
Der Cardiff Airport (CWL) ist der größte Flughafen der Region und der einzige mit internationalen Flugverbindungen. Von Deutschland wird er aus mehreren deutschen Städten direkt angeflogen. Am Flughafen befinden sich die mehrere namhaften Autovermietungen, sodass die Rundreise mit dem Mietwagen durch Wales gleich beginnen kann. Die M4 in der Nähe des Flughafens bringt Reisende wahlweise in Richtung Osten in das 20 Kilometer entfernte Stadtzentrum von Cardiff oder in westliche Richtung nach Swansea und zur walisischen Küste.
Wales verfügt über ein gut ausgebautes Straßenverkehrsnetz. Die M4 führt von Cardiff über Swansea bis nach Carmarthen. Von hier aus erfolgt die Weiterfahrt zumeist über eine der größeren A Straßen, die jedoch sehr kurvenreich sind und eine erhöhte Aufmerksamkeit beim Fahren erfordern. Obwohl Großbritannien weitgehend mautfrei ist, werden für aufwändige Verkehrsbauwerke Gebühren erhoben. In Wales betrifft das die Severn-Brücke ganz im Südosten des Landes an der Grenze zu England.
Autofahrer sollten sich in Wales, wie im gesamten Vereinigten Königreich, auf Linksverkehr einstellen, weshalb bei der Buchung ein Fahrzeug mit Automatik gewählt werden sollte. Ein Mietwagen kann in Wales ab 21 Jahren ausgeliehen werden, wobei bei Fahrern unter 25 Jahren oft eine extra Gebühr anfällt. Die Promillegrenze liegt bei 0,8 und damit um 0,3 höher als im benachbarten Schottland. Mit dem Leihwagen sollten Reisende das Tempolimit einhalten, das innerhalb geschlossener Ortschaften bei 48 km/h liegt. Auf der Autobahn sowie auf den Land- und Schnellstraßen beträgt die maximal erlaubte Geschwindigkeit 112 km/h.
Viele Reisende starten ihr Abenteuer in Wales in Cardiff, denn von der Hauptstadt kann die Küste einmal von Süd nach Nord mit dem Mietwagen erkundet werden. Über die M4 in Richtung Westen erreichen Urlauber das historische Carmarthen, die älteste Stadt von Wales, die mit einer verwinkelten Altstadt und authentischen Pubs aufwartet. Die Weiterreise gen Norden kann von hier aus über die A40 oder die A487 erfolgen. Eine schönere Alternative sind jedoch die vor Ort ausgeschilderten Nebenstraßen, die entlang kleiner Dörfer und naturbelassenen Küstenabschnitten führen. Es lohnt sich in der Umgebung auch mal einen Tag das Auto stehen zu lassen und die Region zu Fuß zu erforschen, zum Beispiel bei einer Tageswanderung auf dem Pembrokeshire Coast Path.
Ungefähr genau in der Mitte der Küste befindet sich die Cardigan Bay, ein Surferparadies mit endlosen Sandstränden und alten viktorianischen Seebädern. Für Tierbeobachtungen sollten Interessierte zwischen April und September dorthin reisen, denn dann nisten die Fischadler im Naturschutzgebiet Cors Dyfi. Zudem tummeln sich in der Zeit direkt in der Bucht Delphine, die von der Küste aus beobachtet werden können. Auf der 100 Kilometer langen Küstenlinie der Cardigan Bay lockt ebenfalls die kleine Universitätsstadt Aberystwyth, in der schon Prinz Charles studierte.
In der nordwalisischen Grafschaft Gwynedd wartet die Berglandschaft des Snowdonia Nationalparks auf Besucher. Neben unzähligen Wandertouren in allen Schwierigkeitsgraden, ist die Fahrt mit der historischen Welsh Highland Railway ein absolutes Highlight. Hierbei gibt es verschiedene Streckenoptionen, die auf einer spektakulären Route mitten durch das Gebirge führen. Mit dem Day-Return-Ticket gelangen Reisende ganz unkompliziert wieder zu ihrem Mietwagen zurück, der solange in Porthmadog, dem Startpunkt der Zugstrecke, abgestellt werden kann.