielen der schönsten Sehenswürdigkeiten und Orte Irlands vorbei. Dazu zählen zum Beispiel die Cliffs of Moher, die Halbinsel Dingle oder der Ring of Kerry. Gerade die Straßenabschnitte im Süden faszinieren durch ihre schroffe und doch malerische Landschaft. Achten Sie einfach auf die blauen Wegweiser mit weißem Wellen-Symbol am Straßenrand. Diese kennzeichnen den Wild Atlantic Way.